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„Electro. Von Kraftwerk bis Techno“ – Hier gibt´s was auf die Ohren

Im Zentrum der Düsseldorfer Ausstellung stehen natürlich Kraftwerk.

Das Wichtigste vorab: Unbedingt die eigenen Kopfhörer mit kleiner Klinke mitbringen. Denn 100 Jahre Techno werden mit viel Musik gefeiert. Wie auch sonst? „Electro. Von Kraftwerk bis Techno“ lautet die aktuellste Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalst. Sie ist ein „Muss“ für jeden Musikliebhaber. Was dem Mozart sein Cembalo sind dem Techno seine Turntables oder Synthesizer – Kreative testen einfach die Grenzen des Möglichen aus und verschieben diese, was die Schau eindrucksvoll unterstreicht.

Ein Gang durch die Ausstellung ist in diesem Fall wirklich eine Zeitreise. Natürlich beginnt sie nicht mit Kraftwerk, die Werkschau elektronischer Musik. Nein, sie geht zurück an die Anfänge in den 1920er Jahren und schlägt dann einen weiten Bogen in die Neuzeit.

Eindrucksvoll: Wozu heute nur ein Rechner und ein entsprechendes Programm benötigt wird und die Musik auf einen Schreibtisch passt, füllten die damaligen „Musikinstrumente“ teilweise einen ganzen Raum, wurde versucht, das Analoge in eine bis dato unbekannte digitale Form zu bekommen. Allein Karlheinz Stockhausens` Kölner Studio für elektrische Musik würde heute kaum in ein durchschnittliches Wohnzimmer passen. Einige Teile davon gibt´s in der Ausstellung zu bewundern. Überhaupt Ausstellung. Natürlich wird´s laut, „Dies ist vermutlich die lauteste Ausstellung, die Sie je besucht haben“, verspricht Kurator Alain Bieber. Kurzum: Es gibt etwas auf die Ohren!

Insgesamt umfasst die Schau 500 Exponate und obwohl die Musik natürlich im Zentrum steht, soll das Auge nicht darben. Allein ein rund ein Meter großer verspiegelter Totenkopf rotierend hell angestrahlt ist ein absoluter Hingucker.

Nicht unwichtig die Düsseldorf-Fraktion mit Kraftwerk und dem Starfotografen Andreas Gursky. Apropos Gursky: Die Ausstellung zeigt vier Motive, die extra abgezogen wurden. Neu dabei ist, dass Gurskys Bilder entgegen der üblichen Präsentation (auf weißen Hintergrund), diesmal vor einer grauen Wand im Halbdunkel aufgehängt sind. „Die Bilder haben eine ganz andere Wirkung“, schwärmt Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast. Ebenso wie die Originalhelme von Daft Punk, die Kraftwerker Ralf Hütter nach Düsseldorf holen konnte. So bietet die bereits in London und Paris gezeigte Ausstellung über Vinyl-Scheiben, Fotografien, Videos, Lichtskulpturen und vielem mehr das künstlerische und innovative, was jedem Anfang innewohnt.

Noch ein Tipp: Wer in dieser Ausstellung die Füße stillhalten kann, sollte die Museumsstadt Düsseldorf an anderer Stelle erforschen und kennenlernen. Und die Beats führen einem gnadenlos vor Augen, was seit anderthalb Jahren vermisst wird. Auch das verdeutlicht diese Schau.

Kleine Anekdote am Rande: Zur Vorabbesichtigung standen einige Besucher verzweifelt vor den einzelnen Ausstellungsstationen. Der Grund war so profan wie witzig – Bluetooth-Headsets passen halt nicht auf Klinke.

Bildquellen

  • : Manfred Fammler
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