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Wuppertaler Firmen für „Reinschnuppertage“ vor den Sommerferien gesucht

Achtklässler sollen Arbeitsalltag erleben

Tom V Kortmann / bfe

Vom 27. Juni bis 1. Juli finden in Wuppertal zum zweiten Mal die „Reinschnuppertage“ statt. Innerhalb einer Woche sollen Schülerinnen und Schüler der achten Klassen Gelegenheit haben, über drei verschiedene Berufsfelder die Arbeits- und Berufswelt hautnah in Unternehmen kennenzulernen.

Wuppertaler Firmen haben noch bis 13. Mai die Möglichkeit, Plätze hierfür ins System einzustellen und sich als zukünftiger attraktiver Praktikums- und Ausbildungsbetrieb zu präsentieren. Ziel ist es, Jugendlichen Ausbildungsberufe aufzuzeigen, die sie aus ihrem Alltagsleben nicht kennen oder von denen sie vielleicht nicht die richtige Vorstellung haben.

In der achten Klasse beschäftigen sie sich zwar noch nicht viele ernsthaft mit der zukünftigen Berufswahl, sind aber erfahrungsgemäß noch sehr begeisterungsfähig. Rund 870 Plätze stehen schon im System unter www.berufsfelderkundung.wuppertal.de, insgesamt sollen es allerdings 1000 werden. „Damit sind wir schon ganz gut aufgestellt, denn viele Schulen bieten auch eigene Projekte an, die als Berufsfelderkundung anerkannt werden“, so Anke Kleinbrahm von der Kommunalen Koordinierungsstelle, die die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in Wuppertal umsetzt. Kleinbrahm: „Wir brauchen aber in jedem Fall noch mehr Unternehmen und Plätze, um einen guten Branchenmix anbieten zu können.“

Insbesondere in den freien Berufen, aber auch bei den produzierenden Unternehmen und dem Einzelhandel müsse noch deutlich aufgeholt werden. „Viele haben bereits ihre Zusage gegeben, sind aber offensichtlich im Tagesgeschäft noch nicht dazu gekommen, die Plätze einzustellen“, ist sich Bernd Jung, Ansprechpartner bei der Wirtschaftsförderung, sicher. Dabei ist das Einstellen in die Online-Datenbank denkbar einfach und zudem noch eine gute Gelegenheit, sich als Unternehmen und attraktiver Ausbildungsbetrieb zielgruppengerecht zu präsentieren.

Geringer Aufwand, große Wirkung

So ein Reinschnuppertag soll ungefähr die Dauer eines Schultags haben. Dabei sollen die Jugendlichen nicht nur einen „Tag der offenen Tür“ erleben, sondern auch handfest in die Praxis einsteigen. „Dieses Reinschnuppern ist kein Praktikum, welches einen ungleich größeren Aufwand bedeutet. Hier soll eher darauf vorbereitet werden“, sagt Kleinbrahm. Im Ergebnis haben die Schülerinnen und Schüler nach dem „Reinschnuppern“ eine festere Vorstellung und dem Abbruch eines Praktikums aufgrund falscher Vorstellungen kann somit vorgebeugt werden.

Im Gegenzug konnten Unternehmen, die sich im letzten Jahr beteiligt haben, für dieses Jahr hochmotivierte Praktikanten gewinnen. „Viele Unternehmen machen daraus auch ein Projekt für ihre Auszubildenden, die dann maßgeblich die Kommunikation mit den Jugendlichen – sozusagen auf Augenhöhe – übernehmen“, berichtet Jung.

Wirtschaftsförderung, Jobcenter, Kreishandwerkerschaft, Agentur für Arbeit, IHK und die Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände wollen nun gemeinsam noch einmal mobil machen, um noch mehr Plätze anbieten zu können.

Jetzt mitmachen und bis 13. Mai Plätze anbieten! Zugang und Informationen unter www.bfe.wuppertal.de.

 

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