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Lokale Wirtschaft

Steffen Schraut träumt: Einmal Angela Merkel einkleiden

Mode, die den kurzen Trend überdauert: Ein Besuch bei Designer Steffen Schraut zeigt, wer hinter der bekannten deutschen Marke steckt.

steffenschraut.com

Mittwoch Morgen, es ist 9 Uhr. Im Düsseldorfer Showroom herrscht bereits reges Treiben. Die Einkäufer der großen Modehäuser tummeln sich, um die Steffen Schraut Frühjahr-/Sommerkollektion 2018 zu begutachten und zu ordern. Der Showroom ist rosa  gestaltet. Im Mittelpunkt: die Kollektion aus hochwertiger sommerlicher Damenbekleidung, ergänzt durch Schuhe und Taschen im gleichen modernen Stil.

Der komplett in schwarz gekleidete Designer, begrüßt jeden von uns per Handschlag. Er trägt ein schickes Sakko in Kombination mit T-Shirt und Jeans. Normalerweise sei er mehr der Pullover und Sneakers-Typ. Doch heute war ihm nach seinen eleganten Helmut Lang Boots, die er schon seit 25 Jahren besitzt und regelmäßig neu besohlen lässt.

2002 gründete der in geborene Designer sein Label mit Sitz in Düsseldorf. Warum er nur Bekleidung für Damen produziere, fragen wir ihn. Damenmode sei einfach spannender. Die Frauen sind mutiger, neue Trends auszuprobieren.

Seine Mode ist immer modern, trotzdem kreiert Schraut Looks, die den kurzen Trend überdauern. Beständige Lieblingsstücke – ein Trend für die Ewigkeit. „In einer Welt, in der alles immer schnelllebiger ist, sehnen sich die Menschen nach Dingen, die von Dauer sind, in der Mode und ebenso im Privatleben.“ erklärt uns der Designer. Eine tolle Einstellung in einer konsumorientierten Wegwerfgesellschaft.

Diese Bodenständigkeit lernte der 48-Jährige von seinen Eltern. Früh stand der Entschluss fest, in der Modebranche zu arbeiten. Doch sein Vater bestand darauf, er solle zuerst eine „handfeste“ Lehre zum Bankkaufmann machen. Diese Ausbildung hilft dem Designer heute, als Unternehmer die richtigen wirtschaftlichen Entscheidungen zu treffen.

Nach der Banklehre folgten Ausbildungen im Textilbetrieb seiner Familie. Schließlich landete er als Trendsout bei Escada in München, der damals bekanntesten deutschen Luxusmarke. Die Entscheidung, sich in die Modestadt Düsseldorf niederzulassen, traf er eher aus privaten Gründen. Der Liebe wegen, verrät er uns.

„Eigentlich bin ich eher schüchtern, lediglich in meinem Showroom und bei mir zu Hause fühle ich mich richtig wohl.“ Der 48-Jährige gibt viel von sich preis und erzählt, dass er sehr gerne in die USA reist. Seine Lieblingsstädte: New York und Los Angeles. Die lässige Lebensart und unvoreingenommene Freundlichkeit der Menschen dort gefallen ihm.

Das lebt er auch im Umgang mit seinen Mitarbeitern und den Menschen um ihn herum. Denn es sind vor allem die Menschen, von denen sich der Designer inspirieren lässt. Im alltäglichen Leben, genauso wie auf Instagram, auf dem der Wahl-Düsseldorfer sehr aktiv ist.

Was seine Wünsche und Träume sind, fragen wir zum Schluss. „Zu gern möchte ich einmal Angela Merkel einkleiden“, entfährt es ihm „und ihr einen modernen Look verpassen.“ Ob sein Wunsch in Erfüllung geht? Warten wir’s ab…

Modemacher, Modemessen, Modemetropole – Fashion & Business. In Kooperation mit dem Düsseldorfer Fashion Design Institut (FDI) leuchtet business-on einige der zahlreichen Facetten aus, welche die Fashion City Düsseldorf funkeln lassen. In loser Folge schreiben Studentinnen des FDI für diese Serie.

 

Yvonne Willms

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