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Das Coronavirus und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

In China ist eine neuartige Infektionskrankheit ausgebrochen und zieht ihre Kreise über die Kontinente. Lesen Sie hier, welche Folgen das für die deutsche und die globale Wirtschaft hat.

Anfang Dezember 2019 wurde – wahrscheinlich auf einem Markt im chinesischen Wuhan – ein Mensch mit einer neuen Variante des bereits bekannten Coronavirus infiziert. Überträger soll dabei eine kontaminierte Wildtierart gewesen sein, die die erste Person infiziert hat. Von dieser Person – die Mediziner sprechen vom so genannten „Patient Null“ – hat sich das Virus zunächst in der chinesischen Region verbreitet und ist inzwischen in der Welt angekommen. Business-On wird in den kommenden Wochen darauf eingehen, wie sich diese Pandemie auf die globale Wirtschaft auswirkt.

Zunächst jedoch eine Zusammenfassung der Ereignisse in Verbindung mit dem Coronavirus in den vergangenen drei Monaten. Der erste Patient mit einer neuartigen Lungenkrankheit wurde am 1. Dezember 2020 in eine Klinik der chinesischen Millionenmetropole Wuhan eingeliefert. Am 26. Dezember wird das Virus entdeckt, und kurz vor Jahresschluss gibt China die ersten Warnungen an die Welt hinaus.

Neuer Virus, neuer Name: SARS CoV-2

Dann wird relativ schnell herausgefunden, dass die bereits bekannten Lungeninfektionskrankheiten MERS und SARS nicht die Verursacher sind. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt dem neuen Virus den Namen SARS CoV-2. Die nach der Ansteckung mögliche Lungenerkrankung bezeichnen die Mediziner als „COVID-19“. Das Virus wird am ehesten in Form der Tröpfcheninfektion übertragen, also etwa durch Niesen oder Husten. Allein mit einem Gegenüber zu sprechen und minimale Partikel zu verstreuen reicht aus, die Viren zu übertragen. Die Symptome der Krankheit sind denen einer Grippe recht ähnlich. Starker Husten, Fieber und im heftigsten Fall eine Lungenentzündung können die Folgen sein. Nach einer möglichen Ansteckung treten die Symptome nach spätestens zwei Wochen auf.

Wobei eine Infektion nicht gleichbedeutend mit einer Krankheit ist. Kinder und Jugendliche können sich angesteckt haben, ohne davon etwas zu bemerken. Ältere und mit einer Krankheit vorbelastete Menschen sind höher gefährdet als junge Menschen. Außerdem trifft das Coronavirus eher Männer als Frauen. In den meisten Fällen ist der Verlauf der Krankheit wenig Besorgnis erregend. Im schlimmsten Fall kommt es zur Lungenentzündung, die natürlich auch tödlich verlaufen kann.

Immer aktuelle Zahlen beim Robert-Koch-Institut

In Deutschland hat das Robert-Koch-Institut alle Daten in Bezug auf das neue SARS CoV-2 Virus erfasst und sorgt regelmäßig für den aktuellen Stand. Stand 4. März 2020 ergibt sich folgendes Bild. In China sind mehr als 80.000 Menschen infiziert, 2.950 Menschen sind infolge der Krankheit gestorben. Weltweit gab es allerdings auch schon 48.250 Genesungen.

In der Bundesrepublik stellt sich die Situation so dar: Bis auf Sachsen-Anhalt ist in jedem Bundesland mindestens ein Fall von Corona-Erkrankung bekannt. In Nordrhein-Westfalen sind 103 Fälle gemeldet. Diese hohe Zahl lässt sich nicht allein darauf zurückzuführen, dass NRW das bevölkerungsreichste Bundesland ist. In erster Linie wurde das Virus auf einer von 300 Jecken besuchten Karnevalsveranstaltung in Heinsberg breit gefächert unter die Menschen gebracht. In der Folgezeit mussten fast 1.000 Menschen in Quarantäne, der kleine Ort Gangelt schien teils wie ausgestorben.

Aber diese Maßnahme ist zu weiten Teilen aufgehoben. Zwar hat das Virus inzwischen alle Kontinente erreicht, Australien meldet inzwischen 42 Fälle, in den USA sind es 128, und im großen Russland lediglich 3. Ein Grund, in Panik zu verfallen und sich mit Vorräten an Lebensmitteln und sonstigen Haushaltswaren einzudecken besteht nicht. Man sollte momentan größere Menschenansammlungen vermeiden, möglichst einen Sicherheitsabstand von zwei Metern zu seinem Gegenüber einhalten und sich vor allem häufig mit Seife die Hände waschen.

Zahlreiche Messen von Absagen betroffen

Apropos große Menschenansammlungen. Relativ schnell haben die Veranstalter großer Leitmessen auf die Entwicklungen reagiert und Messen abgesagt. Oder aber, sie wurden von den örtlichen Behörden dazu aufgefordert. In Köln machte die KölnMesse bei der Internationalen Eisenwarenmesse einen Rückzieher. Zu der Messe hatten sich etwa 3.000 Aussteller angemeldet, darunter 1.200 aus China. Auch mit einem hohen Besucheranteil aus dem asiatischen Raum war zu rechnen. „Die Koelnmesse trägt damit der sich in jüngster Vergangenheit zunehmend verschärfenden weltweiten Lage rund um das Auftreten des Corona-Virus Rechnung“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der KölnMesse.

In Berlin trifft es die größte Reisemesse der Welt, die Internationale Tourismusbörse ITB wurde gecancelt. Hier hatte allerdings das Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf mit strengen Auflagen dafür gesorgt, dass rund 10.000 Aussteller aus 180 Ländern ihre Zelte gar nicht erst aufbauen dürfen. Auch 160.000 erwartete Gäste müssen ihren Koffer in Berlin zu einem späteren Zeitpunkt abholen. Dr. Christian Göke, CEO der Messe Berlin GmbH, sagte: „Die ITB Berlin ist mit mehr als 10.000 Ausstellern aus über 180 Ländern für die weltweite Tourismusbranche von herausragender Bedeutung. Wir nehmen unsere Verantwortung für die Gesundheit und die Sicherheit unserer Gäste, Aussteller und Mitarbeiter sehr ernst. So blicken wir schweren Herzens auf die jetzt notwendig gewordene Absage der ITB Berlin 2020.“

Die Berlin Messe GmbH als Veranstalter rechnet mit einem Verlust von 180 Millionen Euro. „Hotels, Gaststätten, dem Handel und dem Taxi-Gewerbe werden beträchtliche Umsätze entgehen“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder. Im kommenden Jahr ist die ITB auf den 10. bis 14. März terminiert.

Aktualisiert um 09:39 Uhr

 

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