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Rekordniveau bei Kurzarbeit und steigende Arbeitslosigkeit

151.829 Anzeigen auf Kurzarbeit für insgesamt rund 2,15 Millionen Beschäftigte haben nordrhein-westfälische Unternehmen im März und April gestellt. Die Arbeitslosigkeit stieg im Vergleich zum Vormonat um rund 70.000 Menschen. Das war der stärkste Anstieg in einem Monat seit Februar 2005.

Bundesagentur für Arbeit NRW / Bundesagentur für Arbeit NRW

Ein Grund war das Ausbleiben der Frühjahresbelebung aufgrund der Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie. Die Arbeitslosenquote stieg in NRW im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Punkte auf jetzt 7,4 Prozent. Sie lag damit 0,9 Punkte höher als vor einem Jahr. „Jetzt, Ende April, können wir zum ersten Mal konkrete Zahlen dokumentieren, wie sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie am Arbeitsmarkt in NRW auswirken“, so Torsten Withake von der Bundesagentur für Arbeit. Starke Auswirkungen der Pandemie gab es bei der Kurzarbeit. Seit Anfang März zeigten in NRW Unternehmen und Betriebe 151.829 Mal Kurzarbeit an. Die Zahl der Beschäftigten, für die mögliche Kurzarbeit angezeigte wurde, lag bei 2.153.521 Personen. Wie viele Menschen tatsächlich im März und April verkürzt gearbeitet haben, gibt diese Zahl nicht wieder. Unternehmen zeigen Kurzarbeit für Beschäftigten an, für die sie annehmen, dass es zu einem Ausfall der Arbeitszeit kommen könnte. Auskunft, ob der Ausfall tatsächlich realisiert wurde, geben Unternehmen erst mit der Abrechnung in einem der drei folgenden Monate. Erst dann liegen dazu Zahlen abschließend vor.

„Kurzarbeit gibt Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern die Möglichkeit, trotz konjunktureller Engpässe, ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten und Krisenzeiten zu überbrücken“, so Withake. „Für uns ist es daher eine gute Botschaft, dass viele Unternehmen in NRW dieses Angebot nutzen und damit vielfach verhindern, dass Menschen arbeitslos werden.“ Zum Vergleich: Im gesamten Jahr der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 zeigten insgesamt 28.663 Unternehmen und Betriebe Kurzarbeit an, betroffen waren davon damals 676.306 Beschäftigte.

Kurzarbeit wurde im April in allen Branchen angezeigt. Torsten Withake: „In früheren Phasen, in denen konjunkturelle Kurzarbeit verstärkt genutzt wurde, zeigten vor allem Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe oder der Logistik Kurzarbeit an. Aktuell arbeiten neben der Industrie auch die Gastronomie, große Bereiche des Handels oder auch des Handwerks verkürzt. Eine weitere Auswirkung der Corona-Virus-Pandemie ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit auf rund 718.000 Personen. Das zuvor letzte Mal, dass in NRW so viele Menschen arbeitslos gemeldete waren, war im März 2017. Wir sind damit weit entfernt von den negativen Rekordzahlen aus den Jahren 2005 bis 2010.“

 

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