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Marketing News

Brexit löst Boom bei Markenanmeldungen aus

Markenartikler bereiten sich auf den Brexit vor: Da die europäischen Unionsmarken bald keinen Schutz mehr für Großbritannien bieten, steigen dort die Anmeldezahlen bei den nationalen Markenanmeldungen.

Sybille Kircher, geschäftsführende Gesellschafterin von Nomen

Der für Ende März 2019 vorgesehene Austritt aus der Europäischen Union hat nach Recherchen der Düsseldorfer Namensagentur Nomen im Vereinigten Königreich einen Boom bei den nationalen Markenanmeldungen ausgelöst. Demnach verzeichnete das Intellectual Property Office (IPO) in London 2017 einen Anstieg von 23 % im Vergleich zum Vorjahr.

Jede zehnte Anmeldung stammt mittlerweile aus dem Ausland, 2016 war es noch jede zwanzigste. Zum Vergleich: In Deutschland stieg die Zahl der nationalen Markenanmeldungen im letzten Jahr um 5,3 %. Die anmeldestärksten Waren- und Dienstleistungsklassen im Vereinigten Königreich sind:

  • Klasse 35 (Werbung und Geschäftsführung)
  • Klasse 41 (Ausbildung, sportliche/kulturelle Aktivitäten)
  • Klasse 09 (Elektrische Apparate und Instrumente)
  • Klasse 25 (Bekleidung und Schuhwaren)
  • Klasse 42 (Wissenschaftliche, technologische Dienstleistungen)

Nomen-Geschäftsführerin Sybille Kircher: „Offensichtlich befolgen immer mehr Unternehmen den Rat der Europäischen Kommission, ihre Markennamen in Großbritannien zusätzlich abzusichern. Denn eingetragene Unionsmarken werden nach jetzigem Stand nach dem 30. März 2019 oder spätestens nach einer Übergangszeit ihre Gültigkeit in Großbritannien verlieren.“

Auch der Jahresbericht 2017 des Deutschen Patent- und Markenamtes warnt vor den markenrechtlichen Folgen: „Abhängig davon, ob zwischen der EU und Großbritannien ein Abkommen zur Regelung der Modalitäten des Austritts abgeschlossen wird, können nach dem Austritt aus einer Unionsmarke in Großbritannien keine Rechte mehr geltend gemacht werden.“

Unionsmarken sind deshalb so beliebt, weil Unternehmen mit einer einzigen Anmeldung einen einheitlichen Markenschutz in allen Ländern der Europäischen Union erlangen. Dies ist zwar nicht ganz einfach, da rund 9 bis12 % der Anmeldungen zurückgewiesen werden. Doch trotz der hohen Hürden steigt die Nachfrage. Die meisten Unionsmarken werden von Unternehmen aus Deutschland angemeldet (2017: 21.912), gefolgt von US-amerikanischen Unternehmen (2017: 16.656). Auch China startete im letzten Jahr durch und liegt mit 12.198 Anmeldungen auf Platz 3.

 

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