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Caffè sospeso – jetzt im Oberbergischen

Zweimal zahlen, einmal trinken. In vielen Städten Europas gibt es ihn: den ‚Caffè sospeso‘, ein ‚aufgeschobener Kaffee‘. Dahinter verbirgt sich im Voraus bezahlter Kaffee für jemanden, der selbst kein Geld dafür hat. Nun macht unter dem Motto „Ich lad Dich ein“ auch ein Café in Engelskirchen mit.

privat

Kleine Spende für doppelten Kaffeegenuss: die Ehrenamtsinitiative Weitblick des Oberbergischen Kreises hat mit der Gruppe 5.0 um Standortlotsin Gitta Quercia-Naumann „den Kaffee umsonst“ in einem Engelskirchener Caféhaus eingeführt: Der Gast, der dort seinen Kaffee getrunken hat, bezahlt nicht nur diesen einen, sondern insgesamt zwei. Der Bon für diesen zweiten („aufgeschobenen“) Kaffee wird auf einen Haken gehängt und der nächste Gast, der finanziell gerade nicht so gut dasteht, wird damit herzlich eingeladen: Er nimmt sich den Bon vom Haken direkt an der Eingangstür und zahlt damit.

„Was für eine geniale, einfache Idee,“ meinte Steffi Jansen, neue Inhaberin des Engelskirchener Cafés Zinnober (Horpestraße 4), als die Weitblickgruppe Generation 5.0 der neuen Wirtin ihren Plan vorstellte. Mal schnell eine Tasse heißen Milchkaffee, oder einen dampfenden Eintopf in der Pause…. das ist für viele Bürger*innen finanziell kein Problem. Manche allerdings sind nicht in der Lage, das zu bezahlen und so sind sie von einem wichtigen Teil unseres sozialen Lebens ausgeschlossen.

In Italien und anderswo gibt es schon seit Jahrzehnten ein einfaches und doch erfolgreiches Mittel dagegen: den Caffè sospeso, den „aufgeschobenen“ Kaffee. Das Prinzip hat mittlerweile auch in vielen Großstädten Deutschlands Anhänger gefunden, seit Dezember auch im Engelskirchener Caféhaus. „Klar, wer von Armut betroffen ist, kann für kleines Geld bei den Tafeln essen oder Kaffee trinken, aber manchmal möchte man vielleicht einfach auch mal ‚ganz normal‘ in ein Café gehen, und dann springen durch diese Aktion eben Menschen dafür in die Presche, die gerne ab und an ein paar Euro mehr zahlen,“ sagt Marianne Straub aus Lindlar, die sich der Ehrenamtsinitiative angeschlossen hat. Die größte Hoffnung der Gruppe ist, dass sich alle Cafés der Aktion „Ich lad Dich ein“ anschließen, sodass möglichst viele Menschen dieses Angebot wahrnehmen können.

Interessierte wenden sich bitte an das Weitblick-Büro in der Gemeinde Engelskirchen bei Standortlotsin Gitta Quercia-Naumann (mobil: 0173 5464014), Weitblick-Büro, Rathaus, Engels-Platz 4, 51766 Engelskirchen. Telefon 02263 831 81 und E-Mail [email protected], Sprechzeiten: Dienstag 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr, Donnerstag 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

 

Liane Rapp

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