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Jamin-Kolumne: Abschied von der DHL-Packstation

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Ich habe mit der Packstation von DHL die Zusammenarbeit beendet. Ich habe mich nach Jahren von ihr getrennt, weil DHL mit neuen technischen Ausstattungen tagelang ein Desaster in meinem Leben verursacht hat.

Zwei Päckchen, die ich per DHL-Express erhalten sollte, versickerten im Rausch von DHL-App-Anweisungen, wenig schlauen Hinweisen der DHL-Internet-FAQ und DHL-Hotline-Beratungen.

Nur Päckchen an Hausadresse

Jetzt ist ganz einfach Schluss. Ich lasse in Zukunft meine Päckchen und Pakete wieder an meine Hausadresse schicken. Soll sich doch der Bote damit herumschlagen, mich zu erreichen oder meine Sendung irgendwo zu deponieren. Oder es können Nachbarn aktiv werden, wenn ich nicht zuhause bin.

Es war eine schöne Zeit mit der Packstation. Es war bequem. Für DHL, die Sendungen problemlos in der Packstation ablegen konnte. Und für mich. Konnte ich doch 24 Stunden und jeden Tag in der Woche meine Sendungen abholen. Kundenkarte einlesen lassen, den per Mail erhaltenen Abholcode eingeben. Klappe auf. Paket rausnehmen. Klappe zu. Fertig.

Chaos mit der Packstation

Das ist vorbei, seit DHL die Vorgänge automatisiert hat. Vermutlich glauben die Techniker, dass sie eine Verbesserung geschaffen haben. Für DHL, nicht für den Kunden. Mein Packstation-Chaos endete damit, dass mir die Hotline eine Sendung an eine Postfiliale schicken ließ, die 14 Tage Urlaub hatte.

Das Wirrwarr um meine zwei Sendungen zu beschreiben, ist einfach unmöglich. Ich habe es bei der DHL-Pressestelle versucht und um Auskunft gebeten. Dazu habe ich eine lange Mail geschrieben mit etlichen Anlagen, damit der DHL-Pressesprecher mein Problem versteht.

Pressesprecher ohne Worte

Das Ergebnis: Keine Antwort. Dem Pressesprecher hat es wohl die Sprache verschlagen. Bei meinen Problemen mit DHL versagt selbst das normalerweise redselige Auskunftsgebaren von Pressesprechern.

Wenn es am Schönsten ist, soll man sich trennen, sagt der Volksmund. Ich mag Technik und viele ihrer Fortschritte. Aber jetzt ziehe ich die Reißleine, bevor ich mich noch mehr ärgere. Ich bin mir sicher: Millionen andere DHL-Kunden werden mich verstehen.

Überraschung durch Apple

… und dann überraschte mich Apple. Dort hatte ich im App-Store die DHL-App kritisiert: „Eine Katastrophe“. Der App-Entwickler reagierte jetzt umgehend auf meine Kritik: „Hallo kundepeter, vielen Dank für Ihr Feedback. Wir bedauern, dass Sie Probleme mit der App haben.“

Dann gab es konkrete Reparaturanweisungen: „Bitte deaktivieren Sie zunächst das bereits aktivierte Gerät über die App im Bereich ‚Mehr – Paketempfang – Packstation‘. Alternativ gehen Sie über http://www.dhl.de/ bitte zum Kundenkonto im Bereich ‚Meine Daten und Services – Paketempfang – Packstation‘. Im Anschluss aktivieren Sie das Gerät neu. Viele Grüße“

Mein Tipp an DHL

Die Anweisung des App-Entwicklers hat funktioniert. Ich denke: DHL-Hotline, Kontakt-Service, Pressestelle und App-Entwickler sollten mehr zusammenarbeiten, damit sie Probleme der Kunden schneller erkennen und bessere Lösungen anbieten, als jene, die sie für mich auf Lager hatten. Vielleicht gebe ich der DHL-Packstation noch einmal eine Chance?!

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…

Ihr Peter Jamin

 

Peter Jamin (© Michael Seelbach)

Peter Jamin arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte – neben Kolumnen und Artikeln – mehr als 30 Bücher zu gesellschaftlich relevanten wie unterhaltsamen Themen. Darüber hinaus arbeitete er als Autor und Regisseur von Fernsehdokumentationen und -serien. Etliche Bücher schrieb er als Ghostwriter prominenter Zeitgenossen. Mit seinem Schwerpunktthema „Vermisst“ befasst er sich seit rund 30 Jahren; unterhält auch ein „Vermisstentelefon“ zur Beratung von Angehörigen Verschwundener. Ausgezeichnet wurde Jamins Arbeit u.a. mit dem „GdP-Stern“ der Gewerkschaft der Polizei „in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen“. Infos zum Autor unter jamin.de.

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