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25 Jahre nach Unglück: Düsseldorf Airport ist wegweisend beim Brandschutz

(v.l.): Rolf Tups, Vorsitzender des Flughafen-Aufsichtsrates, OB Dr. Stephan Keller, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Thomas Schnalke, Vorsitzender der Flughafen-Geschäftsführung

Gestern jährte sich das Brandunglück am Düsseldorfer Flughafen zum 25. Mal. Damals verloren 17 Menschen ihr Leben, über 80 wurden zum Teil schwer verletzt. Die Geschehnisse des 11. April 1996 nahm der Flughafen Düsseldorf als Verpflichtung, dass sich ein solches Ereignis nie wiederholen wird und richtungweisende Sicherheitsmaßstäbe im Brandschutz zu setzen.

Flughafengeschäftsführer Michael Hanné, der die damaligen Geschehnisse als Leiter des Terminalmanagements erlebte: „Dieses tragische Ereignis ist tief im Bewusstsein des Flughafens verankert. Es wird immer Teil unserer Geschichte sein und wir stehen in der Verantwortung, dass es sich nie mehr wiederholt. Bei der Planung und dem Bau der neuen Terminalgebäude haben wir deshalb neueste Systeme aus dem Bereich des vorbeugenden Brandschutzes verwirklicht und damit richtungsweisende Sicherheitsmaßstäbe gesetzt.“

Der Düsseldorfer Flughafen ist heute Vorreiter beim Brandschutz in öffentlichen Gebäuden. Zahlreiche Maßnahmen wie das Verbot bestimmter Baustoffe und die grundsätzliche Reduzierung brennbarer Materialien, verschärfte Anforderungen an Klima- und Lüftungsanlagen, die Installation von Entrauchungsanlagen, um Rettungswege rauchfrei zu halten oder auch Brandfallsteuerungen der Aufzüge fanden Eingang in landes- und bundesrechtliche Bauvorschriften. Heute ist der Düsseldorfer Airport im Vorbeugenden Brandschutz technisch weiterhin auf dem neuesten Stand.

Carsten Wenz, Leiter des Brandschutzmanagements am Airport, erläutert: „Wir haben in unseren Gebäuden eine moderne Brandmeldeanlage, die eventuelle Brandherde frühzeitig erkennt und automatisch die Flughafenfeuerwehr alarmiert. Dabei hilft eine automatische Löschanlage, Brände bereits im Anfangsstadium zu bekämpfen und einzugrenzen. Da der Schutz der Menschen bei uns an erster Stelle steht, führen Fluchtwege auf dem kürzesten Weg ins Freie und Aufzüge fahren im Brandfall automatisch eine sichere Etage an.

Die Alarmierung erfolgt über flächendeckende Sprachansagen. Unsere Entrauchungsanlage stellt in allen öffentlichen Bereichen sicher, dass Rauch aus den Gebäuden ins Freie abgeführt wird und die Rettungswege frei sind. Wir schreiben unser Brandschutzkonzept regelmäßig fort, um bei allen baulichen Maßnahmen technisch auf dem neusten Stand zu bleiben und eine hohe Sicherheit zu gewährleisten.“

Am 25. Jahrestag des Brandunglücks gedachten Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst, Oberbürgermeister Stephan Keller und Vertreter des Flughafens im Gedenkraum des Airports den Opfern des Brandes abseits der Öffentlichkeit. Um 15:31 Uhr gab es am Flughafen eine Durchsage, die Fluggäste, Mitarbeiter und Besucher um eine Schweigeminute für die Opfer bat. Zu dieser Uhrzeit ging am 11. April 1996 der erste Alarm bei der Flughafenfeuerwehr ein.

Der Jahrestag wurde – auch in Absprache mit den Angehörigen – seit dem zehnjährigen Jahrestag in aller Stille und nicht mehr im öffentlichen Rahmen begangen. Wie bereits in den Jahren zuvor stand der Gedenkraum auch in diesem Jahr ausschließlich den Angehörigen der Opfer zur Verfügung.

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