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Beschäftigung in Düsseldorf auf Allzeithoch

Im vergangenen Jahr stand der Arbeitsmarkt in Düsseldorf unter einem guten Stern. Die gute Situation der Unternehmen hat sich auch positiv auf die Arbeitslosigkeit ausgewirkt. Im März gab es sogar ein Allzeithoch bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Ein große Herausforderung ist aber die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.

Agentur für Arbeit Düsseldorf / Agentur für Arbeit Düsseldorf

„Von der guten Auftrags- und Ertragslage der Düsseldorfer Unternehmen im letzten Jahr profitierten die Menschen in unserer Region. Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe war das gesamte Jahr über hoch. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreichte einen neuen Rekord. Parallel ging damit die Arbeitslosigkeit weiter zurück. Auch bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit haben wir sichtbare Erfolge. Angebot und Nachfrage passen aber nicht immer qualitativ und quantitativ zusammen. In einigen Berufsfeldern stellen wir einen zunehmenden Fachkräfteengpass fest“, fasst Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf, die Entwicklung im letzten Jahr zusammen. Mit über 72 Millionen Euro werden Arbeitsagentur und Jobcenter gemeinsam im neuen Jahr Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchende fördern. „Nachdem die Flüchtlingszuwanderung inzwischen zurückgegangen ist, stellt sich nun die Herausforderung der Integration der anerkannten beziehungsweise geduldeten geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt“, sagt Ingo Zielonkowsky, der Leiter des Düsseldorfer Jobcenters.

Noch nie so viele Menschen in Düsseldorf beschäftigt

Seit 2011 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stetig gestiegen und hatte Ende März 2016 mit knapp 399.800 Personen ein neues Allzeithoch erreicht. Das waren gut 11.300 oder rund drei Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit lag die Zunahme über dem Landes- und dem Bundesdurchschnitt. Allerdings profitierten Arbeitslose nur zum Teil von dem Beschäftigungsaufbau, weil ihre Profile nicht immer zur Arbeitskräftenachfrage passten. Die Zahl der beschäftigten Deutschen erhöhte sich im Jahresvergleich um 7.404 auf 349.761 (plus 2,2 Prozent). Bei den ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stieg die Beschäftigung um 3.837 Personen oder gut acht Prozent an. Im Jahresvergleich nahm die Beschäftigung von Männern stärker zu als bei Frauen. Insgesamt waren 210. 852 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 6.313 oder gut drei Prozent mehr als vor einem Jahr. Ende März 2016 waren 188.908 Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 4.954 oder knapp drei Prozent mehr im Vergleich zum Jahr davor. Sowohl Teilzeit- als auch Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse nahmen weiter zu.

Arbeitslosigkeit stabil unter dem Vorjahresniveau

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahr 2015 setzte sich in 2016 weiter fort. Der Markt war und ist für qualifizierte Kräfte aufnahmefähig – vom Fachhelfer bis zum Akademiker. Monat für Monat lag die Zahl der Arbeitslosen unter den Vorjahreswerten. Am Jahresende waren 23.973 Menschen arbeitslos gemeldet, 79 weniger als im November und 1.912 weniger als vor einem Jahr. Mit rund 25.300 Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt erreicht Düsseldorf den niedrigsten Wert seit 2005. In diesem gesamten Zeittraum verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um über 11.600 Menschen. Wie im November betrug die Arbeitslosenquote auch am Jahresende 7,4 Prozent. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 8,1 Prozent.

Integrationsbemühungen für Flüchtlinge

Rund 3.200 geflüchtete Menschen befinden sich zurzeit in Integrationskursen und beruflichen Vorbereitungsmaßnahmen. „Das Erlernen der deutschen Sprache bleibt die Grundvoraussetzung für die weiteren Integrationsschritte, und man muss den Menschen dafür auch die Zeit geben. Für eine Ausbildung oder eine qualifizierte Tätigkeit sind gute Sprachkenntnisse unabdingbar“, so Zielonkowsky. Je nach Zielgruppe und beruflichen Vorkenntnissen haben Arbeitsagentur und Jobcenter im Laufe des letzten Jahres mit den Partnern des Netzwerkes „Flüchtlinge und Arbeitsmarktintegration“ spezifische Angebote entwickelt, wie zum Beispiel Kompetenzfeststellung in Zusammenarbeit mit den Düsseldorfer Betrieben, Betriebspraktika, Förderangebote für junge geflüchtete Menschen, Nachholen eines Schulabschlusses und berufsbezogene Qualifizierungen für Jüngere, die nicht mehr der allgemeinen Schulpflicht unterliegen, sowie Qualifizierungen für Berufe im Handwerk. Im Laufe des neuen Jahres dürften rund 1.500 diese Lehrgänge beenden und stehen dann dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zur Verfügung.

Aktuell werden rund 4.600 Menschen aus den Ländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien im Integration Point betreut. Mehr als die Hälfte der Menschen kommen aus Syrien. Drei Viertel aller gemeldeten Geflüchteten sind Männer, und ein gutes Drittel ist im Alter unter 25 Jahren. „Gerade diese junge Zielgruppe kann zum Teil die demografische Lücke schließen, die in naher Zukunft durch die zunehmenden Übertritte der Düsseldorfer Beschäftigten in den Ruhestand entsteht. Auf lange Sicht ist die Zuwanderung ein Gewinn für unseren Arbeitsmarkt“, so Zielonkowsky. 130 Menschen haben bislang eine Beschäftigung aufgenommen oder starteten mit einer beruflichen Ausbildung. Insbesondere fanden sie ihren beruflichen Einstieg im Handwerk und in der Gastronomie.

 

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