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Die Zukunft des Autofahrens – keine Verkehrssünden mehr

Wer sieht, was vollautomatisch fahrende Pkws à la Tesla bereits heute können, wird nachvollziehen, dass unser Kolumnist von einer Tesla-Zukunft träumt, in der es keine Raser und Drängler mehr gibt.

jaminFoto

Ich freue mich darauf, wenn es in hoffentlich nicht mehr ferner Zukunft flächendeckend vollautomatisch fahrende e-Autos wie den Tesla gibt. Denn dann endlich beginnt das Zeitalter des stressfreien Autofahrens.

Endlich gibt es keine Drängler mehr auf der Autobahn, denn die Teslas der Zukunft können nicht drängeln, sondern halten grundsätzlich einen Sicherheitsabstand ein. Vorgaben zu Höchstgeschwindigkeiten – gleich ob 130 auf der Autobahn oder 30 in der Anliegerstraße – werden selbstverständlich beachtet.

Überhaupt: In der Tesla-Zukunft gibt keine Verkehrsunfälle mehr. Autos rammen keine Straßenbahnen und Radfahrer, rasen nicht versehentlich in ein Wohnzimmer oder aus Trotteligkeit in ein Straßencafé.

Radwege werden nicht mehr zugeparkt, Parkverbote am Straßenrand befolgt, denn die vollautomatischen Pkw werden eine Verkehrsverbote und –regeln beachtende Software haben.

Man wird nicht mehr um einen Parkplatz streiten müssen und darüber, wer den freien Parkplatz als erster gesehen und ihn als erster erreicht hat – die Teslas suchen sich selbstständig einen freien Parkplatz und überlassen höflich dem anderen Tesla die Vorfahrt.

Nie mehr wird ein Pkw bei ROT über die Ampel fahren, nie mehr ein Stoppschild missachtet. Vor Zebrastreifen hält ein Vollautomatischer selbstverständlich rechtzeitig an und zwinkert mit dem Abblendlicht der Fußgängerin freundlich zu.

Besoffen fahren wird auch kein Autofahrer mehr, denn die Zukunft-Teslas riechen die Alkohol-Fahne und streiken – ganz einfach.

Als Fluchtwagen bei Banktresor-Crashs wird das Fahrzeug auch nicht mehr mitspielen – bei einer defekten Karosserie bleibt das Fahrzeug automatisch am Straßenrand stehen und ruft die Polizei. Auch Fahrerflucht nach einem Unfall wird es nicht mehr geben, weil die automatische Wegfahrsperre in solchen Fällen eingeschaltet wird.

Straßenrennen, bei denen meist jugendliche Fahrer mit Höchsttempo durch die Straßen von Köln oder anderen Großstädten rasen und Radfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer töten, gibt es dann nicht mehr: Die Tesla-Generation der Pkw beteiligt sich – dank eines Anti-Straßenrennen-Gens – nicht an diesen wilden Aktionen.

Es wird eben mit den vollautomatisch fahrenden Pkws auf Deutschlands Straßen eine absolut friedliche Verkehrswelt: Manche Menschen werden während der Autofahrt am Straßenrand Blumen pflücken, andere sich mit der eingebauten Nespresso-Maschine am Armaturenbrett einen frischen Starbucks-Cappuccino brauen oder in der Mikrowelle neben dem Restlenkrad ein frisches Baguette fürs Frühstück aufwärmen.

Und eines Tages werden wir alle nicht mehr in Wohnungen, sondern in unseren Autos leben – essen, schlafen, fernsehen, Zeitung lesen, arbeiten und auch Liebe machen, während uns der Tesla2030 an unseren Arbeitsplatz, zum Kindergarten, zur Schule oder in den Urlaub fährt oder uns nachts ganz einfach in den Schlaf schaukelt.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…
                                      Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

 

Peter Jamin

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Peter Jamin
Peter Jamin

Peter Jamin arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte – neben Kolumnen und Artikeln – mehr als 30 Bücher zu gesellschaftlich relevanten wie unterhaltsamen Themen. Darüber hinaus arbeitete er als Autor und Regisseur von Fernsehdokumentationen und -serien. Etliche Bücher schrieb er als Ghostwriter prominenter Zeitgenossen. Mit seinem Schwerpunktthema „Vermisst“ befaßt er sich seit rund 30 Jahren; unterhält auch ein „Vermisstentelefon“ zur Beratung von Angehörigen Verschwundener. Ausgezeichnet wurde Jamins Arbeit u.a. mit dem „GdP-Stern“ der Gewerkschaft der Polizei „in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen“. Infos zum Autor unter jamin.de.

Bildquellen

  • Peter Jamin: Michael Seelbach
  • Milo Moire: Peter Palm
  • Peter Jamin im Maintower Kriminalreport mit Moderator Robert Hübner: Hessischer Rundfunk / Screenshot by Peter Jamin
  • jamin_corona_video_bundesregierung_anton_lehmann: Screenshot by Peter Jamin / Bundesregierung
  • jamin_corona: Peter Jamin / Peter Jamin
  • jamin_terror: Screenshot by Peter Jamin / Facebook-Video von Unbekannt
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