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Neue Firmenzentrale – Schmuckstück am Rhein

Alltourschef Willi Verhuven hält Wort. Die neue Firmenzentrale am Mannesmannufer sollte ein städtebauliches Juwel werden und sich in das vorhandene Ensemble einfügen, versprach er vor einigen Monaten als er die Umzugspläne vom Dreischeibenhaus an den Rhein sowie die Neubauidee vorstellte.

alltours

Werden die nun präsentierten Pläne realisiert, behält er recht und es entsteht ein außergewöhnlicher „Hingucker“ an einer der schönsten Promenaden Deutschlands – und natürlich auch an einer der begehrtesten.

Dabei wurde der Siegerentwurf dem Konzernchef nicht gerade auf dem Tablett serviert: „In der ersten Runde gab es keinen passenden Entwurf.“ Und auch nach dem zweiten Anlauf sei es nicht besser gewesen.

Letztendlich machten aber die Düsseldorfer Architekten von HPP das Rennen. Volker Weuthen, HPP: „In der Schlussphase haben wir uns wöchentlich getroffen. Das Objekt war eine städtebauliche Herausforderung, da es an der Schnittstelle zwischen Tradition und Moderne steht.“

Auf dem Papier kann sich der Entwurf jedenfalls sehen lassen. Der Neubau erstreckt sich über acht Etagen und besteht aus drei voneinander getrennten Häusern: Büro- und Verwaltungsgebäude, Eigentumswohnungen und altersgerechtes Wohnen und Pflegen, letzteres eine Herzenssache Verhuvens.

Zum Büro- und Verwaltungsgebäude: Hier entstehen auf 12.500 Quadratmeter Räumlichkeiten für bis zu 650 Mitarbeiter (schließlich will alltours noch wachsen), denen einiges geboten wird. Zum Beispiel ein Restaurant (für die Kalorien), einen eigenen Fitnessraum (gegen die Kalorien), eine Chill-Out Area und all das auf der achten Etage mit einer Rundumterrasse und kostenfreiem, traumhaften Blick über den Rhein.

Außerdem wird ein firmeneigener Kindergarten samt Spielplatz im begrünten Innenhof eingerichtet.

Kernstück der zweigeteilten Gebäudestruktur ist das Atrium, das bis zum Dach reicht und vom Eingang an der Berger Allee quer durch das Gebäude einen Blick auf die gegenüber liegende Promenade und den Rhein erlaubt.

100 Stellplätze sind es in der Tiefgarage geplant, bei weitem nicht genug für Mitarbeiter und spätere Wohnungseigentümer. Doch Verhuven setzt neben der E-Mobilität („Wir gehen zur reinen Elektrik.“) bei seinen Mitarbeitern auf Carsharing und öffentliche Verkehrsmittel, eben Nachhaltigkeit.

Ein weiteres bedeutendes Anliegen des Firmengründers war von Beginn an die Integration von altersgerechtem Wohnen und der Pflege in dem neuen Komplex. Auch das ist laut Planung gelungen. So entstehen 28 Wohnungen und zwölf Pflegeplätze. Eine Intensivpflegestation wird ebenso eingerichtet wie „Räumlichkeiten, um gegen die Vereinsamung zu arbeiten“, so Verhuven. Die Pflegestation bietet ihre Leistung zukünftig auch für Nachbarn in der näheren Umgebung an.

Ende 2021 soll die Firmenzentrale fertiggestellt sein und die derzeit 400 Mitarbeiter müssen ihre Koffer packen, um in den rund 90 Millionen Euro teuren Neubau umzuziehen. Wobei ein Teil der Kosten durch den Verkauf von Eigentumswohnungen mitgetragen werden. Denn das ist der dritte Teil-Aspekt. Neben der Zentrale entstehen mit Blickrichtung Rhein 23 Eigentumswohnungen in der Größe von 65 bis 245 Quadratmeter. Geschätzter Quadratmeterpreis? Noch nicht bekannt, nur „sehr teuer“, wie Verhuven verschmitzt lächelnd hinzufügt.

Besonders erfreulich ist ein weiteres eingehaltenes Versprechen Verhuvens: es wird kein alles überragendes Alltours-Logo in Richtung Rhein geben, dort wird überhaupt kein Firmenschriftzug leuchten. Verhuven: „Das Haus ist zu schön, um es mit Werbung zuzupflastern.“ Flagge soll stattdessen neben der Eingangspforte an der Berger Allee ebenerdig gezeigt werden.

Achja, eine Adresse „Alltours-Platz“ steht ebenfalls nicht zur Diskussion. „Berger Allee hört sich doch sehr gut an“, so Willi Verhuven.

Wie gesagt, der Alltourschef steht zu seinem Wort.

 

Manfred Fammler

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