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IT & Telekommunikation

iPhone und Foto-Networks statt Facebook

Die neuste „Taking Stock With Teen“ – Studie belegt, dass die iPhone-vernarrte Jugend zunehmend auf Facebook verzichtet. Foto-Networks sind dagegen besonders beliebt und das Apple-Smartphone fungiert als Statussymbol.

Harald Wanetschka / pixelio.de

Piper Jaffray zeigt in der neusten „Taking Stock With Teen“ – Studie, dass sich US-amerikanische Jugendliche immer mehr von Facebook abwenden. Dabei ging der Anteil der regelmäßigen Jugendlichen Nutzer zwischen Frühling und Herbst des laufenden Jahres in den USA um 27 Prozent auf 45 Prozent zurück. Die iPhones von Apple werden hingegen geliebt. Zwei Drittel der befragten Jugendlichen sind im Besitz eines iPhones und weitere 73% geben an, dass ihr nächstes Handy ein Apple-Handy wird. „In Amerika zeigen sich solche Entwicklungen immer schneller. Im deutschsprachigen Raum ist Facebook nach wie vor beliebt, aber es zeichnet sich bereits ab, dass der Nachwuchs ausbleibt, also jüngere Nutzer nicht mehr so stark nachrücken. Das iPhone ist einfach ein Statussymbol, in diesem Punkt unterscheiden sich amerikanische und europäische Jugendliche nicht. Mit dem iPhone gehört man zur vernetzten digitalen Elite und zeigt sich stilbewusst.“, so Philipp Ikrath, Leiter des Hamburger Departments des Instituts für Jugendkulturforschung.

Auch fotobasierte Portale erleben derzeit einen Boom. Während Twitter, Pinterest, Tumblr und Reddit ihre Nutzerzahlen stabil halten konnten, ist Instagram bei den US-Jugendlichen beliebter geworden. „Auf Fotos basierende Plattformen wie Tumblr und Instagram gewinnen an Popularität, aber auch die Video-Plattform Vine. WhatsApp übernimmt zudem auch vermehrt Community-Funktionen für Jugendliche.“, erklärt Ikrath die Situation im deutschsprachigen Raum. Generell lässt sich allerdings ein distanzierter und reflektierter Umgang mit Social Media feststellen. „Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die mit Facebook aufgewachsen sind, als es noch neu war, haben sich da noch relativ unkritisch hineingestürzt“, erläutert Ikrath. „Es ist noch kein Massenphänomen, aber vor allem bei bildungsnäheren Jugendlichen nimmt ein antidigitaler Lebensstil zu, sie sehen nicht mehr die Notwendigkeit, Social Media zu verwenden, um dazuzugehören.“

 

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