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Lokale Wirtschaft

Mittelständisches Geschäftsklima erfuhr im April eine Abkühlung auf hohem Niveau

Die Erwartungen haben den oberen Wendepunkt durchlaufen und trüben sich merklich ein. Die Lageurteile sind aber kaum schlechter als im Vormonat. Hingegen die Beschäftigungspläne erstmals deutlich weniger expansiv sind als im Vormonat. Die Absatzpreiserwartungen sind im Mittelstand unverändert hoch, bei Großunternehmen sogar auf neuem Spitzenwert.

Die Erwartungen haben den oberen Wendepunkt durchlaufen und trüben sich merklich ein. Die Lageurteile sind aber kaum schlechter als im Vormonat. Hingegen die Beschäftigungspläne erstmals deutlich weniger expansiv sind als im Vormonat. Die Absatzpreiserwartungen sind im Mittelstand unverändert hoch, bei Großunternehmen sogar auf neuem Spitzenwert.

Die wirtschaftliche Stimmung der Mittelständler kühlt im April auf sehr hohem Niveau ab. Das Geschäftsklima, der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, verschlechtert sich um 2,2 Zähler gegenüber dem Vormonat auf 28,1 Saldenpunkte. Dies entspricht in etwa dem Indikatorstand zu Jahresbeginn. Der Rückgang des Geschäftsklimas beruht vor allem auf weniger optimistischen Geschäftserwartungen, was auf eine langsamere konjunkturelle Gangart für das zweite Halbjahr schließen lässt: Der entsprechende Teilindikator gibt um 3,9 Zähler (und damit nahezu dem Zweifachen einer durchschnittlichen
Monatsschwankung) auf 17,5 Saldenpunkte nach. Demgegenüber korrigieren die Mittelständler ihre Urteile zur aktuellen Geschäftslage gegenüber dem Zwanzigjahreshoch aus dem Vormonat nur um unbedeutende 0,4 Zähler auf 38,5 Saldenpunkte nach unten.

Sehr ähnlich ist die Stimmung bei den Großunternehmen. Auch bei ihnen geht eine geringfügige Eintrübung der aktuellen Lageurteile
(-1,3 Zähler auf 45,0 Saldenpunkte) mit einer deutlichen Verschlechterung der Geschäftserwartungen (-4,0 Zähler auf 16,8
Saldenpunkte) einher. Insgesamt gibt das Geschäftsklima der Großunternehmen um 2,6 Zähler auf 30,9 Saldenpunkte nach.

Die Teilindikatoren für die vier Hauptwirtschaftsbereiche zeigen im April fast ausnahmslos nach unten. Im Branchenvergleich besonders ausgeprägt sind die Rückgänge in den beiden Sparten des Handels (mit den Großunternehmen des Großhandels in der Spitze: -7,4 Zähler auf
32,6 Saldenpunkte), während sie im Verarbeitenden Gewerbe durchschnittlich ausfallen. Positiver als der Gesamtindikator entwickelt sich hingegen das Geschäftsklima im Bau. Während es bei den mittelständischen Baufirmen knapp stagniert (-0,3 Zähler auf 23,4 Saldenpunkte), berichten die großen Baufirmen als einzige sogar von einer leichten Klimaverbesserung (+2,6 Zähler auf 13,0 Saldenpunkte).

Bei den Absatzpreiserwartungen steht einem nahezu unverändert hohen Indikatorwert im Mittelstand (-0,2 Zähler auf 20,8
Saldenpunkte) ein kräftiger Anstieg bei den Großunternehmen gegenüber
(+3,6 Zähler auf 21,9 Saldenpunkte), der diesen Teilindikator im April sogar auf ein neues Allzeithoch seit Beginn der Berechnungen im Januar 1991 führt.

Die Beschäftigungspläne der Firmen sind zwar weiterhin expansiv, geben aber erstmals seit zwei Jahren deutlich nach, insbesondere im Mittelstand (-3,0 Zähler auf 20,3 Saldenpunkte: Großunternehmen: 1,6 Zähler auf 26,1 Saldenpunkte). Sie kündigen damit – ähnlich wie die allgemeinen Geschäftserwartungen – zwar eine Verlangsamung aber keinesfalls ein abruptes Ende des Aufschwungs an.

Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW: „Der April brachte die erwartete Abkühlung der wirtschaftlichen Stimmung auf hohem Niveau – eine Entwicklung, die sich trendmäßig auch in den kommenden Monaten fortsetzen dürfte. Bei den Erwartungen dürfte der obere Wendepunkt durchlaufen sein. Dies kommt nicht unerwartet. Denn dank der außerordentlich hohen Dynamik, mit der Deutschland aus der Krise gewachsen ist, wird die Wirtschaftleistung bereits in diesem Frühjahr (und damit rund zwei Jahre schneller als in unserer ersten Einschätzung unmittelbar nach Rezessionsbeginn angenommen) wieder das Niveau erreicht haben, das sie vor der Krise schon einmal hatte. Nach diesem erfolgreichen Aufholprozess sollte sich das Tempo schon deshalb etwas verlangsamen, um eine Überhitzung des Konjunkturmotors zu vermeiden und so den Aufschwung zu verstetigen. Wir erwarten, dass sich das Wirtschaftswachstum nach einem sehr starken, auch von Witterungseffekten geprägten ersten Halbjahr im zweiten Halbjahr zwar beruhigen, aber weiter deutlich aufwärts gerichtet bleiben wird. An unserer Realwachstumsprognose von 3,0 % für dieses Jahr halten wir ausdrücklich fest.“

Weitere Informationen unter: www.kfw.de

 

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ots / KfW

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