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Auf der Leipziger Buchmesse – im Frühling ein Weihnachtsbuch bestellen

Vier Tage lang Leipziger Buchmesse – was lernt man daraus? Unser Kolumnist hat zwei Bücher an einem eigenen Stand vorgestellt und die Flyer dazu bei der Buchmessewanderleseschar getestet. Mit einem guten Gefühl ist er heimgekehrt.

jamin

Was würden die Leipziger nur ohne ihre Buchmesse machen. Im Frühjahr würde die Stadt unter einer extremen Buchleere leiden. Denn während der Buchmesse gibt es rund 3000 Lesungen und Vorträge und aus ganz Deutschland kommen Buchautoren, Buchhändler, Verleger und natürlich Leserinnen und Leser, um die vielen, vielen tausend Büchern zu sichten, die in den Messehallen präsentiert werden.

Leipzig war an diesen Buchtagen eine hochexplosive Mischung aus Intellektuellen, Verlagsmanagern und Manga-Fans. 

Mit meinen Büchern stand ich in der Halle fünf, einer echten Autoren-Messehalle, in der es auch Bühnen für Autorenweiterbildung, Buchblogger-Treffpunkte, alternative Leseforen gab und vor allem auch eine Autoren-Lounge mit bestem Cappuccino und sympathischem Mitarbeiterinnen gab. Während in den anderen vier Hallen die Autoren nur auf Stippvisite vorbeikommen und sich für eine Stunde ihr Publikum packen und zu Käufern ihre Bücher machen möchten, hatte ich in diesem Jahr eine eigenen Ausstellungsfläche am Autoren-Gemeinschaftsstand. Das bedeutet: Vier Tage lang hat man von morgens 9 Uhr bis abends 18 Uhr eine wandernde Leserschaft vor Augen. Mit zum Teil irren Blicken und fahrigen Bewegungen nehmen Sie Besitz von allem, was man ihnen anbietet: Bücher, Lesungen, Kugelschreiber, Händedruck, Jutetaschen, Flyer und Autorenautogramme. 

Wer wie ich wissen möchte, welche Bücher besonders gut ankommen, sollte seinen Plakaten, Büchern und vor allem den Flyern und Broschüren am eigenen Stand vertrauen.

Ich bot zwei Flyer zur Auswahl. Zum einen machte ich Werbung für meinen neuen „Vermisst-Ratgeber für Angehörige“. Dieses Buch richtet sich an eine spezielle Zielgruppe und fand darum natürlich nur ein überschaubares Interesse bei der Buchmessewanderleserschar.

Außerdem warb ich für ein etwas anderes Weihnachtsbuch „Lauschangriff an Heiligabend“, das bei mir unter der Mailadresse [email protected] vorbestellt werden kann und ab Herbst ausgeliefert wird. In dem Flyer (siehe oben links) fordere ich die Leser auf, sich schon jetzt für das Weihnachtsbuch (Hardcover, 60 Seiten, Verkaufspreis 12,90 Euro, Lieferung nach Wunschtermin ab September 2015) zu entscheiden.

Die Vorschau gibt es online

Der Clou: Man kann sich ein Musterbuch mit vorläufigem Inhalt als eBook unter www.neobooks.com ansehen, wenn man auf deren Startseite die Begriffe „Peter Jamin“ und “Lauschangriff an Heiligabend” in die Suchmaske eingibt. Wer will, kann sich das eBook für 3,99 Euro kaufen oder aber nur die Lesevorschau ansehen.

Die Schmuckdesignerin und Illustratorin Lynne Philippé, deren Schmuckstücke übrigens in ihrem Düsseldorfer „Atelier hinter Indien“ zu sehen und zu kaufen sind, hatte als Flyer eine witzig-wunderschöne Postkarte gestaltet. Auf der Leipziger Buchmesse der Renner. 

Innerhalb weniger Tage war fast die komplette Auflage von 500 Exemplaren vergriffen. Und das ohne Zwang. Im Gegensatz zur Kollegen, die jedem Vorübergehenden ihren Flyer mit Verkäuferblick in die Hand drückten, setzte ich auf die Wirkung der Flyer: Der Interessent musste sich ein wenig demütig bücken, um von einem Stapel auf einem kleinen Schränkchen am Stand den Flyer zu nehmen.

Das belegt, dass man mit gut gestalteten und auch ein wenig humorvollen Werbemitteln sehr gut für ein Buch werben kann. Wer über das Weihnachts-Buch oder den Vermisst-Ratgeber mehr erfahren möchte, sollte sich auf meiner Internetseite umsehen. 

Für mich hat sich die Leipziger Buchmesse gelohnt. Ich weiß nun, dass das Weihnachtsbuch ein kleiner Renner werden wird. Mit seinen humorvollen Texten und den witzigen, manchmal sehr schrägen Illustrationen ist es ein anderes Weihnachtsbuch als die üblichen Herz-& Schmerz-Geschichten, die Autoren sonst ihren Lesern zum Weihnachtsfest bieten. 

Darüber hinaus bin ich mir nun sicher, dass es das gedruckte Buch noch lange geben wird – es wird mich vermutlich überleben, obwohl ich ja sogar 100 Jahre alt werde. 

Denn nach einem Bericht des Düsseldorfer „Handelsblatt“ zur Buchmesse wächst der E-Book-Umsatz viel langsamer als erwartet. Gerade mal 4,3 Prozent aller Erlöse werden laut Börsenverein des deutschen Buchhandels mit E-Books in Deutschland gemacht. Im Jahr zuvor waren es 3,9 Prozent. Auch die Zielgruppe der elektronischen Bücherleser wachse nur im Schneckentempo. Nur 3,9 Millionen aller deutschen Bücherleser kauften im vergangenen Jahr ein E-Book. 2013 waren es 3,4 Millionen Menschen.

Ich werde also weiterhin auch gedruckte Bücher machen und die Möglichkeiten der digitalen Bücher nutzen. Schließlich lese ich gerne Bücher auf meinen iPad vor allem, wenn ich auf Reisen bin.

Letzte Bemerkung: Schade, dass es hier am Rhein keine Buchmesse gibt. Wäre es nicht toll, wenn auch in Düsseldorf 3000 Buchlesungen innerhalb von fünf Tagen in Düsseldorf stattfänden? Eine Stadt im Blätternrausch der Bücher…

Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…
                                                       Ihr Peter Jamin

Unser Autor ist Schriftsteller, Journalist und als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte von Unternehmen und Werbe- und PR-Agenturen tätig. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation der Publizist in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren immer wieder aufmerksam macht.

 

Peter Jamin

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