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Recht & Steuern

Der Ballermann – ab sofort Sperrzone für öffentliche Saufgelage

Da es in der Vergangenheit immer wieder zu öffentlichen Saufgelagen kam, beschloss das mallorquinische Ordnungsamt im Mai 2014 dem Partytreiben ein Ende zu setzen und erließ 113 Benimmregeln für die Playa de Palma. Seit März 2016 gilt nun ein neues Alkoholverbot für die Region.

Da es in der Vergangenheit immer wieder zu öffentlichen Saufgelagen kam, beschloss das mallorquinische Ordnungsamt im Mai 2014 dem Partytreiben ein Ende zu setzen und erließ 113 Benimmregeln für die Playa de Palma. Seit März 2016 gilt nun ein neues Alkoholverbot für die Region.

Mallorca ist und bleibt eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Sie bilden die größte Touristengruppe und sind auch von den Einheimischen gerne gesehen.

Aber die Gegend um die partyreiche Promenade des Ballermanns auf Mallorca wurde kürzlich zur „Interventionszone im Kampf gegen öffentliche Saufgelage“ erklärt. Vorher gab es die 113 Benimmregeln, die zum Teil hohe Geldbußen nach sich zogen. So war es nicht mehr geduldet, Alkohol in der Öffentlichkeit zu konsumieren, betrunkene Partygänger wurden sowohl auf der Mauer als auch am Strand ihrer Plätze verwiesen. Es drohten bis zu 200 Euro Geldstrafe.

Außerdem wurden die beliebten Sangria-Eimer mit Strohhalm verboten, ebenso laute Musik am Strand. Müll und leere Flaschen auf der Promenade wurden mit einer 50 Euro Strafe geahndet. Oberkörperfreies Laufen in der Stadt oder nur mit Bikini bekleidet, wurde mit einer Geldstrafe zwischen 50 und 200 Euro bestraft. Das ging vielen Spaniern in den letzten zwei Jahren zu weit. Am 4. Februar 2016 wurde die sogenannte „Ordenanza Civica“ für nichtig erklärt.

Seit 8. März 2016 gilt nun aber ein neues Alkoholverbot in der Interventionszone am Ballermann. Die Regierung von Palma hat eine Sonderzone rund um den Ballermann erlassen, in der Trinkgelage, Alkoholkonsum auf offener Straße und der Verkauf von Alkohol zwischen 0 und 8 Uhr in Supermärkten verboten sind. Hütchenspieler und fliegende Händler werden auch verstärkt mit Geldstrafen geahndet. Die Bußgelder liegen zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Offensichtlich geht die Polizei aber nicht gegen einzelne Urlauber vor, die Alkohol trinken, sondern konzentriert sich eher auf ausufernde Trinkgelage in der Öffentlichkeit.

Dabei sind es nicht nur die „Zehn-Liter-Sangria-Eimer“, die die Konsumenten am Ballermann künftig teuer zu stehen kommen werden. Wer sich danach noch ins Auto setzt, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Touristen, die eine Geldstrafe innerhalb von 20 Tagen zahlen, erhalten 50 Prozent Rabatt auf das Bußgeld. In den kommenden Sommerferien wird sich wohl zeigen wie effektiv die „Interventionszone im Kampf gegen öffentliche Saufgelage“ wirklich ist und ob sie eine gute Alternative zu den umstrittenen Benimmregeln liefert.

 

Carolin Kirchhoff

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