Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

Unternehmensinsolvenzen steigen um 0,7 Prozent –Trendwende eingeläutet?

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres wurden mit 15.200 Unternehmensinsolvenzen etwas mehr Insolvenzfälle registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als es noch 15.090 Firmenpleiten waren. Dass der Anstieg mit 0,7 Prozent recht moderat ausfällt, ist vornehmlich der robusten Binnenkonjunktur und der lebhaften Entwicklung des Bausektors und des Verarbeitenden Gewerbes geschuldet.

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres wurden mit 15.200 Unternehmensinsolvenzen etwas mehr Insolvenzfälle registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als es noch 15.090 Firmenpleiten waren. Dass der Anstieg mit 0,7 Prozent recht moderat ausfällt, ist vornehmlich der robusten Binnenkonjunktur und der lebhaften Entwicklung des Bausektors und des Verarbeitenden Gewerbes geschuldet.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist um 1,4 Prozent zurückgegangen: von 51.520 im Vorjahr auf aktuell 50.800 Fälle. Die Zahl der Insolvenzen ist insgesamt von 79.780 auf 78.900 Fälle gefallen. Die Zunahme der Unternehmensinsolvenzen konnte insgesamt durch die gesunkene Zahl der Privatinsolvenzen ausgeglichen werden.

Insolvenzschäden steigen deutlich

Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch Unternehmensinsolvenzen entstanden ist, hat im Vergleich zum Vorjahr markant zugenommen. So ist im ersten Halbjahr 2012 ein finanzieller Schaden von 16,2 Mrd. Euro entstanden. In den ersten beiden Quartalen des Vorjahres waren es lediglich 10,4 Mrd. Euro gewesen. Dabei spielten nicht zuletzt die Großinsolvenz von Schlecker und die in Schieflage geratene Solarindustrie eine tragende Rolle. Von den 16,2 Mrd. Euro entfallen 4,6 Mrd. Euro auf die öffentliche Hand. 11,6 Mrd. Euro müssen die privaten Gläubiger tragen. Damit haben private Gläubiger pro Insolvenzfall im Durchschnitt 763.000 Euro verloren (Vorjahr: 484.000 Euro).

150.000 Arbeitsplätze von Insolvenz bedroht

Neben den Schäden für Kreditgeber und Lieferanten müssen bei der Betrachtung des anfallenden volkswirtschaftlichen Schadens auch die Beschäftigten insolventer Unternehmen berücksichtigt werden. Durch die Insolvenz ihres Arbeitgebers müssen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres rund 150.000 Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz fürchten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als es noch 110.000 bedrohte Arbeitsplätze waren, entspricht dies einem Anstieg von 36,6 Prozent. Durch die gestiegene Zahl an Großinsolvenzen entfällt mehr als die Hälfte des voraussichtlichen Stellenabbaus (52,0 Prozent) auf größere Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten. Dagegen ist der Anteil der Betriebe mit bis zu 20 Beschäftigten von 41,3 auf 28,9 Prozent gesunken.

NRW mit höchster Insolvenzquote

Die Insolvenzquote unterscheidet sich je nach Bundesland stark. Die höchste Insolvenzquote errechnet sich für Nordrhein-Westfalen mit 185 Insolvenzfällen je 10.000 Unternehmen. Zum Vergleich: Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg, die einen ähnlich starken Unternehmensbestand aufweisen, verzeichnen mit 51 bzw. 61 eine vergleichsweise geringe Insolvenzquote.

Insolvenzzuwächse bei Handel und Dienstleistern

der Unternehmensinsolvenzen um 8,9 Prozent auf 2.160 Fälle (Vorjahr: 2.370 Fälle). Im Verarbeitenden Gewerbe wurde ebenfalls ein Rückgang registriert: In den ersten sechs Monaten in 2012 wurden 1.200 betroffene Betriebe gezählt, nachdem es im vergangenen Jahr noch 1.260 Unternehmen waren – ein Minus von 4,8 Prozent. Ganz anders stellt sich die Situation im Handel und im Dienstleistungssektor dar. Vor allem die Händler hatten ein schwieriges erstes Halbjahr: Hier stieg die Zahl der insolventen Händler um 7,9 Prozent von 2.910 Fällen im Vorjahr auf aktuell 3.140 Fälle. Deutlich geringer fiel der Zuwachs bei den Dienstleistern aus: Im Dienstleistungssektor wurde mit 8.700 Insolvenzfällen eine Zunahme von 1,8 Prozent notiert (Vorjahr: 8.550 Fälle).

Zahl der größeren Insolvenzen nimmt zu

Im ersten Halbjahr verlagerte sich das Insolvenzgeschehen hin zu mittleren und großen Insolvenzen. Die Zahl der Insolvenzen unter Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro ist um 33,3 Prozent gestiegen. Im letzten Jahr hatten nur 60 Großunternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es schon 80 Insolvenzfälle in dieser Umsatzgrößenklasse. Auch die Zahl der Insolvenzfälle bei den Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 25 und 50 Mio. Euro stieg um 33,3 Prozent (2012: 80 Fälle; 2011: 60 Fälle). Der gestiegene Anteil der mittleren und großen Unternehmen am Insolvenzgeschehen spiegelt sich auch in den Beschäftigtengrößenklassen wider. So nahm der Anteil der größeren Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten von 0,7 Prozent im Vorjahr auf aktuell 0,9 Prozent zu. Dennoch entfallen nach wie vor die meisten Insolvenzen auf die Kleinstbetriebe, die bis zu fünf Personen beschäftigen: 79,5 Prozent der Insolvenzen betrafen im abgelaufenen Halbjahr Betriebe mit weniger als sechs Mitarbeitern (Vorjahr: 79,2 Prozent).

Junge Betriebe mit höherer Insolvenzquote

Bei der Betrachtung des Unternehmensalters der insolventen Betriebe war von Januar bis Juni zu beobachten, dass insbesondere die Insolvenzquoten der jungen Betriebe gestiegen sind. Die Insolvenzquote in der Altersgruppe der drei- bis vierjährigen Unternehmen stieg von 116 auf 127 Insolvenzen je 10.000 Betriebe. Dagegen ist die Insolvenzbetroffenheit der etablierten Unternehmen (Gründung vor neun bis zehn Jahren) von 64 auf 60 Insolvenzfälle je 10.000 Unternehmen gesunken.

Quelle: Creditreform Köln

 

Anzeige

News

Marcus Diekmann, Geschäftsführer Rose Bikes und Gründer von „Händler helfen Händlern“: „Corona ist schlimm, Menschen werden krank, Menschen sterben und wir müssen das Leben...

IT & Telekommunikation

Neun WLAN-Router bekannter Hersteller fanden sich kürzlich unter Laborbedingungen im Sicherheitstest wieder – mit verheerenden Ergebnissen im Bereich IT Security: Insgesamt 226 potenzielle Sicherheitslücken...

News

Dank der auf Hochtouren laufenden Wirtschaft und des stetig zunehmenden Personalmangels rechnen viele deutsche Fachkräfte mit finanziellen Vorteilen im kommenden Jahr: Über die Hälfte...

Finanzen

Der Trend, sich über mobile Trading-Plattformen Zugang zu den Finanzmärkten zu eröffnen und Geld in Aktien, ETFs, CFDs oder Kryptowährungen zu investieren, hält an....

News

Wer über seinen Arbeitgeber eine Entgeltumwandlung abgeschlossen hat, kann sich im neuen Jahr freuen: Ab 1. Januar 2022 muss der Chef den Vertrag bezuschussen...

Kredit Kredit

News

Laut einer aktuellen Analyse von Creditreform Rating, eine der führenden europäischen Ratingagenturen, erfährt die Weltwirtschaft trotz der sich in vielen Regionen wieder verschärfenden Covid-19-Pandemie...

Threema als sichere Alternative zu Whatsapp & Co.?

Threema Messenger

Viele Menschen nutzen die Kurznachrichtendienste Whatsapp oder Telegram zur Kommunikation. Allerdings gibt es inzwischen sichere und bessere Alternativen wie den Schweizer Messenger Threema auf dem Markt.

ZIM Förderung

ZIM Förderung

ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Weitere Beiträge

HR-Themen

Menschen sind soziale Wesen, die in harmonischer Interaktion mit anderen stehen möchten. Deshalb wächst auch das Bedürfnis nach Gesprächen über Persönliches am Arbeitsplatz, denn...

News

Corona als Entwicklungsbeschleuniger Der Wandel in der Arbeitswelt war schon vor Corona ingang, doch wie bei so vielen anderen gesellschaftlichen Entwicklungen auch hat die...

HR-Themen

Eine falsche Körperhaltung während des Sitzens bei der Arbeit und mangelnde Bewegung führen mit der Zeit in vielen Fällen zu Rücken- und Nackenbeschwerden. Durch...

News

Bereits 1450 löste Johannes Gutenberg mit der Erfindung des Buchdrucks eine Revolution aus. Im Laufe der Zeit wurden die Druckmaschinen stetig weiterentwickelt. Die Drucktechnologien...

News

Die Weihnachtstage rücken näher, doch die vorweihnachtliche Stimmung ist getrübt. Pandemiebedingte Einschränkungen lassen lieb gewonnene Weihnachtsbräuche verblassen. Welchen Einfluss all diese Veränderungen auf das...

News

COVID-19 hat das Nutzungsverhalten der europäischen Bankkunden nachhaltig verändert. 42 % der befragten Europäer gaben an, seitdem Finanztransaktionen häufiger online oder via App abzuwickeln,...

News

Das Covid-19-Virus hat die Wirtschaft stark getroffen. Etliche Unternehmen diverser Branchen sind durch Corona zugrunde gegangen oder überleben momentan lediglich durch Staatsgelder. Aber es...

News

„Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos“, ist ein Leitspruch, der Albert Einstein zugesprochen wird. Ob er sich dabei jedoch auf...

Anzeige
Send this to a friend