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Ich geh zum Coach – und was passiert dann?

Um Coaching ranken sich mittlerweile viele Geschichten und – beinahe schon Mythen. Coaching scheint ja (fast) alles lösen zu können und das auch noch schnell. Nur ein paar Stunden, oder gar sogar nur eine Sitzung beim Coach – und schwupps, das Problem ist gelöst… Oder doch nicht? Was passiert denn nun wenn man zum Coach geht?

Um Coaching ranken sich mittlerweile viele Geschichten und – beinahe schon Mythen. Coaching scheint ja (fast) alles lösen zu können und das auch noch schnell. Nur ein paar Stunden, oder gar sogar nur eine Sitzung beim Coach – und schwupps, das Problem ist gelöst… Oder doch nicht? Was passiert denn nun wenn man zum Coach geht?

Zunächst einmal kommt es etwas darauf an, wie der Coach arbeitet. Klassischerweise hört er Ihnen zunächst einmal zu und gibt Ihnen Zeit und Raum, Ihr Thema, Ihr Anliegen, Ihr Problem auszubreiten. Er versucht, auch durch Nachfragen, zu verstehen, was Sie gerade durchmachen und erleben. Seine Rolle ist nicht, Ihnen einen Ratschlag zu geben, wie sie es besser machen sollen. Das würde nicht unbedingt funktionieren, auch wenn Sie sich das vielleicht wünschen oder wenn Sie glauben, der Coach weiß „es“ vielleicht besser und kann Ihnen einfach sagen, was sie anders machen sollen. Aber genau das wird er nicht tun!

Er wird aber auch nicht irgendetwas tun, das dann magischerweise dazu führt, dass sich die Menschen (oder Gegebenheiten) ändern, mit denen Sie sich gerade herumärgern, oder dass sich ansonsten irgendetwas einfach so verändert. Auch das kann der Coach nicht. Er ist kein Fernheiler. Etwas verändern können letztlich nur Sie selbst . 

Sein Verhalten ändern, um Probleme zu lösen

Ihr verändertes Verhalten wird Auswirkungen haben, auf Sie selbst und auch auf  „die Anderen“. Sie verstehen vielleicht endlich durch das Coaching , was da eigentlich gerade passiert und dass Sie  und  nur Sie etwas anders machen können oder anders denken können; dass Sie sich verändern können; dass das überhaupt möglich ist und dass sie somit, Ihre Probleme selber lösen können.

Und der Coach hilft Ihnen, Ihre Ziele zu definieren und sich klar darüber zu werden, welches die Schritte zur Erreichung sind. Er hilft Ihnen zu entdecken, welche Fähigkeiten und Ressourcen Sie haben, um Ihre Probleme zu lösen. Dabei stellt er vor allem Fragen, er lässt sie aber auch Dinge aufschreiben oder  aufmalen. Er setzt Übungen und Instrumente ein, um Ihnen zu helfen besser zu verstehen, was passiert. Er schreibt vielleicht Stichworte auf Karten und legt diese auf den Fußboden und bittet Sie, sich darauf zu stellen und im Körper zu spüren, wie sich das anfühlt, dort zu stehen. Klingt merkwürdig? Ja, aber ist äußerst wirkungsvoll.

Viele Varianten und Instrumente

Vielleicht bittet er sie auch, sich auf einen Stuhl zu setzen, einem leeren Stuhl gegenüber und sich vorzustellen, dass vielleicht die Person, mit der Sie einen Konflikt haben dort sitzt ; und dann bittet er Sie, aufzustehen und sich auf den Stuhl des andern zu setzen und so quasi in den anderen hinein zu schlüpfen und einmal zu spüren, was dieser spürt. Klingt unwahrscheinlich? Funktioniert aber!  Vielleicht packt der Coach auch Spielfiguren aus und lässt Sie Situationen oder Beziehungen wie auf einer Bühne aufbauen. Oder er bittet sie einen beliebigen Gegenstand mitzubringen und ihn als Symbol zu nutzen.

Die Vielfalt der Instrumente ist groß. Manchmal fragt ein Coach nur, in der Regel wird er aber irgendeine Übung mit Ihnen machen, die Ihnen etwas sagen soll (und in der Regel auch wird). Er wird darauf achten, dass es Ihnen gut geht, manchmal aber kann es auch sehr emotional werden. Nicht selten berühren wir als Coaches auch heikle Themen und lassen Sie nicht ausweichen, auch wenn es schwierig auszuhalten ist. Sie erfahren vielleicht Dinge über sich, die sie nicht geglaubt hätten.

Ein Stück Klärung – und im besten Fall die Lösung

Aber stets geschieht ein Stück Klärung, und wenn das Coaching gut läuft, kommt eine Lösung zustande. Wichtig ist aber immer, dass Sie als Kunde/Klient/Coachee  mit einem guten Gefühl aus dem Coaching gehen und dass Sie bereit sind, an sich selbst zu arbeiten. Manchmal aber kann auch ein Coaching ein Problem nicht lösen. Wir sind eben auch „nur“ Coaches und keine Zauberer.

Literaturtipp: Unterhaltsam und schön verständlich kann man die Arbeit von Coaches bei Sabine Asgodom nachlesen: „Die Frau, die mal eben ihr Gehalt verdoppelte…“

In der nächsten Folge: Beraten Sie noch oder coachen Sie schon? – Warum brauchen Berater Coachingkenntnisse?

 

Do Fritzsche

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