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IT & Telekommunikation

Digitale Transformation: Logistikbranche ist Vorreiter in Sachen Digitalisierung

Die Logistikbranche gilt als Innovationstreiber in Sachen Digitalisierung. Wie weit die Transformation der Branche tatsächlich fortgeschritten ist, ergründet der aktuelle Digitalisierungsindex Mittelstand der Telekom. Unser Artikel gibt Einblicke.

Die Logistikbranche gilt als Innovationstreiber in Sachen Digitalisierung. Wie weit die Transformation der Branche tatsächlich fortgeschritten ist, ergründet der aktuelle Digitalisierungsindex Mittelstand der Telekom. Unser Artikel gibt Einblicke.

Bildrechte: Flickr LKW im Modell Thomas Kohler CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Logistikbranche ist überdurchschnittlich stark digitalisiert

Die Branche Logistik und Verkehr erreicht im Digitalisierungsindex Mittelstand 2018, einer inzwischen zum dritten Mal von der Telekom in Auftrag gegebenen Studie, mit 61 von 100 möglichen Indexpunkten ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis. Davor rangieren lediglich noch die Finanzdienstleister (64 Punkte) sowie die Informations- und Kommunikationstechnik (63 Punkte). Diese Branchen stünden „dem Wandel aufgeschlossen gegenüber“, heißt es von der Telekom. Sie hätten zudem bereits früh Erfahrung mit einschlägigen Teilbereichen wie der Automatisierung gemacht. Befragt wurden rund 2.500 kleine und mittelständische Unternehmen. In die Gesamtbewertung des Transformationsfortschritts flossen folgende Bereiche ein: Kundenbeziehung und Service, Produktivität im Unternehmen, digitale Geschäftsmodelle sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.

Als Schlüsseltechnologie machte die Studie die Sensorik aus: Flotten werden rund um den Erdball dank Lösungen wie der Lkw-Ortung von Verizon Connect getrackt. Auch wird beispielsweise digital überwacht, welche Temperatur in Tiefkühlcontainern herrscht und welche Route am effizientesten zum Ziel führt. 45 Prozent der Unternehmen haben solche Systeme zur Echtzeit-Überwachung im Warenversand bereits implementiert, weitere 37 Prozent der Befragten arbeiten daran. 40 Prozent setzen auf eine Vernetzung der Fahrzeuge, um sie zentral steuern und überwachen zu können. Dementsprechend gaben 53 Prozent der befragten Unternehmen jener Branche an, dass die Digitalisierung „fester Bestandteil der Geschäftsstrategie“ sei. Das ist ein Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Hauptziel der Digitalisierungsbemühungen war es 2018, die Produktivität weiter zu steigern.

Digitalisierung in der Logistik lohnt sich

Dass sich Investitionen in die Digitalisierung des Geschäftsmodells rechnen, zeigt ein Vergleich zwischen den Digital Leadern der Branche und den übrigen Unternehmen. Die Digital Leader zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit 91 Indexpunkten ganze 30 Punkte über dem Branchendurchschnitt rangieren. So sind 80 Prozent der Digital Leader mit ihrem Absatz des vergangenen Jahres zufrieden. Unter den restlichen Unternehmen der Branche sind es lediglich 66 Prozent. Mit dem Umsatz sind 67 Prozent der Digital Leader zufrieden, die übrigen Mittelständler zu 56 Prozent. Auch zeichnet sich durch die Digitalisierung eine Beschleunigung der Auftragsabwicklung sowie eine bessere Neukundengewinnung ab: Während 70 Prozent der Digital Leader mit der Dauer der Abwicklung zufrieden sind, liegt der Branchendurchschnittlich lediglich bei 59 Prozent. Bei der Neukundengewinnung führen die Digital Leader mit einer Zufriedenheit von 67 Prozent gegenüber 57 Prozent.

Herausforderungen: Cloud-Computing und Mitarbeiterschulung

Doch abgeschlossen ist der Prozess der Digitalisierung auch in der Vorreiterbranche Logistik noch nicht – ganz im Gegenteil. Der kürzlich durchgeführte erfolgreiche Straßentest eines gänzlich autonomen Schwerlast-Lkws in Shanghai deutet an, wo die Reise hinführen könnte. Laut des Branchenmagazins Logistra liegt auch im Cloud-Computing noch viel ungenutztes Potential für die Branche. Nur 32 Prozent der Unternehmen setzen diese Technologie bereits ein. Das ist insofern problematisch, da sie die Basistechnologie für neue Geschäftsmodelle rund um Big Data und deren Analyse darstellt: „Big-Data-Analysen tragen direkt zur Wertschöpfung bei. Unternehmen, die Daten zu kapitalisieren wissen, sind die wirtschaftlich erfolgreicheren“, zitiert Logistra Björn Weidenmüller, den Vertriebsleiter für Großkunden der Telekom.

Eine weitere Herausforderung für die Zukunft wird es sein, die Mitarbeiter im Unternehmen gezielt zu schulen. Bisher tut das laut des Digitalisierungsindexes nur jedes zweite Unternehmen und auch nur für Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter. Doch gerade in Zeiten schwerwiegender Phishing-Angriffe via E-Mail muss jeder Mitarbeiter in die Verantwortung gezogen und umfassend zum Thema IT-Sicherheit geschult werden. Auch der kompetente Umgang mit digitalen Geräten und Arbeitsmaterialien will gelernt sein. „Optimal qualifiziert“ sehen jedenfalls erst 44 Prozent der befragten Logistikunternehmen ihre Mitarbeiter.

Die vollständige Studie zur Digitalisierung in der Logistikbranche steht online zum Download zur Verfügung.

 

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