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Wirtschaftslexikon

Controlling – Unternehmensbereiche planen, steuern und kontrollieren

Der Bereich des Führungssystems Controlling umfasst Planung, Steuerung und Kontrolle aller unternehmerischen Bereiche. Hier werden Daten des Rechnungswesens und andere Daten zusammengefasst. Ziel ist es, die Geschäftsführung und führungsverantwortliche Stellen zu unterstützen, um schließlich bestehende betriebliche Prozesse zu verbessern.

Der Bereich des Führungssystems Controlling umfasst Planung, Steuerung und Kontrolle aller unternehmerischen Bereiche. Hier werden Daten des Rechnungswesens und andere Daten zusammengefasst. Ziel ist es, die Geschäftsführung und führungsverantwortliche Stellen zu unterstützen, um schließlich bestehende betriebliche Prozesse zu verbessern.

Zu den Verbesserungsmöglichkeiten gehört, den Gewinn des Unternehmens zu sichern und zu vermehren. Dabei ist die Hauptaufgabe die Überwachung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Steuerungsinstrumente konzeptioniert und betrieben, Informationsflüsse gelenkt und Analysen der Ergebnisse durchgeführt.

Die fünf Aufgaben eines Controllers

Der Controller übernimmt zum einen Planungsaufgaben. Dazu gehören zeitliche Koordinierungen von Teilplänen und die Erstellung der Planungsunterlagen. Schließlich wird das Budget festgelegt, welches für das Zielvorhaben benötigt wird. Im Controlling geht es zweitens um Informationen. Der Controller muss also betriebsrelevante Steuerungsinformationen an die Führungskräfte weitergeben. Die Kennzahlen sollten zudem übersichtlich und verständlich dargelegt werden. Um den Geschäftsverlauf besser überprüfen zu können, muss der Controller drittens Steuerungsaufgaben übernehmen. Damit ist die Einflussnahme auf Entscheidungen über die Betriebsführung gemeint. Schließlich übernimmt der Controller auch Koordinations- und Rationalitätssicherungsaufgaben. Diese Aufgaben umfassen den Aufbau eines entscheidungsorientierten Rechnungswesens.

1. Die Planungsaufgaben

Das Controlling arbeitet mit der obersten Führungsebene zusammen. Dabei führt es die verschiedenen Teilziele der einzelnen Bereiche zu einem gemeinsamen Zielsystem zusammen. Dieses System stellt die Ausgangsbasis für die gesamte Budgetierung dar. Hier werden die Maßnahmen und die notwendigen Ressourcen für die Zielerreichung festgelegt. Die inhaltliche Planung liegt dabei in den Händen der einzelnen Führungskräfte der Teilbereiche.

Wichtige Aufgaben, die das Controlling in diesem Zusammenhang übernimmt, sind:

  • die Erstellung von Planungsunterlagen
  • die zeitliche Koordination von Planungsschritten
  • die Überprüfung der von Führungskräften erstellten Teilpläne auf ihre Zielkonformität
  • die Fixierung und Dokumentation der Planwerte

2. Die Informations- und Dienstleistungsaufgaben

Der Controller ist darüber hinaus für die Organisation des Berichtswesens zuständig, das er zu einem breiten Management-Informationssystem ausbaut. Dazu zählt vor allem die permanente Übermittlung von wirtschaftlichen Steuerungsinformationen an die Geschäftsführung. Wichtig sind hierbei Zielgrößen wie Rentabilität, Deckungsbeiträge und der Gewinn. Dabei greift das Controlling auf die vom Rechnungswesen bereitgestellten Daten zurück. Diese werden dann anhand der Planung zu benutzerorientierten Management-Berichten aufgearbeitet.

Darüber hinaus liefert das Controlling Kennzahlensysteme, mit denen betriebliche Entscheidungen fundiert werden können. So kann zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Vorhabens beispielsweise der Kapitalwert herangezogen werden.

Verschiedene Controlling-Instrumente

Zuerst unterscheidet man bei der Betrachtung der einzelnen Controlling-Instrumente die Arten „Operatives Controlling“ sowie „Strategisches Controlling“. Das operative Controlling ist etwas kurzfristiger angelegt. Hier geht es um Erlöse, Kosten und Qualität. Instrumente sind Kosten-, Investitions-, Qualitäts- und Zeitmanagement. Für die langfristige Planung eignet sich das strategische Controlling, bei dem das Erfolgspotential im Vordergrund steht. Instrumente sind hier die Unternehmens- und die Umfeldanalyse.

Die historische Entwicklung des Controllings

Die Entwicklung des modernen Controllings hat sich im Zuge der Entwicklung privatwirtschaftlicher Unternehmen vollzogen. Frühe Controlling-Konzepte sind dabei vor allem in US-amerikanischen Verkehrs- und Industrieunternehmen entstanden. Aus dieser Zeit stammen auch ältere Synonyme wie Controllership und Comptroller. Sie machen noch einmal deutlich, dass das Controlling seine Ursprünge im klassischen Rechnungswesen hat. Auch der französische Neologismus Comptroller hat hier seinen Ursprung.

Ein weiterer wichtiger Zeitpunkt war das Jahr 1973. Hier entstand der erste Lehrstuhl für Controlling an der Technischen Hochschule Darmstadt.

 

Christian Weis

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