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Zwei Drittel der Deutschen lieben die E-Mails im Job

Der E-Mail-Flut zum Trotz: 66 Prozent der Deutschen können sich nicht vorstellen, auf die elektronische Post am Arbeitsplatz zu verzichten. Alternative soziale Kommunikationsformen, wie beispielsweise Firmen-Facebooks, sind für 72 Prozent kein Ersatz.

Der E-Mail-Flut zum Trotz: 66 Prozent der Deutschen können sich nicht vorstellen, auf die elektronische Post am Arbeitsplatz zu verzichten. Alternative soziale Kommunikationsformen, wie beispielsweise Firmen-Facebooks, sind für 72 Prozent kein Ersatz.

Das ergibt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Wall Street Journal Deutschland mit dem Marktforschungs- dienstleister Toluna. 1.000 Bundesbürger wurden dazu befragt.

Die Mehrheit der Deutschen (64 Prozent) stellt sich damit gegen die
Vermutung vieler Chef- etagen, dass Mitarbeiter durch E-Mails von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten werden. Entsprechend finden Entlastungs-Aktionen in der beruflichen Kommunikation wenig Anklang. So lehnen es 63 Prozent der Befragten ab, wenn Arbeitgeber ihnen verbieten wollen, ihre elektronische Post außerhalb der Arbeitszeit zu empfangen.

Überraschend für die Chefs

Diese Einschätzung dürfte viele Unternehmens-Entscheider überraschen, denen die E-Mail-Flut schon lange ein Dorn im Auge ist. Immer mehr Firmen arbeiten aktuell an Alternativen zur elektronischen Post, gründen bei- spielsweise unternehmensinterne Netzwerke und Wikis zur Gruppen- diskussion und dem gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten. Erste Betriebe haben sogar bereits beschlossen, E-Mails ganz abzuschaffen.

Die konservative Haltung der Beschäftigten ist mit dem Festhalten an der E-Mail allerdings selbst bei jungen Bundesbürgern weit verbreitet. 70 Prozent der 18 bis 34-Jährigen vertreten die Ansicht, dass es im Berufsleben keine besseren Möglichkeiten gibt, als über E-Mails zu kommunizieren .

Für Christian Klöppel, Leiter des Mobile Business Center of Excellence bei der Beratungsgesellschaft CSC, ist die ablehnende Haltung der Deutschen gegenüber neuen Kommunikationsformen vor allem eine „Kopfsache“. Er vermutet insbesondere die Angst vor mehr Eigenverantwortung als Haupt- treiber der Ablehnung von Alternativen zur elektronischen Post. „E-Mails kann man von oben nach unten einfach abarbeiten. Wenn man sich anschaut, wie solche neuen Tools arbeiten, muss der Nutzer eher aktiv darauf zugehen.“

Expertenmeinung

Auch wenn die Bundesbürger an der klassischen elektronischen Post festhalten wollen, von Wall Street Journal Deutschland befragte Experten sind sich einig, dass die Kommunikation per E-Mail innerhalb großer Unternehmen zu unflexibel ist und künftig durch neue Plattformen ersetzt wird. „Mit E-Mails wird nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit durch das in „CC-Setzen“ ganzer Abteilungen oder durch langwierige Abstimmungsprozesse
wie etwa zur Terminfindung bei großen Projekten vergeudet“, sagt Wolfgang Hünnekens, Professor für Digitale Kommunikation und Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft iDeers Consulting.

„Die E-Mail wird künftig vor allem als Medium für die Kommunikation mit offiziellem Charakter genutzt, während der schnelle Informationsaustausch eher über andere Kanäle laufen wird“, ist Robin Prothmann, Partner beim Strategieberater SMP und dort Experte für IT-Organisation, überzeugt.

 

Redaktion / ots

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