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Medica und Compamed starten

Christian Grosser, Chef der Medica

Die Messe Düsseldorf traut sich. Nach einer digitalen Medica im vergangenen Jahr startet am Montag die weltweit bedeutendste Medizinmesse, die Medica, und die Compamed, die führende Zuliefererfachmesse, wieder in Präsenz. 30.000 Besucher werden bis kommenden Donnerstag erwartet.

Hygienekonzepte hin oder her. Letztendlich bleibt die fehlende Durchimpfung der Bevölkerung das größte Problem, mit dem sich die Messe auseinandersetzen muss. Schließlich strömen Besucher aus der ganzen Welt nach Düsseldorf, die weder die Covid-Erkrankung mit nach Hause nehmen noch in die Stadt bringen sollen. Allerdings, so scheint es, erkennen die Besucher der Messe das Impfen als wirksamsten Schutz gegen das Virus an als manch einer in Deutschland. „Über 85 Prozent der Besucher sind zwei G“, sagte Michael Degen, Executive Director der Messe Düsseldorf. Zum Vergleich: In der Republik liegt die Quote der vollständig Geimpften bei 67,4 Prozent, wobei hier nicht die Genesenen aufgeführt sind. Klar, dass die strengen Hygienemaßnahmen deswegen aktuell weiter verfolgt werden: Degen: „Wir bleiben auf dem hohen Stand.“

Doch zurück zur Messe. 3.000 Aussteller auf der Medica, 500 auf der Compamed sprechen eine deutliche Sprache und drücken den Wunsch nach dem vis-a-vis Kontakt aus. Degen: „Wir erkennen eine besonders hohe Entscheiderquote.“ Heißt auf Basis der 30.000 möglichen Messegäste, es kommen nicht mehr so viele Besucher – 120.000 waren es bei der letzten Präsenzveranstaltung 2019 – die, die aber kommen, steigen in Verhandlungen ein oder schließen Geschäfte ab. Diese These unterstützt auch Marcus Kuhlmann, Leiter der Medizintechnik im Deutschen Industrieverband SPECTARIS. „Die Branche steht recht gut da.“ So stieg der Umsatz von Januar bis August 2021 um 8,2 Prozent. Am Ende des Jahres rechnet er mit einem Plus von fünf Prozent, was rund 36 Milliarden Euro entspricht. Die rund 145.000 Beschäftigten der Branche brauchen sich demnach wenig Sorgen um ihren Arbeitsplatz zu machen.

Nur zwei Hallen auf dem Stockumer Gelände sind nicht belegt. Allein das liest sich schon wie ein voller Erfolg in den Zeiten von Corona und zeugt von Optimismus, zumal diese Zahl „im Frühjahr noch nicht auf diesem Niveau erwartbar war“, so Degen. Die Nationen, die schon vor der Pandemie traditionell zu denen mit der höchsten Flächennachfrage zählten, sind auch jetzt wieder stark bei der MEDICA vertreten. Nach Deutschland ganz vorn liegen Italien, Südkorea, die Türkei, die USA und weitere europäische Nationen wie Frankreich, Spanien, Großbritannien und Polen.

Für die Daheimgebliebenen gibt es jedoch Möglichkeiten zum Messebesuch, da sich die Medica zu einer Hybridmesse entwickelt. So werden Foren und Konferenzen zunehmend live im Netz übertragen.

Trotzdem bleibt eine Restunsicherheit, die Christian Grosser, zum ersten Mal als Messe-Medica-Chef, im Spiel. „Alles ist gespannt, es kann nur leichter werden.“

MEDICA und COMPAMED können an allen Laufzeittagen von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Für den Zutritt gilt das 3G-Prinzip („Geimpft, genesen, getestet“). Der Ticketkauf ist ausschließlich über den Online-Ticketshop möglich.

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