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Bergische Gespräche bringen Fachleute zusammen

Großes Come-together in Wuppertal von Vertretern regionaler Institutionen und der Bergischen Universität zum Thema Berufsorientierung. Fazit: die wichtigsten Faktoren sind die eigene Motivation sowie ein fester Berufswunsch.

G�nter Lintl / Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid

Über 50 Vertreter von Ausbildungsbetrieben, Lehrer sowie Experten aus regionalen Institutionen und der Bergischen Universität beschäftigten sich bei den ersten „Bergischen Gesprächen“ mit dem Thema Berufsorientierung. Initiiert wurde das neue Veranstaltungsformat von der Bergischen IHK und der Universität, genauer: der Professur für Berufsbildungsforschung und der Professur für Didaktik der Technik.

Nach der Begrüßung durch IHK-Bereichsleiterin Carmen Bartl-Zorn und einem Grußwort von Prorektorin Prof. Dr. Anke Kahl berichteten in der ersten Veranstaltung Prof. Dr. Sylvia Rahn (Institut für Bildungsforschung) und Prof. Dr. Carolin Frank (Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik) über die Herausforderungen und Merkmale gelingender Berufsorientierung im Spiegel der Forschung. Anschließend stellte Sebastian Seidel von der twinC GmbH mit der neuen Berufe-VR-App Berufsorientierung in der Virtual Reality vor. Einen weiteren innovativen Ansatz präsentierte die Firma Smusy mit ihrer App, die Jugendlichen künftig bewerbungslos zum Traumberuf verhelfen soll.

Firmen sollten ihre bisherigen Recruiting-Aktivitäten ändern

Abschließend wurden in Fokusgruppen Herausforderungen, bewährte Konzepte und innovative Ansätze der Berufsorientierung diskutiert. Das Ergebnis: Eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufsorientierung ist und bleibt die Motivation der Jugendlichen. Weitere wichtige Stellschrauben: der Zeitpunkt der Bewerbung sowie ein eigener fester Berufswunsch. Ein weiteres Resultat ist, dass die Jugendlichen nicht mehr auf traditionellen Wegen zu den Unternehmen finden werden. Es wurde deutlich, dass die Firmen ihre bisherigen Recruiting-Aktivitäten ändern und noch mehr auf die Jugendlichen zugehen müssen.

Berufsorientierung ist eine Entwicklungsaufgabe im Jugendalter und Bestandteil des regionalen Übergangsmanagements. Mit dem spürbaren Fachkräftemangel wird im Bergischen Städtedreieck wie anderorts die Frage dringlicher, wie die benötigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen, aus- und weitergebildet und an die Region gebunden werden können. Mit dem neuen Konzept der Bergischen Gespräche zur Beruflichen Bildung soll daher in der Region eine Dialogstruktur zwischen Schule, Wirtschaft, Universität und Stadtgesellschaft geschaffen werden. Die Gespräche werden ab sofort jährlich stattfinden.

 

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