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Projekt sichere Innenstadt erfolgreich beendet

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (Mitte) versprach gemeinsam mit Innenminister Herbert Reul (r.) und Ordnungsdezernentin Britta Zur (l.), auch in Zukunft in den Bemühungen um eine sichere Innenstadt nicht nachzulassen. Foto: Zanin

Die Altstadt ist sicherer geworden – objektiv und subjektiv. Auf diese einfache Formel brachten es Innenminister Herbert Reul, Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller und Ordnungsdezernentin Britta Zur am Ende des 18-monatigen Projektes „Sicherheit in der Innenstadt“ (SIDI).

Zur Bestätigung ließ Reul Fakten sprechen. So gab es im dritten Quartal dieses Jahres bei der „Bürger belastenden Kriminalität“ (Raub, Körperverletzung, Sexualstraftaten) einen Rückgang um ein Drittel auf 68 Straftaten, während die Zahlen im gleichen Zeitraum des letzten Jahres bei 93 gelegen hat. Reul: „Das Problem ist nicht auf Null, aber es ist deutlich ruhiger geworden.“

Dazu beigetragen habe ein ganzer Werkzeugkoffer, den die Protagonisten übereinstimmend zusammentrugen. Das auffälligste Werkzeug dabei waren die umfangreichen und medienwirksamen Taschenkontrollen der Polizei am Rande der Altstadt, bei denen in einer Nacht bis zu 11.000 Besucher überprüft und laut Stadt „mehrere hundert Waffen sichergestellt“ wurden.

Zu den weiteren Maßnahmen gehörten der Einsatz von Streetworkern, den „Masterplan Veranstaltungen“ für eine Imageverbesserung und Belebung der Innenstadt, Doppelstreifen von Polizei und Ordnungsamt sowie nun zum Finale das neue Beleuchtungskonzept an der Rheinuferpromenade, wo 86 Kugelleuchten als größte von 15 Beleuchtungsaktionen ausgetauscht wurden, die je nach Bedarf in der Helligkeit angepasst werden können, um „Störer und Straftäter aus der Anonymität der Dunkelheit“ zu holen, so die Stadt in einer Mitteilung.

Besonders beeindruckend jedoch und in jeglicher Hinsicht neu – und da waren sich alle Beteiligten einig – war die stärkere Zusammenarbeit und der intensive Austausch von Ordnungsamt und Polizei. Britta Zur habe auf diesen „Schulterschluss als ehemalige Polizeipräsidentin Gelsenkirchens besonderen Wert gelegt.“ Und OB Keller empfand die letzten 18 Monate in diesem Fall als „Lehrstück einer Zusammenarbeit von Land und Landeshauptstadt.“

Doch nun, am Ende des Projektes, soll das gewonnene Terrain nicht aufgegeben werden. Zwar verlassen einige Akteure die Arbeitsgruppe, doch sollen Ideen und Aktionen jetzt in den Alltag überführt werden, wie Britta Zur hervorhob. Innenminister Reul: „Das Projekt ist am Ende, die Aufgabe geht weiter. Wir justieren nach.“

Alkoholverkauf am Kiosk? Kaum Verbotschance

Ratlos und wohl tatenlos in der Einschränkung blieb Keller bei der Frage nach dem Problem des Alkoholverkaufs an Kiosken in der Altstadt. Ob die Stadt etwas dagegen tun könne, beantwortete Keller klar und deutlich mit drei Worten: „Ehrlich gesagt, Nein!“, was einer Kapitulation vor diesem Wildwuchs gleichkommt. Er verwies auf die Freiheit eines Hauseigentümers bei der Wahl des Mieters. Trotzdem wird mit besonderer Aufmerksamkeit derzeit auf die „schäl Sick“, nämlich in Richtung Domstadt geschaut. Das OVG NRW hatte vor kurzem entschieden, dass die Stadt zu erwägen habe, ob sie bei der Befriedung des Brüsseler Platzes ein „zeitlich beschränktes Alkoholkonsumverbot im Wege einer Verordnung“ erlässt.

Zurück nach Düsseldorf: Das Gefühl von Sicherheit ist subjektiv. Zahlen und Fakten helfen deswegen selten dabei, das Grundempfinden zu beruhigen. So versprach OB Keller: „Wir werden nicht nachlassen.“

Bildrechte: (c)Zanin

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