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Browser-Plugin gegen politische Manipulation

Die Bundestagswahl rückt näher und damit auch die Gefahr politischer Manipulation über soziale Netzwerke. Der Brexit und die US-Präsidentschaftswahl haben gezeigt, wie gerade über Facebook Wähler massiv beeinflusst werden können. Damit sich das bei der anstehenden Bundestagswahl nicht wiederholt, hat die Düsseldorfer Werbeagentur Grey für Orange by Handelsblatt, dem jungen Portal des Wirtschaftsverlages, ein Browser-Plugin entwickelt, das eine solche Manipulation verhindert soll, indem es die digitale Filterblase platzen lässt: den Data Corrupter.

Grey / Orange by Handelsblatt / Grey / Orange by Handelsblatt

Auf Facebook sorgen Algorithmen dafür, dass in den Timelines der User nur solche News angezeigt werden, die Facebook aufgrund des bisherigen Onlineverhaltens als interessant für den Nutzer erachtet. So entsteht eine selbsterschaffene Filterblase, die die eigene bestehende Meinung bestärkt und kontroverse Sichtweisen ausblendet. Datenanalysten können zudem anhand von gesetzten Likes ein psychologisches Profil jedes Nutzers erstellen. Dieses wird dazu verwendet, um Dark Posts auszuspielen. Dabei handelt es sich um Facebook Posts, die gezielt die Erwartungshaltung des Nutzers bedienen und ihn so empfänglicher für die Botschaft machen. Diesen Mechanismus, die sogenannte datengetriebene Verhaltensänderung, könnten sich – wie in den USA und Großbritannien nach Aussage von Datenanalyse-Firmen bereits geschehen – auch Parteien in Deutschland zu nutzen machen. Genau das soll der Data Corrupter nun verhindern. Denn jedes Mal, wenn ein Nutzer auf Facebook einen Post liked, addiert der Corrupter automatisch eine Vielzahl weiterer, zufällig ausgewählter Likes. Dem Nutzer selbst und seinem sozialen Netzwerk werden diese nicht angezeigt, für Analysten sind die Daten damit jedoch unbrauchbar.

Zeichen gegen Manipulation

„Micro-Targeting ist kein neues Thema. Wenn es jedoch mit psychometrischen Systemen angereichert wird und so zum „Werkzeug“ für politische und manipulatorische Botschaften wird, verstößt das gegen unser Grundverständnis“, so Frank Dopheide, verantwortlich für Orange by Handelsblatt. Für die Medienmarke Handelsblatt, die beim GPRA-Vertrauensindex den besten Wert 2016 erhielt, sind die Themen Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit und objektive Berichterstattung von höchster Bedeutung. Vertrauen erhält ein Medium nur dann, wenn es sauber und nachvollziehbar recherchiert und Fakten objektiv darstellt. Um diesen Arbeitsethos in Zeiten von Fake-News-Vorwürfen auch in die digitale Welt zu übertragen und besonders die junge Generation für diese Form der Manipulation zu sensibilisieren, will Orange by Handelsblatt mit dem Data Corrupter nun ein Zeichen setzen.

„Wir möchten mit der Kampagne auf zwei zentrale Probleme – die Existenz der Filterblase sowie die gezielte Manipulation für politische Zwecke – nicht nur aufmerksam machen, sondern auch eine wirkliche Lösung anbieten. Uns ist natürlich klar, dass man mit den Programmierern von Google, Facebook und Co. nicht einfach so mithalten kann. Daher wird das gesamte Projekt später in ein Open Source Thema verwandelt. Es ist also der erste Stein, der ins Wasser geworfen wird und Wellen schlägt,“ sagt Fabian Kirner von Grey Germany.

Der Data Corrupter steht ab sofort im Chrome Web Store sowie über die Website TheDataCorrupter.org zum Download bereit.

 

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