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Das Branchentreffen um die Zukunft: Der Bundesverband der Erneuerbaren Energien lud zum Neujahrsempfang nach Berlin ein

Am 22. Februar lud der Bundesverband der Erneuerbaren Energien (BEE) zum Branchentreffen mit Preisverleihung. Neben branchenstarker Unternehmen und Fachverbänden war auch Peter Altmaier (CDU) anwesend.

Pressefoto / "obs/Quirin Privatbank AG/Sven Serkis"

Der Bundesverband der Erneuerbaren Energien setzt sich zusammen aus 48 Verbände und Unternehmen mit mehr als 30.000 Mitgliedern.

Neben den Führungskräften branchenstarker Unternehmen wie Enercon, Naturstrom waren auch Fachverbände wie der Fachverband Biogas anwesend. Das Zusammentreffen der ca. 1.300 Entscheider aus Politik, Energiewirtschaft und Zivilgesellschaft beim Neujahrsempfang diente als Forum, um über zentrale Themen der Branche zu diskutieren. Aktuell sind das die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Erneuerbaren Energien, sowie die Beschlüsse des GroKo Koalitionsvertrages und die Ziele 2020, 2030.

Immer wieder wurde bei der Veranstaltung von allen Seiten bekräftigt, dass der Ausbau des Stromsektors der Erneuerbaren Energien ist auf einem sehr guten Weg sei. 36% der inländischen Stromerzeugung wird bereits aus Erneuerbaren Energien gewonnen, damit sei das Ziel der Bundesregierung für 2020 bereits erreicht, meinten die Vertreter der Politik.  Allerdings betont die neue Präsidenten des BEE (ex-Grünen-Chefin), Simone Peter: „Wir müssen noch mehr tun, als die Ablösung der fossilen und atomaren Energie voranzutreiben. Wir müssen eine Alternative schaffen und die ist in den letzten Jahren vorangebracht worden: Erneuerbaren Energien in allen Bereichen.“ Peter spricht damit das Ziel an, auch den Bereich der Erneuerbaren Energien im Wärme- und Verkehrssektor auszubauen und diese zu koppeln, um den Klimaschutz zu stärken und innovativ voranzukommen. „Das ist das Ziel, deswegen stehe ich heute hier“, so Peter.

Trotz positiver Entwicklungen wurdenauch Problematiken angesprochen und mögliche Lösungen diskutiert. So wies auch der Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts, Peter Altmaier (CDU), auf das Problem der unzureichenden Stromleitungen und den dringend benötigten Netzausbau hin, denn obwohl enorm viel Energie in Norddeutschland produziert würde, käme er nicht da an wo er gebraucht wird: im Süden und Südwesten Deutschlands. „Es kann doch nicht so schwer sein!“, so der ehemalige Umweltminister und mahnt an, die Energiewende nicht zu einem deutschen Alleinstellungsmerkmal zu machen: „Der Umstand dass wir Windenergie und Photovoltaik inzwischen zu gewinnbringende Energiebereichen ausbauen konnten, macht diese Energien für viele Ländern rund ums Mittelmeer attraktiv. Altmaier: „Wir retten die Welt nicht alleine in Deutschland.“ Auch von der Unternehmensseite werden Kritikpunkte geäußert, wie die Bitte an die Politik eine Planungssicherheit für Unternehmen zu ermöglichen. Auch der Abbau bürokratischer Hürden wird erbeten, denn von über 1,5 Mio. regenerativen Kraftwerken gehört weit über die Hälfte den Menschen, also den Bürgern, und nicht den Konzernen. Die unüberschaubare Bürokratie schreckt die Bürger ab, erzeugten Strom zu vermarkten. Fehlende Innovation kann man der deutschen Erneuerbaren Energiebranche allerdings kaum vorwerfen, wie der Start-Up Pitch bewies. Dabei traten acht verschiedenen Start Ups gegeneinander an um den Titel des Innovativsten Unternehmens. Publikumssieger war Wohnwagon, mit ihrer erfolgreichen Weiterentwicklung des nachhaltigen, von Strom und Wasserversorgung unabhängigen Wohnraumes. Den Jurypreis ergatterte Anerdgy  mit smarten Dächern, die Strom aus Wind und Sonne generieren. Mehr Informationen unter: https://www.bee-ev.de/home/veranstaltungen/neujahrsempfang-2018

Nadine Krägeloh

 

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