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Jamin-Kolumne: Zuhause ist es doch am schönsten

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Es war Sommerzeit. Es war Urlaubszeit. Es war eine Zeit, in der Millionen Deutsche ihre Koffer packten und mit Auto, Bus und Bahn oder im Flugzeug in die Ferne reisten.

Jetzt ist der Urlaub zu Ende und viele fragen sich: War es der Mühe wert? Die überfüllten Züge?! Die Auto-Staus?! Die Menschenschlangen am Check-in im Flughafen?! Und dann noch die Preislawine, wie ein Sylt-Urlauber auf Facebook klagt!?

Abschied vom Urlaub

Urlaubsreisen werden überbewertet. Das Ende der Lebensabschnitte namens „Urlaubsreisen“ kann eingeläutet werden. Warum brauchen wir überhaupt Urlaub? Weil wir erschöpft sind – erholen können wir uns besser zu Hause. Weil wir Sonne tanken möchten – Sonne gibt es inzwischen auch bei uns mehr als genug.

Weil wir Land und Leute in der Fremde kennenlernen möchten – Millionen Fremden sind inzwischen unsere Nachbarn. Und Landessitten und Landschaften können wir viel besser in TV oder Internet kennenlernen.

Zuhause hat Vorteile

Der Grund für unsere jährlichen Urlaubsreisen ist ganz einfach: Es ist uns zu einer Gewohnheit geworden in Urlaub zu fahren. Dabei hat das Zuhause als Feriendomizil gewichtige Vorteile. Wir wissen, wo alles steht und wo wir uns befinden. Wir können uns einrichten, ohne auf andere Rücksicht zu nehmen.

Wir sind nicht dem Stress einer touristischen Reise ausgesetzt. Denn Reise-Stress gibt es garantiert immer und in vielfältiger Form: Flugpläne und Fahrpläne einhalten. Erschöpft am Ziel ankommen. Fremde Menschen und ihr Gequatsche ertragen. Und nicht zuletzt leiden wir unter einer ungewohnten, neuen Umgebung.

Rührei wie Pampe

Gerade erst habe ich eine Urlaubsreise nach Fuerteventura gemacht. Ich dachte, nach zwei Jahren Corona brauchte ich doch auch mal wieder etwas Urlaub. Doch erholt habe ich mich erst nach dem Urlaub – von der Reise: Der Speisesaal im Hotel war meist überfüllt.

Das Rührei schmeckte wie Rührei ja immer in solchen Hotels schmeckt, nämlich nach aufgepeppter Pampe. Am Pool ging’s schon morgens mit Streit um die Liegen los. Viele hatten, wie unter Touristen in Hotelanlagen üblich, ihre Liegen am Pool mit Handtüchern reserviert.

Aus vergangenen Zeiten

Urlaubsreisen sind eine Erfindung des Wirtschaftswunders in längst vergangenen Zeiten. Urlaub ist eigentlich für Menschen erfunden worden, die zu viel arbeiten und zu wenig vom Leben erfahren haben. Für Menschen mit 60-Stunden-Woche, die ein wenig mehr erleben möchten.

Wer glücklich in seinem eigenen vier Wänden lebt, wer zufrieden ist mit seinen Freunden und Bekannten und Verwandten und in einer Stadt oder Gemeinde wohnt, in der er sich wohl fühlt, der braucht keine Urlaubsreisen. Höchstens alle paar Jahre um wieder einmal festzustellen, dass es zu Hause doch am schönsten ist.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…

Ihr Peter Jamin

 

Peter Jamin (© Michael Seelbach)

Peter Jamin arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte – neben Kolumnen und Artikeln – mehr als 30 Bücher zu gesellschaftlich relevanten wie unterhaltsamen Themen. Darüber hinaus arbeitete er als Autor und Regisseur von Fernsehdokumentationen und -serien. Etliche Bücher schrieb er als Ghostwriter prominenter Zeitgenossen. Mit seinem Schwerpunktthema „Vermisst“ befasst er sich seit rund 30 Jahren; unterhält auch ein „Vermisstentelefon“ zur Beratung von Angehörigen Verschwundener. Ausgezeichnet wurde Jamins Arbeit u.a. mit dem „GdP-Stern“ der Gewerkschaft der Polizei „in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen“. Infos zum Autor unter jamin.de.

Bildquellen

  • Peter Jamin: Michael Seelbach
  • Urlaub_Jamin: Jamin
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