Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

In der Region herrscht Hochkonjunktur

In Düsseldorf und am Mittleren Niederrhein herrscht Hochkonjunktur. Im Vergleich zum Spätsommer 2017 melden die Unternehmen der Region eine noch einmal verbesserte Geschäftslage. Besser war die Lagebewertung der Betriebe zuletzt im Spätsommer 2007.

IHK Düsseldorf

Die Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein haben rund 750 Unternehmen mit 75.000 Beschäftigten zu ihrer aktuellen konjunkturellen Einschätzung befragt. „Besonders erfreulich ist, dass die Unternehmen mehr als noch im vergangenen Herbst darauf vertrauen, dass diese Hochkonjunkturphase weiter anhält und sich die Lage sogar noch verbessern könnte“, sagt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Mit 49 Prozent bezeichnet knapp jeder zweite Betrieb seine Geschäftslage als „gut“. Nur neun Prozent der Unternehmen melden eine schlechte Geschäftslage. Damit ist die aktuelle Lageeinschätzung noch einmal positiver als im Herbst 2017. „Dies liegt insbesondere an der Industrie“, erklärt Steinmetz. „Die Auslandsnachfrage hat in den vergangenen Monaten wieder an Schwung gewonnen.“ 53 Prozent der exportierenden Industrieunternehmen konnten in den vergangenen Monaten eine steigende Zahl an Bestellungen aus dem Ausland verzeichnen, nur 18 Prozent mussten einen Rückgang hinnehmen.

Auch der Export sorgt für Aufträge

Die dynamische Auslandsnachfrage zeigt nach Einschätzung der beiden Industrie- und Handelskammern, dass die Konjunktur mittlerweile nicht nur binnengetrieben ist, sondern auch vom Außenhandel getragen wird. „Die Eurozone – die wichtigste Zielregion unserer Exporteure – wuchs im Jahr 2017 sehr robust. Das wird auch für das laufende Jahr erwartet“, erläutert Steinmetz. Im Vergleich zur Umfrage im vergangenen Herbst glauben mittlerweile immer mehr Unternehmen auch, dass sich ihre gute Lage sogar noch weiter verbessern kann. Jedes dritte Unternehmen rechnet mit besseren Geschäften im Jahr 2018 als im vergangenen Jahr, nur 9 Prozent befürchten einen Rückgang. Im Herbst dagegen gingen nur 26 Prozent der Betriebe von einer Verbesserung, 11 Prozent von einer Verschlechterung aus. Dazu passt: „Die Entwicklung der In- und Auslandsnachfrage verliert als mögliches Konjunkturrisiko an Bedeutung“, sagt Steinmetz. Die Unternehmen rechnen also nicht mit einem kurzfristigen Einbruch der Konjunktur.

Fachkräftemangel ist größtes Konjunkturrisiko

Die optimistischen Erwartungen und die gute Auftragslage dürften im Jahr 2018 auch das Investitionsverhalten der Betriebe anregen. Die Unternehmen planen eine Steigerung ihrer Investitionsbudgets. „Insbesondere die verarbeitenden Unternehmen möchten auch in Kapazitätserweiterungen investieren. Für 40 Prozent der Industrieunternehmen ist dies ein wesentliches Investitionsmotiv“, erklärt Steinmetz. Angesichts der hohen Auslastung von mehr als 83 Prozent ist der Aufbau von Kapazitäten notwendig, um weitere Aufträge annehmen zu können. Abgewürgt werden könnte die Investitionsneigung allenfalls vom Fachkräftemangel, der mittlerweile für knapp 40 Prozent der Betriebe ein wesentliches und nun sogar das meistgenannte Konjunkturrisiko ist. „Die Unternehmen möchten ihre Beschäftigtenzahl merklich erhöhen“, so Steinmetz. „Wenn sie aber keine qualifizierten Mitarbeiter finden, die die neuen Maschinen bedienen können, wird dies ihre Investitionslaune wieder dämpfen.“ Die Gegenmittel sind bekannt: Qualifizierung, Flexibilisierung und Integration. „Jedoch liegt ein Teil der Lösungen wie etwa ein arbeitsmarktorientiertes Einwanderungsgesetz oder ein neuer Trend zur Berufsausbildung in weiter Ferne“, sagt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer die IHK Düsseldorf. Kurzfristig dürfte die angespannte Arbeitsmarktlage deshalb eher zu steigenden Entgelten führen.“ Insbesondere für die Bauwirtschaft bleibt der Fachkräftemangel ein ernstes Problem. „Vier von fünf Bauunternehmen mit Personalbedarf haben Schwierigkeiten, ihre Stellen zu besetzen“, so Gregor Berghausen.

Digitale Vertriebskanäle helfen dem Einzelhandel

Wesentlich optimistischer sind dagegen die Großhändler. Die Unternehmen melden eine deutlich verbesserte Lage und erwarten eine weitere Verbesserung. „Besonders die produktionsnahen Großhändler profitieren dabei von der guten Industriekonjunktur, die konsumnahen Großhändler von der weiterhin anhaltenden Kauflaune der Verbraucher“, sagt Berghausen. Der stationäre Einzelhandel profitiert allerdings immer weniger von der Konsumneigung. Die Zahl der Einzelhändler, die über Umsatzeinbußen berichten, ist größer als die Zahl der Händler, die Umsatzsteigerungen gemeldet haben. „Einzelhändler, die auch im Internet aktiv sind, konnten dieses Minus jedoch über zusätzliche digitale Vertriebskanäle auffangen“, erklärt Berghausen abschließend.

 

Bildquellen

  • gregor_berghausen: IHK Düsseldorf
Anzeige

News

Mit dem „Großen Preis der Landeshauptstadt“ endet am Sonntag die diesjährige Saison auf der Grafenberger Galopprennbahn. Dafür hat der Veranstalter einige Bonmots vorbereitet und...

Aktuell

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Aktuell

Der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist von September 2021 bis September 2022 um 10,1 Prozent gestiegen – das ist die höchste Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen seit Anfang...

Aktuell

Henkel und die Stadtwerke Düsseldorf haben eine langjährige Partnerschaft besiegelt: Als erstes Unternehmen der Landeshauptstadt wird Henkel industrielle Abwärme aus seinem eigenen Kraftwerk in...

Aktuell

Wind, Regen und kühle Luftmassen haben den Herbst in Deutschland eingeleitet. Folgerichtig zieht es die meisten Urlauber in den Herbstferien, die am 4. Oktober...

Aktuell

Um jungen Kunden auf Augenhöhe zu begegnen, hat die Stadtsparkasse Düsseldorf eine neue Marke gegründet. Unter „Smoney“ werden alle Aktivitäten für diese Zielgruppe gebündelt....

Weitere Beiträge

Aktuell

Am kommenden Montag, den 26. September, besuchen die Fortuna-Allstars Axel Bellinghausen und Andreas „Lumpi“ Lambertz den Pop-up-Store rund um Ausbildungsberufe „Future to go“ der...

Aktuell

Das Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk ist aktuell noch riesig, obwohl das Ausbildungsjahr längst begonnen hat – trotzdem ist ein Einstieg noch problemlos machbar....

Aktuell

Düsseldorf verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 rund 1,7 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland – mehr als viermal so viele wie im Vergleichszeitraum...

Aktuell

Am 18. August 2022 findet auf dem Areal Böhler in Düsseldorf der 6. Digital Demo Day unter dem Motto „Mittelstand meets Start-Ups“ statt. Mit...

Aktuell

Seit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Juni die zweite Stufe des Notfallplans Gas, die sogenannte Alarmstufe, ausgerufen hat, stehen die Unternehmen in Düsseldorf und im...

Aktuell

Das katastrophale Starkregenereignis im vergangenen Jahr hat auch Unternehmen aus Düsseldorf und dem Kreis Mettmann getroffen. Spätestens seitdem ist klar: Derartige Ereignisse können sich...

Aktuell

Wer derzeit Urlaub hat, mag sich vielleicht über rekordverdächtige, sommerliche Temperaturen freuen. In den Unternehmen dagegen macht übermäßige Hitze am Arbeitsplatz sowohl Mitarbeitenden als...

Aktuell

Die IHK Düsseldorf rät dazu, in der Sommerzeit besonders achtsam im Umgang mit Rechnungen zu sein. Derzeit kursieren etwa Rechnungen und Mahnungen für angebliche...

Anzeige