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Jamin-Kolumne: Ein Windrad in den Rheinwiesen #2

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

„Dem Jamin ist’s langweilig“, war eine witzige, von mir geschätzte Reaktion auf die Frage in meiner letzten Kolumne, was man von Windrädern in der Großstadt hält. Darüber hinaus gibt es aber auf der Nachbarschaftsplattform „Nebenan“ eine engagierte Diskussion zum Thema.

Es gibt hiermit also ein erstes Stimmungsbild. Wann, wenn nicht jetzt sollten wir darüber diskutieren wie Düsseldorf den notwendigen grünen Energiebedarf decken kann?! Diese Frage habe ich in meiner letzten Freitagskolumne auf dieser Website veröffentlicht. Und spannende wie interessante Kommentare und Stellungnahmen ausgelöst.

DUS-Grüne: Alle Technologien

Düsseldorfs „Bündnis 90/ Die Grünen“ schließen Windräder auf Düsseldorfer Stadtgebiet offensichtlich nicht aus. In einer Stellungnahme zu meiner Kolumne in der vergangenen Woche schrieb mir die Kreisgeschäftsführerin Susanne Ott: „Aus unserer Sicht sind Großstädte – und damit auch Düsseldorf – wichtige Akteure, um die Energiewende in Deutschland voranzutreiben.“

Dabei sollten – so Ott – „Technologien regenerativer Energieerzeugung möglichst umfassend berücksichtigt und die Realisierbarkeit in der Umsetzung überprüft werden. Gleichzeitig sehen wir, dass die zentralen Pfeiler für erneuerbare Energien in deutschen Großstädten Solar und erneuerbare Wärme sind“.

NRW-Windrad-Bau stagniert

Das ist nachvollziehbar. Ich bin gespannt, wann die Grünen als mitregierende Ratspartei entsprechende Pläne vorstellen. Möglichst bald sollte auch in meiner Lieblingswohnstadt Düsseldorf etwa im Rat der Stadt darüber gesprochen werden, wie man/frau die grüne Energie eintreiben will.

Die NRW-Landeshauptstadt sollte nicht auf Bundes- oder Landesverordnungen oder einen Besuch von Klimaminister Robert Habeck warten, bis sie sich dem Thema „Grüne Energie“ widmet. Den Umweltexperten zufolge ist Volldampf für alle Maßnahmen gegen den Klimawandel angesagt. Nach einer Analyse der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) beispielsweise „kommt der Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen nicht voran“. Schlimmer noch: Der Ausbau stagniert.

Sind Windräder gefährlich?

Offensichtlich gibt es viele Ängste und Bedenken gegen den Bau von Windrädern. Auf Facebook schrieb mir beispielsweise Lydia G.: „Großstädte sind auch Großverbraucher in Sachen Energie. Es wäre nur recht und billig, dass sie daher auch mehr Verantwortung in Sachen Energieerzeugung übernehmen. Was die Windkraftanlagen betrifft, so sollte man sich in der Wissenschaft aber erstmal einig werden, ob die Infraschallwellen nun gefährlich sind oder nicht…“

Voller Sorgen argumentiert auch David H. auf dem Düsseldorfer Nebenan-Nachbarschaftsportal: „Windräder machen erheblichen Schaden an der Natur und an der Psyche von Menschen. Die Schlagschatten versetzen dem Unterbewusstsein ein stetiges Stresspotenzial welches Fluchtgefühle auslöst. Des Weiteren werden Vögel durch die Luftkompressionen der Rotorblätter regelrecht in der Luft zerrissen…“

Windräder alle 500 Meter

Auch Argumente, dass Deutschland nicht allein als potentieller Klimaweltmeister global voranschreiten sollte, wurde auf dem Nebenan-Nachbarschaftsportal diskutiert. Pro und Contra Windräder in der Großstadt halten sich dort nach meiner Einschätzung die Waage.

Nachbar Heiko W. formulierte sein Pro u.a. so: „Aus meiner Sicht spricht nichts gegen diese Idee, wegen mir auch alle 500 m ein Windrad. Ich würde sogar Geld anlegen in dem Projekt, wenn es wirtschaftlich zu betreiben ist. Niemand will Einschränkungen in Kauf nehmen, aber es gibt nur eine Erde, die wir derzeit schon zugrunde richten.“

Mehr zum Thema in meinem nächsten Freitagsblog auf dieser Website u.a. mit weiteren Bürger*innen-Stimmen zu Windrädern in der Großstadt.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…

Ihr Peter Jamin

 

Peter Jamin (© Michael Seelbach)

Peter Jamin arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte – neben Kolumnen und Artikeln – mehr als 30 Bücher zu gesellschaftlich relevanten wie unterhaltsamen Themen. Darüber hinaus arbeitete er als Autor und Regisseur von Fernsehdokumentationen und -serien. Etliche Bücher schrieb er als Ghostwriter prominenter Zeitgenossen. Mit seinem Schwerpunktthema „Vermisst“ befasst er sich seit rund 30 Jahren; unterhält auch ein „Vermisstentelefon“ zur Beratung von Angehörigen Verschwundener. Ausgezeichnet wurde Jamins Arbeit u.a. mit dem „GdP-Stern“ der Gewerkschaft der Polizei „in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen“. Infos zum Autor unter jamin.de.

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