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Die Wohnbau-Lücke wird immer größer

Dynamischer Büromarkt! Rekordwert am Düsseldorfer Grundstücksmarkt! Spitzenumsatz am Markt für Privatimmobilien! Die Immobilienexperten von Aengevelt registrieren Spitzenergebnisse in fast allen Sektoren. Beim Thema Wohnen bieten die Top-Werte jedoch keinen Anlass zum Jubeln.

Interboden

 Alljährlich legt Aengevelt den aufwändig recherchierten City Report für Düsseldorf vor. Er spiegelt den Immobiliensektor in der Landeshauptstadt umfänglich  in all seinen Facetten wider. business-on nimmt die aktuelle Vorlage des City Reports 2019/2020 zum Anlass, die Entwicklung auf dem Düsseldorfer Immobilienmarkt in einer Artikelserie detaillierter zu beleuchten.

Den Anfang machen wir mit dem politisch brennendsten Thema: Wohnen!

Und alle Jahre wieder grüßt das Murmeltier: In der Landeshauptstadt fehlen viele tausend Wohnungen. Tendenz steigend. Eine Folge des prosperierenden Wirtschaftsstandorts: Düsseldorfs Einwohnerzahl wächst seit Jahren dynamisch. Der Wohnungsbau hechelt, Prinzip Hase und Igel, ständig hinterher. Grundstücke werden teurer, die Baukosten steigen, millionenschwere Immobiliendeals drehen die Preissschraube weiter nach oben – und am Ende wird die Eigentumswohnung noch mehr kosten, die Mieten klettern und klettern.

Schon seit Längerem beleuchtet die Rheinische Post gemeinsam mit dem Recherche-Netzwerk Correctiv unter der Schlagzeilen-Frage „Wem gehört Düsseldorf?“ die Probleme des Wohnimmobilienmarkts in der Landeshauptstadt. Große Demos in den Metropolen und lauter werdende Forderungen nach Enteignung von Wohnungskonzernen heizen die Diskussion – und die Stimmung – an.

Die Daten aus Aengevelts City Report lassen rasch erkennen, woran es mangelt – und dass auch mittelfristig keine Besserung zu erwarten ist:

  • Die Einwohnerzahl Düsseldorfs wächst stetig. Aktuell liegt sie bei 619.000 – ein Plus von 38.000 (6,5%) in den letzten zehn Jahren. Bis 2030 wird ein Zuwachs auf 655.000 prognostiziert.
  • 345.800 Privathaushalten stehen- laut Aengevelt Research – 331.900 verfügbare Wohnungen gegenüber. Eine Versorgunsglücke von 13.900 Wohnungen!
  • In den nächsten zwölf Jahren müssten jährlich 4500 neue Wohnungen erstellt werden, um das Defizit zu beheben und den jährlichen Ersatzbedarf zu decken.
  • Tatsächlich wurden von 2016 bis 2018 pro Jahr nie mehr als 2800 Wohneinheiten fertiggestellt. Im laufenden Jahr wird, laut Prognose, immerhin eine Zahl von 2900 erreicht. Immer noch deutlich unter dem Bedarf.
  • Die Folge: Kaufpreise und Mieten steigen scheinbar unaufhaltsam.
Wird fortgesetzt

 

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