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Technologie bedroht Medien-Jobs

Der technologische Fortschritt im Hard- und Software-Bereich setzt laut US-Experten den Arbeitsmarkt unter Druck. Die Automation betrifft zunehmend auch Büro-Arbeitsplätze und auch der Medienbereich bleibt nicht verschont.

Der technologische Fortschritt im Hard- und Software-Bereich setzt laut US-Experten den Arbeitsmarkt unter Druck. Die Automation betrifft zunehmend auch Büro-Arbeitsplätze und auch der Medienbereich bleibt nicht verschont.

In ihrem E-Book „Race against the Machine“ kommen die MIT- Forscher Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee zu dem Schluss, dass die seit der krisenbeding- ten Rezession trotz Wirtschaftswachstum rückläufige Zahl der Beschäftigten in den USA zumindest teil- weise auf Fortschritte in der Computertechnologie zurückzuführen sind. „Computertechnologie kann mittlerweile Anwälte, Steuerberater oder Reisebüromitarbeiter ersetzen. Angestellte, die „routinemäßige geistige Arbeit“ verrichten, also Anordnungen ausführen, spüren schon seit Jahren den Druck auf ihre Gehälter. Auch in der Produktion, die ebenfalls wächst, steigt die Automatisierung weiter“, sagt McAfee gegenüber der Technology Review. Sollte sich die These der Forscher bewahrheiten, wird der Arbeitsmarkt der Zukunft für viele Menschen ein ungemütlicher Ort sein.

Digitales Athen – das positive Szenario

„Die These, dass technologischer Fortschritt die Arbeitslosigkeit erhöht, gibt es seit mindestens 150 Jahren. Sie wird immer wieder widerlegt“, sagt dagegen Hans Pongratz vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung in München. Die Hauptargumente gegen die These aus Race against the Machine liegen auf der Hand. „Durch technischen Fortschritt verschwinden ständig Arbeitsplätze, es werden gleichzeitig aber auch neue geschaffen. Problematisch kann es werden, wenn die neuen Arbeitsplätze nicht auf der selben Qualifikationsstufe entstehen“, so Pongratz.

Von einer Verlagerung von Arbeitsplätzen zu weniger hochqualifizierten Arbeitsplätzen gehen auch die US-Forscher aus. Trotzdem sehen sie die Zukunft nicht ausschließlich negativ. „Die pessimistische Variante ist, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft und der Lebensstandard sinkt. Ein positives Szenario wäre das „digitale Athen“. Die Bürger von Athen hatten viel Zeit für Müßiggang, weil sie Sklaven für sich arbeiten ließen. Durch eine technologisierte Arbeitswelt könnte auch den Menschen der Zukunft mehr Freizeit zur Verfügung stehen“, so McAfee. Allerdings gebe es im Moment kaum Anzeichen für eine positive Entwicklung.

USA sind nicht repräsentativ für die Entwicklung

„In Deutschland werden durch das Bildungs- und Beschäftigungssystem sowie den Einsatz von Gewerkschaften immer neue qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Deshalb ist die Gefahr, dass qualifizierte Arbeitskräfte obsolet werden, hierzulande weniger gegeben. In den USA gibt es eine andere Dynamik, weil es kaum Absicherungen am Arbeitsmarkt gibt. Zudem gibt es dort keine verberuflichten Arbeitsplätze, sondern vornehmlich Anlernung. Das kann die Tendenz zu niedriger qualifizierten Jobs stärken“, relativiert Pongratz die düsteren Prognosen.

Die US-Forscher befinden, dass die Automatisierung intellektueller Arbeit bereits weiter fortgeschritten ist, als die der körperlichen Arbeit. Die Fortschritte sehen sie aber nicht nur negativ. Die allgemeine Verfügbarkeit der modernen Technologie hat laut Race against the Machine positive Auswirkungen auf den „knowledge gap“. Die Folgen auf Arbeitsplätze in der Medienbranche werden als negativ beurteilt. Maschinen können nicht nur Recherchetätigkeit unterstützen, sondern sogar selbstständig Texte zusammensetzen. Beides kostet Arbeitsplätze.

 

pressetext.com

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