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Terror durch Meinungsforscher – wieder hat jemand meine Telefonnummer verkauft

Telefonnummern sind nicht nur für die Provider gutes Geld wert. Unser Kolumnist merkt sofort, wenn jemand seine Telefonnummer verkauft hat.

Telefonnummern sind nicht nur für die Provider gutes Geld wert. Unser Kolumnist merkt sofort, wenn jemand seine Telefonnummer verkauft hat.

Irgendjemand hat wieder einmal meine Telefonnummer verkauft. Ich merke das daran, dass ich vermehrt Anfragen von Meinungsforschungsinstituten und anderen Umfrage-Agenturen erhalte.

Vor einigen Tagen begann es mit einer Frage zur Krise in der Ukraine, dann wollte jemand wissen, ob ich meine Hemden selbst bügeln würde und schließlich fragte noch jemand an, welchen Wein ich gerne trinke.

Bei solchen Anrufen klingeln bei mir alle Alarmglocken. Telefonterror ist für die nächsten Tage angesagt.

Denn die Agenturen, die solche Umfragen durchführen, geben sich nicht mit einem vergeblichen Anruf zufrieden. Wenn man den Anruf nicht annimmt, werden Anfrageversuche zu unterschiedlichen Zeiten gestartet. Morgens um 8 Uhr, abends kurz vor der Tagesschau und gerne auch mal samstagmittags zur Essenszeit.

Die Umfrage-Agenturen erkannt man in der Regel daran, dass ihre Vorwahlnummern aus den hinterletzten Orten Deutschland stammen und dass sie nie ein Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Wer sicher gehen will, kann die Telefonnummer auch im Internet-Browser eingeben – da listet man die Telefonnummern und diskutiert über die Störtelefonierer.

Ich empfinde diese Telefongespräche schon als starke Belästigung. Plane ich gerade meinen Urlaub in der Karibik, holte mich eine Frage nach den Pegida-Demonstrationen wieder in den Osten Deutschlands zurück. Koche ich gerade ein leckeres Abendessen für meine Freunde, fragt man mich nach meinem bevorzugten Reinigungsmittel fürs WC.

Ich sage: Was geht das die anderen Leute an! 

Normalerweise schalte ich ja schon das Telefon ab, sobald ein Anrufer eindringlich fragt, als wollte er mich bei einer Lüge erwischen: Sind Sie Herr Peter Jamin?

Ich antworte dann immer: Was wollen Sie?

Worauf der Anrufer wie ein Computer wiederholt: Sind Sie Herr Peter Jamin?

Spätestens jetzt funktioniert meine Telefonterrorabwehr – und ich beende das Gespräch ohne Abschiedsgruß.

Habe ich mal einen guten Tag, frage ich sogar noch einmal: Was möchten Sie?

Dann beende ich aber endgültig das Gespräch. Der Rest ist übrigens Routine: Ich gebe die Telefonnummer des Anrufers, die man ja inzwischen im Display des Telefons erkennen kann, in die Liste der gesperrten Nummern meines Routers ein. 

Dann ist Ruhe bis wieder jemand meine Telefonnummer verkauft – oder einfach unter einer anderen Telefonnummer anruft. Die Telefonterroristen werden wir nicht mehr los. Vielleicht sollten wir doch die Telefone ab- und die alten Trommeln wieder anschaffen.

Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…
                                                       Ihr Peter Jamin

Unser Autor ist Schriftsteller, Journalist und als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte von Unternehmen und Werbe- und PR-Agenturen tätig. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation der Publizist in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren immer wieder aufmerksam macht.

 

Peter Jamin

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