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Finanzen

Bundesregierung plant Reform für Riester-Rente

Das staatlich geförderte Altersvorsorge-Modell der Riester-Rente ist in den letzten Jahren immer mehr in Verruf geraten. Kritiker sahen in dem Riester-Modell eher eine Subventionierung der Versicherungsindustrie als eine Unterstützung der Versicherten. Aus diesem Grund hat sich die Bundesregierung für eine Reform entschieden.

Das staatlich geförderte Altersvorsorge-Modell der Riester-Rente ist in den letzten Jahren immer mehr in Verruf geraten. Kritiker sahen in dem Riester-Modell eher eine Subventionierung der Versicherungsindustrie als eine Unterstützung der Versicherten. Aus diesem Grund hat sich die Bundesregierung für eine Reform entschieden.

In aktuellen Studien wurden die zu hohen Kosten und die zu geringen Renditen der Riester-Rente kritisiert. Die Zulagen werden verschwendet – so die einhellige Meinung. Bei den Versicherten und potenziellen Neukunden herrscht dadurch aber Verunsicherung. Um das Riester-Modell wieder attraktiv zu machen, startet die Bundesregierung nun eine Vertrauensoffensive.

Beipackzettel für Riester-Sparer

Damit Sparer die verschiedenen Vertragsarten leichter unterscheiden können, hat die Bundesregierung sogenannte Beipackzettel geplant. Die Versicherungsbranche erhält genaue Vorgaben für die Informationsblätter. In dem Beipackzettel sollen Details zu den Abschlusskosten und den zu erwartenden Renditen stehen. Die Verbraucherorganisation Bund der Versicherten (BDV) kritisiert an dem neuen Konzept aber, dass eher die Fachleute von der größeren Transparenz profitieren. Die neu geschaffene Bürokratie sei überflüssig.

Eine weitere Neuerung ist, dass die Kosten für den Anbieterwechsel begrenzt werden sollen. Das Bundesfinanzministerium plant, dass nur noch höchstens 50 Prozent des übertragenen Kapitals bei der Kalkulation für die Vertriebs- und Abschlusskosten berücksichtigt werden sollen. Vorsorge-Sparer sollen zudem größere Mengen von der Steuer absetzen können. Die Grenze von bisher 20.00 Euro im Jahr wird auf 24.000 Euro jährlich angehoben.

In Deutschland wurden bislang 15,6 Millionen Riester-Verträge unterzeichnet. Die Politik distanziert sich zunehmend von dem Produkt. Darüber hinaus weist das Arbeitsministerium einen Einbruch im Bestandszuwachs für das aktuelle Quartal nach.

 

Christian Weis

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