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Opfer von Straftaten – Hier gibt es Hilfe

Die Polizeistatistik weist jährlich bundesweit rund 200.000 Fälle von Gewaltkriminalität auf. Unser Kolumnist hat in der Vergangenheit Sachbücher über die Opfer in unserer Gesellschaft geschrieben und gibt – aus aktuellem Anlass – Tipps, wo Opfer Hilfe bekommen können.

jamin

Johann Wolfgang von Goethe wusste, dass „die Menschen nur dazu da sind, einander zu quälen und zu morden“. So sei es – so der Dichter – von jeher gewesen, so ist es, so wird es allzeit sein.

Unsere Polizei drückt sich da klarer aus: Die Anzahl der polizeilich erfassten Fälle von Gewaltkriminalität belief sich nach Feststellung des Bundeskriminalamtes im Jahr 2015 auf rund 181.000 erfasste Fälle.

Wer Opfer einer Straftat wird, erstattet anschließend Anzeige bei der Polizei. In der Regel ermittelt man hier den Sachverhalt und – wenn er Glück hat – erhält das Opfer darüber hinaus noch eine gute Beratung durch einen so genannten Opferschutzbeauftragten der Polizei.

Bei ihnen erhalten Opfer und ihre Angehörigen fachkompetente Auskunft zu allen Fragen rund um das Thema Opferschutz und Opferhilfe. Diese Polizeiberater sind Teil des Opferhilfenetzwerks und helfen bei einer Vermittlung an professionelle Opferhilfeeinrichtungen.

Unter diesem Link finden Sie die Opferschutzbeauftragten in Nordrhein-Westfalen.

Doch leider ist die Zahl dieser Experten zu gering, so dass viele Opfer und ihre Angehörigen auf eigene Initiativen angewiesen sind.

In jüngster Zeit wurde ich auf zwei Fälle in meiner näheren Umgebung aufmerksam. In meinem Wohnstadtteil Düsseldorf-Oberkassel wurde an einem Sonntagmorgen ein Mann schwer verletzt und bewusstlos aufgefunden. Freunde vermuteten, dass er nachts von Unbekannten überfallen worden war. Und eine Facebook-Freundin vom Niederrhein beklagte, dass einem Bekannten, einem 27-jähriger Zuwanderer aus Afghanistan, nach einem feigen Überfall durch sechs unbekannte Männer zunächst nicht umfassend geholfen worden war.

Für beide Opfer hatte ich einige Tipps parat, die ich hier gerne auch noch einmal niederschreiben möchte, denn niemand ist davor gefeit, selbst einmal ein Opfer etwa durch einen Überfall zu werden.

Wer Opfer einer Straftat geworden ist. sollte sich an den Weißen Ring wegen einer Beratung wenden. Er hilft Kriminalitätsopfern kostenlos und bietet zudem in der Regel auch einen Scheck für eine Erstberatung durch einen Anwalt: Der Link

Auch steht einem Kriminalitätsopfer in vielen Fällen für die Abwicklung des Verfahrens ein so genannter Opferanwalt zu – auf Kosten des Staates.

Der Link zu weiteren Informationen:.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Opfer auch eine finanzielle Unterstützung zum Beispiel in Form einer Rente erhalten.
Informationen gibt es hier.

Eine kostenlose Beratung bietet zu allen Fragen, die sich einem Opfer stellen, auch die Hanauer Opferhilfe bundesweit. Die Online-Beratung gibt es hier.

Ich hoffe für Sie, dass Sie nie in die Verlegenheit kommen, auf Hilfe dieser Art angewiesen zu sein. Aber falls Sie doch einmal Opfer einer kriminellen Handlung werden, dann vergessen Sie nicht, dass Sie ein Recht auf richtige Unterstützung haben. Und wenn Sie ein Opfer kennen oder einem begegnen, dann geben Sie ihm unbedingt meine Tipps weiter.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…
                                                  Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

 

Peter Jamin

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Peter Jamin
Peter Jamin

Peter Jamin arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte – neben Kolumnen und Artikeln – mehr als 30 Bücher zu gesellschaftlich relevanten wie unterhaltsamen Themen. Darüber hinaus arbeitete er als Autor und Regisseur von Fernsehdokumentationen und -serien. Etliche Bücher schrieb er als Ghostwriter prominenter Zeitgenossen. Mit seinem Schwerpunktthema „Vermisst“ befaßt er sich seit rund 30 Jahren; unterhält auch ein „Vermisstentelefon“ zur Beratung von Angehörigen Verschwundener. Ausgezeichnet wurde Jamins Arbeit u.a. mit dem „GdP-Stern“ der Gewerkschaft der Polizei „in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen“. Infos zum Autor unter jamin.de.

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