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Events & Sport

Schwitzen unter freiem Himmel: Mehr Sportgeräte ins öffentliche Grün!

Alte Händler-Weisheit: Stimmt das Angebot, folgt meist die entsprechende Nachfrage. Das gilt auch für den Sport. Denn wo sich die Möglichkeit bietet, ohne finanziellen oder sonstigen Aufwand aktiv zu sein, wird das Angebot auch genutzt – wie zwei Beispiele vom Mittelmeer und von der Ostsee zeigen.

Plga Meier-Sander / pixelio.de

Valencia ist die drittgrößte Stadt Spaniens, liegt direkt am Mittelmeer und bietet auf einem ehemaligen Flussbett mitten in der City einen der größten Stadtparks Europas. Das Besondere: Überall in der Stadt – direkt am Strand ebenso wie in den zahlreichen Grünflächen – steht ein riesiges Angebot öffentlich zugänglicher Sport- und Fitnessgeräte bereit. Ob Crosstrainer, Trimmfahrrad oder Drehscheibe für die Armkoordination, ob Liegerad, Armtrainer oder Trampolin – alle Geräte sind robust, in technisch einwandfreiem Zustand, gepflegt – und vor allem frei und kostenlos zugänglich.

Und siehe da: Die Geräte werden von Einheimischen und Besuchern ausgiebig genutzt, gerade auch von jenen Altersgruppen, die man sonst in keinem Fitness-Studio antrifft. Anscheinend ermuntert allein die Anwesenheit von Sportgeräten dazu, sich regelmäßig körperlich zu betätigen.

Die Ostsee macht’s Valencia nach

Dass dieser Hang zum Outdoor-Sport nichts mit dem besseren spanischen Wetter zu tun hat, zeigen einige Ostsee-Bäder in der Lübecker Bucht. Auch hier wurden ebenso robuste wie frei zugängliche Trimmgeräte entlang der Strandpromenade montiert, und auch hier gibt es viele Hobby-Sportler, die das kostenlose Angebot gerne und ausgiebig nutzen. (Dass die Geldquelle, mit der auch solche Einrichtungen finanziert werden, mittlerweile sprachlich von der „Kurtaxe“ zur „Tourismusbeitragsabgabe“ mutierte, ist eine andere Geschichte.)

Die Idee, Menschen mit öffentlichen Sportgeräten in körperliche Wallung zu bringen, ist per se ja nicht neu. Man denke nur an die Trimm-Trab-Welle der 70-er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Damals schossen so genannte Trimm-Parcours an allen Ecken und Enden und vor allem in den Wäldern aus dem Boden.

Einige Rest-Exemplare dieser Trimm-Parcours haben überlebt, und noch immer fragt sich der Freizeit-Sportler, warum er hier über abgesägte Baumstämme grätschen oder mit klobigen Holzscheiten hantieren soll. Was, bitteschön, hat das mit zeitgemäßem Sport zu tun?

So schweift der Blick gen Mittelmeer und gen Ostsee mit dem Hinweis, dass es auch anders geht. Gerade entlang der Düsseldorfer Rheinpromenade gibt es viele Stellen, an denen die Stadt (vielleicht finanziert durch Krankenkassen oder andere Sponsoren) entsprechende Trimmgeräte aufstellen könnte. Die sehen nicht nur gut aus, sondern würden auch bestens ins Portfolio der Sportstadt Düsseldorf passen.

Motto: Öffentlicher Sport ohne Meerblick, dafür aber mit Weitsicht.

 

Wolfram Lotze

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