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Designer und Künstler verführen zum Weltverbessern

Von wegen Wegwerf-Mentalität, Ausbeutung und Egoismus! Das fünfte ÖkoRAUSCH-Festival zeigte wieder, dass es auch anders geht: 2500 Besucher und Designer und Künstler aus ganz Deutschland kamen, um ein Stück die Welt zu verändern. Ob es ihnen gelungen ist? Eine nachhaltige Bilanz.

Manuel Kniepe / ökoRAUSCH

Im Forum VHS des neuen Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln liegt die Inspira- tion geradezu in der Luft. An acht Tagen lassen sich die Besu- cher von frischen Ideen begeistern. Ideen von Künstlern und Designern – oder sagen wir besser: Querdenkern – aus ganz Deutschland; auch aus Belgien, den Niederlanden und der Schweiz kommen Mitmacher. Sie bilden die Schnitt- stelle zwischen Design, Kunst, Nachhaltigkeit und Konsum. Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung gehen für sie Hand in Hand, ökolo- gisches Bewusstsein und Fair Trade sind für sie nicht wie Einmal-Hand- schuhe. Ihr Auto ist ein Fahrrad, ihre Äpfel kommen von Nachbar Heinz, nicht aus Argentinien.

Ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken anregen

Dunja Karabaic hatte das Festival 2008 ins Leben gerufen. Als die Designerin 2007 bei der „ecodesignfair“ in London war, wusste sie: „Die Zeit war reif, auch in Deutschland ein Nachhaltigkeits-Event auf die Beine zu stellen.“ Im fünften Jahr nun, versucht Dunja Karabaic die Idee der Nachhaltigkeit schmackhaft und den Alltag der Menschen ein Stück sozialer, umweltfreund- licher zu machen. „Wir möchten das Publikum zum Nachdenken verführen – ganz spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger“, sagt die ökoRAUSCH-Organisatorin.

Die „Verführer“ sind zum Beispiel 30 Designer und Künstler, die ihre Ideen in der ökoRAUSCH-Ausstellung „identify“ präsentieren. Sie wollen behinderte Menschen in eine ökologisch-nachhaltige Gartengestaltung mit einbeziehen, Möbel in kleinen Werkstätten in der Nachbarschaft bauen, sie wollen Design neu leben, mit alten Flaschen und Radios. Wer braucht schon Ellbogen-Konsum und Fließbandprodukte?

Sozial und „öko“ sollen Selbstverständlichkeit werden

Dunja Karabaic zieht bislang eine positive ökoRAUSCH- Bilanz . „Ich denke, dass es uns in den vergangenen fünf Jahren gelun- gen ist, das Thema von den Klischees zu befreien, die man mit dem Begriff „öko“ verbindet. Es ist zu beobachten, dass das Thema immer weiter aus der Nische kommt. Ich hoffe, dass es gelingen wird, es als Selbstverständlichkeit zu etablieren.“

Dabei fängt es oft im Kleinen an. „Man muss nicht gleich perfekt sein“, sagt Dunja Karabaic. Sie versuche all die Ideen, die man vorstelle, auch selbst umzusetzen. Von anderen wolle sie das aber nicht erwarten. Kein erhobener Zeigefinger eben. Für alle, bei denen der Nachhaltigkeitsfunke noch nicht übergesprungen ist, hat die Designerin einen Tipp: „ Man sollte nie den Spaß am Weltverbessern verlieren.“

 

Dennis Sohner

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