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Goldener Oktober macht der Region zu schaffen

Weiterhin sehr trocken, so lautet das Fazit des Wupperverbandes nach Auswertung der Ergebnisse vom Oktober. Im Wuppergebiet lagen die Regenmengen demnach erneut an allen Messstellen deutlich unter dem Durchschnitt. In der Jahresbilanz fehlen 177 Liter Regen.

Wupperverband

Der Oktober brachte an der Messstelle in der Kläranlage Leverkusen nur 29 Liter Regen pro Quadratmeter und somit nur rund 43 Prozent des Oktober-Durchschnitts. Mit 37 Litern Regen lag die Messstelle Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal bei rund 41 Prozent der durchschnittlichen Monatsmenge. An der Bever-Talsperre fielen im Oktober mit 47 Litern Regen rund 43 Prozent des Durchschnitts. 

Die Messstelle Lindscheid an der Großen Dhünn-Talsperre verzeichnete 50 Liter Regen, das sind rund 52 Prozent des Oktoberdurchschnitts. Und auch die Regenmenge an der Messstelle Kläranlage Burg in Solingen lag mit ebenfalls 50 Litern bei rund 43 Prozent des Durchschnitts. Spitzenreiter im Oktober war die Station Neumühle an der Vorsperre Große Dhünn mit 55 Litern Regen pro Quadratmeter.

Nasser Winter – trockener Sommer und Herbst

Mit dem 31. Oktober endete auch das Wasserwirtschaftsjahr (WWJ) 2018. Die Bilanz des Wupperverbandes für das WWJ 2018 (1.11.2017 bis 31.10.2018) lautet: ein Jahr mit Extremen. Der Jahresbeginn 2018 brachte mehrere Stürme, im Mai und Juni gab es drei Starkregenereignisse mit hohen Sachschäden, und darauf folgte eine lange Trockenphase im Sommer und Herbst.

An der Messstelle Bever-Talsperre in Hückeswagen etwa fielen 1.120 Liter Niederschlag im gesamten WWJ. Das sind 177 Liter weniger als im Jahresdurchschnitt für diese Messstation. Insgesamt waren die Niederschläge im WWJ 2018 sehr unterschiedlich verteilt. Die Monate November und Dezember 2017, Januar 2018 waren deutlich nasser als im Durchschnitt. Die Monate von März bis Juni lagen in der Summe etwa im Soll – dies aber vor allem aufgrund des Starkregens im Mai und Juni. Deutlich zu trocken waren die Monate Februar und Juli bis Oktober.

Dank des nassen Winters hatten die Talsperren des Wupperverbandes im Frühjahr einen sehr guten Wasservorrat und waren somit für ihre Aufgaben – Bereitstellung von Rohwasser aus den Trinkwassertalsperren sowie Wasserabgabe in Trockenzeiten – bestens gerüstet. Durch die so genannte Niedrigwasseraufhöhung, d.h. die Wasserabgabe aus der Wupper-Talsperre und weiteren Brauchwassertalsperren am Oberlauf, hatte die Wupper auch in extremen Hitze- und Trockenphasen eine ausreichende Wasserführung. Auch aus der Großen Dhünn-Talsperre wird in Trockenphasen Wasser an die Dhünn abgegeben.

Trotz der Trockenphase in den letzten Monaten sind die Trinkwassertalsperren des Wupperverbandes noch gut gefüllt: die Hauptsperre der Großen Dhünn-Talsperre ist zu 58 Prozent gefüllt, das sind noch rund 1,5 Mio. Kubikmeter mehr als in demselben Zeitraum des Jahres 2017. Die Herbringhauser Talsperre ist zu 97 Prozent und die Kerspe-Talsperre zu 58 Prozent gefüllt. Die Wupper-Talsperre, die vorrangig für die Wasserabgabe an die Wupper genutzt wurde, ist derzeit zu 28 Prozent gefüllt. Die Bever-Talsperre als zweitgrößte Brauchwassertalsperre am Oberlauf der Wupper ist derzeit zu 59 Prozent gefüllt.

Eine Tabelle mit den Niederschlagsdaten finden Sie auf unserer Homepage:
http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_niederschlag_okt_20181115.html.

 

Liane Rapp

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