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HWK Herbstgutachten: Zeichen stehen auf Wachstum

Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer und Düsseldorf und des Dachverbandes HANDWERK.NRW

Das Handwerk scheint die Corona-Krise zu überwinden, denn das Konjunkturklima an Rhein/Ruhr und Wupper hat sich in diesem Herbst deutlich erholt. Der von der Handwerkskammer Düsseldorf ermittelte Geschäftsklimaindex kletterte gegenüber der Frühjahrsumfrage um 7 Punkte auf jetzt 122 Punkte.

Der Aufschwung beruht auf massiven Investitionen in den Gebäudebestand, denn das Geschäftsklima im Ausbaugewerbe stieg auf 134 Punkte, und auch auf einer ausgeprägten nachholenden Konjunkturdynamik in den zuvor stark von Kontaktbeschränkungen betroffenen Branchenbereichen des Lebensmittelhandwerks. In diesen ist der Klimaindex 120 Punkte, nach 88 Punkten im Frühjahr auf 120 Punkte gestiegen. Im Kfz-Gewerbe stieg der Geschäftsklimaindex von 92 auf 106 Punkte, bei den personenbezogenen Dienstleistungsberufen von 67 auf 105 Punkte.

„Die Zeichen im Handwerk stehen jetzt wieder auf Wachstum“, so HWK-Präsident Andreas Ehlert zu den Ergebnissen des Herbstgutachtens. Die Unternehmen gehen auch für die nahe Zukunft weit mehrheitlich von einer stabilen Konjunkturentwicklung aus: 21 Prozent rechnen mit einem verbesserten, 67 Prozent mit gleich bleibendem und nur 12 Prozent mit einer Eintrübung der Geschäfte. Sowohl das Auftragsklima (109 Punkte) als auch das Investitionsklima (108) befinden sich wieder im positiven Bereich. 30 Prozent der repräsentativ befragten Firmen verzeichneten Umsatzzuwächse. Im Frühjahr hatte der Saldo der Angaben für ein Umsatz-Plus oder -Rückgang noch bei minus 22 Prozent gelegen: „Ein besonders klares Anzeichen der Konsolidierung“, so Ehlert.

Handwerkskammer erwartet deutliches Umsatz-Plus für 2021

Landesweit sind die Umsätze im Handwerk im zweiten Quartal laut dem Statistischen Landesamt IT.NRW um 12,7 Prozent gestiegen; die Handwerkskammer erwartet für 2021 ein deutliches Umsatz-Plus. Die Auftragsreichweite liegt mit 8,2 Wochen um 0,6 Wochen höher als vor einem Jahr; im Ausbaugewerbe beträgt sie wie im Frühjahr 9,6 und im Bauhauptgewerbe 12,6 Wochen; die Auslastung der Betriebe erreicht mit 78 Prozent bereits annähernd wieder Vor-Pandemie-Niveau. In drei der vier Wirtschaftsregionen des Kammergebietes – Linker Niederrhein, Ruhr-West und Großraum Düsseldorf – hellte das Geschäftsklima mindestens im Kammerschnitt auf; im Bergischen Land verharrte es bei immer noch guten 118 Punkten.

Nachwuchsmangel und Materialknappheit sind akute Probleme

Bremsen könnten die Aufwärtsentwicklung die wachsende Personalnot – und die Materialknappheit: Mit 37 Prozent meldeten mehr Unternehmen als je zuvor aktuell nicht besetzte Stellen, nur 17 Prozent konnten zusätzliches Personal gewinnen und einstellen. Stark gestiegene Bezugskosten für knappe Rohstoffe und Halbzeug trieben – trotz moderater Weitergabe an die Auftraggeber – das Verkaufspreisklima auf ein historisches Level von 144 Punkten. „Vor allem Zulieferer und das Bauhauptgewerbe konnten und können wegen der Materialkrise zeitweise nur eingeschränkt arbeiten. Entspannung beim Akutproblem Material und beim Strukturproblem Nachwuchsmangel sind deshalb Grundvoraussetzung, dass der Aufschwung im Handwerk stabil bleibt“, fasst Ehlert das Lagebild zusammen.

Bildquellen

  • Andreas Ehlert: HWK Düsseldorf
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