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Fürs Klima kämpft jeder für sich allein

Vor einiger Zeit warnte der Autor Alev Dogan in der Rheinischen Post, die „Fridays for Future“-Bewegung könnte die Unterstützung in der Gesellschaft verlieren, wenn sie weiter durch SUV-Mobbing statt durch politische Forderungen für den Klimaschutz auffalle.

Fridays for future Deutschland

Der Autor hat, wie viele andere auch, das Prinzip der neuen Klimaschutz-Bewegung rund um Greta Thunberg nicht verstanden. Die Schüler*innen folgen nicht politischen Strategien. Den jungen Aktivisten ist Marketing-Kalkül weitgehend fremd. Greta und ihre Mitstreiter sagen einfach nur klipp und klar, was sie bewegt – und was sie wollen.

Jeder befeuert den Klimawandel

Dazu gehört im Einzelfall auch das öffentliche Mobbing vom SUV-Fahrer*innen. Denn genau darum geht es der Bewegung: Jeder einzelne Bürger gehört zu jenen, die das Klima kaputt machen und den Klimawandel befeuern. Die Politik soll dafür sorgen, dass sich das ändert – aber auch der einzelne Bürger.

Leider haben viele Medien und Politiker nicht den Mut, das klar auszusprechen. Wenn nicht jeder einzelne verzichtet, wird es nicht klappen mit dem Kampf gegen den Klimawandel. Nur wenn sich alle beteiligen, wenn sich wirklich jeder angesprochen fühlt, hat die Welt noch eine Chance. Für die Wissenschaft ist es bereits 5 vor 12. Jeder muss persönlich danach handeln.

Klimaschutz nur für andere

Wenn das den Menschen in Deutschland und im Rest Welt endlich klar wird, könnte es allerdings tatsächlich passieren, dass die „Fridays for Future“-Bewegung viele Anhänger verliert. Denn selbst in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich kaum jemand, der bereit ist, auf die Vorzüge unserer Zivilisation aktiv zu verzichten.

Das beginnt bei dem Verzicht auf das eigene Auto und endet noch lange nicht mit der Einschränkung beim Verzehr von Fleisch, Änderung der Heizgewohnheiten, der Absage an eine Flugreise in den Urlaub oder der Verwendung von Plastikverpackungen.

Ein Jahr mal nicht fliegen

Ich selbst habe vor zwei Jahren den eigenen Wagen abgeschafft. Nutze nur noch Bus und Bahn und immer seltener Carsharing-Wagen. Auf Flugreisen wollte ich in diesem Jahr komplett verzichten. Das kann sich jeder zu Silvester fürs nächste Jahr vornehmen!

Ganz habe ich das nicht geschafft. Kürzlich bin ich von Düsseldorf nach Zürich (und zurück) geflogen und von da aus mit dem Zug nach Kostanz am Bodensee gefahren. PR-Termin für mein Buch „Ohne jede Spur. Wahre Geschichten von vermissten Menschen“.

Mehr Weniger für das Klima

Weniger ist mehr. Das ist für viele nur eine Vorgabe für den Staat und für die anderen. Die meisten fühlen sich in der Regel nicht persönlich angesprochen. Sollten sie aber.

Das ist das Dilemma beim Klimawandel. Der ist nur durch jeden einzelnen von uns, durch ganz persönlichen Verzicht, wirklich wirksam zu bekämpfen. Man kann ruhig mal stolpern, aber jeder von uns muss den Kampf gegen den Klimawandel jeden Tag im Blick haben.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…
                      Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

 

Peter Jamin

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