Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

Optimistisch ins neue Jahr

Nach der aktuellen Konjunkturumfrage der IHKs Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein bewegt sich die regionale Wirtschaft weiterhin auf einem soliden konjunkturellen Kurs. Dafür ist insbesondere die Inlandsnachfrage verantwortlich.

Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein / Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein

Sinkende Rohölpreise, ein anhaltend niedriges Zinsniveau, steigenden Arbeits- und Transfereinkommen und eine leichte Minderung der steuerlichen Progression stützen die wichtige Inlandsnachfrage für Unternehmen in Düsseldorf und am mittleren Niederrhein. Auch für das laufende Jahr gehen die Unternehmen der Region davon aus, dass sich die gemäßigt positive Entwicklung fortsetzt. Dies ist das Ergebnis der gemeinsamen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein, an der sich mehr als 900 Betriebe mit zusammen rund 80.000 Beschäftigten beteiligt haben. „Die starke Inlandsnachfrage wird vor allem vom Konsum getragen, daher melden der Einzelhandel sowie die Ge- und Verbrauchsgüterindustrie eine besonders gute Geschäftslage“, sagt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein. „Auch die heimische Bauwirtschaft profitiert von der starken Binnennachfrage in Form von zahlreichen Wohnungsbau- und Infrastrukturprojekten. Sie weist mit fast 85 Prozent zudem den höchsten Kapazitätsauslastungsgrad aller Industriezweige auf.“ Auf nach wie vor hohem Niveau befindet sich zudem die Geschäftslage der unternehmensnahen Dienstleister, die auch für die Zukunft optimistisch sind.

Schwächelnde Auslandsnachfrage

Insgesamt beurteilen fast 40 Prozent aller Unternehmen ihre Geschäftslage als gut und lediglich 12 Prozent als schlecht. Knapp ein Drittel aller Betriebe erwartet eine weitere Verbesserung der Geschäfte, denen lediglich 14 Prozent Pessimisten gegenüberstehen. Besonders positive Erwartungen haben die Ge- und Verbrauchsgüterproduzenten, der Dienstleistungssektor und das Baugewerbe. „Die Aufträge aus dem Ausland stagnieren derzeit, verbleiben aber auf einem hohen Niveau“, sagt Steinmetz. „Dass vom Export kein Schwung ausgeht, liegt auch an den zunehmenden Spannungen im Nahen Osten und dem Schwächeln Chinas. Allerdings gehen die Betriebe derzeit noch nicht davon aus, dass dies im laufenden Jahr hierzulande zu einer Konjunktureintrübung führt.“ So rechnet die regionale Wirtschaft für 2016 wieder mit einer leicht steigenden Exportnachfrage.

Abkehr von Schengen birgt Gefahren

Dieses Positiv- Szenario wird jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen eintreten, so die Einschätzung der IHK-Experten: Zum einen darf sich die wirtschaftliche Entwicklung Chinas nicht noch weiter verschlechtern. Zum anderen birgt die sukzessive Abkehr vom Schengen-Abkommen eine große Gefahr für die Exporttätigkeit der hiesigen Wirtschaft. Schließlich sind die EU-Länder wichtige Handelspartner für die Unternehmen in der Region Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein. Stärkere Kontrollen an den innereuropäischen Grenzen würden zu spürbaren Einbußen führen. Vorerst sehen die Unternehmen geringere Konjunkturrisiken als im vergangenen Jahr. Verstärkt hat sich gegenüber der Spätsommerumfrage allerdings insbesondere in der Industrie die Sorge, dass die Inlandsnachfrage nachlassen könnte. Fast die Hälfte (46 Prozent) aller Unternehmen sieht zudem in den politischen Rahmenbedingungen ein Risiko für die weitere konjunkturelle Entwicklung. Die Energie- und Rohstoffpreise werden hingegen kaum noch mit Sorge betrachtet, da sie auf absehbare Zeit niedrig bleiben dürften.

Anhaltender Beschäftigungsanstieg

Die Unternehmen planen zwar Investitionen, allerdings nur zögerlich. Das liegt auch an der nur durchschnittlichen Kapazitätsauslastung der Industrie, die sogar in geringem Umfang rückläufig ist. Die Auslandsinvestitionen dagegen gewinnen wieder leicht an Bedeutung. Die Unternehmen investieren in den Ausbau des Vertriebs sowie der Erschließung neuer Märkte. Erfreulich ist, dass nahezu alle Wirtschaftszweige von einem anhaltenden Beschäftigungsanstieg ausgehen. „Doch wird dies kein Selbstläufer“, gibt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, zu bedenken. „Denn gut 40 Prozent aller Unternehmen haben Schwierigkeiten, vorhandene Fachkräftestellen zu besetzen. Am kritischsten ist die Lage auf dem Bau, bei dem diese Quote sogar bei 55 Prozent liegt.“ Die Beschäftigung von Flüchtlingen dürfte kurzfristig kaum Auswirkungen auf den Fachkräftemangel haben. Denn ohne eine vorherige Vermittlung ausreichender Sprachkenntnisse und Mindestqualifikationen sehen die Betriebe keine Beschäftigungschancen. Insgesamt erwartet nur ein Drittel, dass mit der Zuwanderung asylsuchender Menschen mittelfristig der Fachkräftemangel wenigstens abgemildert werden kann. „Ein Drittel ist gegenteiliger Ansicht, ein weiteres Drittel kann dies nicht einschätzen“, so Berghausen abschließend.

 

Anzeige

News

Mit dem „Großen Preis der Landeshauptstadt“ endet am Sonntag die diesjährige Saison auf der Grafenberger Galopprennbahn. Dafür hat der Veranstalter einige Bonmots vorbereitet und...

Aktuell

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Aktuell

Der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist von September 2021 bis September 2022 um 10,1 Prozent gestiegen – das ist die höchste Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen seit Anfang...

Aktuell

Henkel und die Stadtwerke Düsseldorf haben eine langjährige Partnerschaft besiegelt: Als erstes Unternehmen der Landeshauptstadt wird Henkel industrielle Abwärme aus seinem eigenen Kraftwerk in...

Aktuell

Wind, Regen und kühle Luftmassen haben den Herbst in Deutschland eingeleitet. Folgerichtig zieht es die meisten Urlauber in den Herbstferien, die am 4. Oktober...

Aktuell

Um jungen Kunden auf Augenhöhe zu begegnen, hat die Stadtsparkasse Düsseldorf eine neue Marke gegründet. Unter „Smoney“ werden alle Aktivitäten für diese Zielgruppe gebündelt....

Weitere Beiträge

Aktuell

Am kommenden Montag, den 26. September, besuchen die Fortuna-Allstars Axel Bellinghausen und Andreas „Lumpi“ Lambertz den Pop-up-Store rund um Ausbildungsberufe „Future to go“ der...

Aktuell

Das Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk ist aktuell noch riesig, obwohl das Ausbildungsjahr längst begonnen hat – trotzdem ist ein Einstieg noch problemlos machbar....

Aktuell

Düsseldorf verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 rund 1,7 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland – mehr als viermal so viele wie im Vergleichszeitraum...

Aktuell

Am 18. August 2022 findet auf dem Areal Böhler in Düsseldorf der 6. Digital Demo Day unter dem Motto „Mittelstand meets Start-Ups“ statt. Mit...

Aktuell

Seit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Juni die zweite Stufe des Notfallplans Gas, die sogenannte Alarmstufe, ausgerufen hat, stehen die Unternehmen in Düsseldorf und im...

Aktuell

Das katastrophale Starkregenereignis im vergangenen Jahr hat auch Unternehmen aus Düsseldorf und dem Kreis Mettmann getroffen. Spätestens seitdem ist klar: Derartige Ereignisse können sich...

Aktuell

Wer derzeit Urlaub hat, mag sich vielleicht über rekordverdächtige, sommerliche Temperaturen freuen. In den Unternehmen dagegen macht übermäßige Hitze am Arbeitsplatz sowohl Mitarbeitenden als...

Aktuell

Die IHK Düsseldorf rät dazu, in der Sommerzeit besonders achtsam im Umgang mit Rechnungen zu sein. Derzeit kursieren etwa Rechnungen und Mahnungen für angebliche...

Anzeige