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Stephen Markus Fitnesskolumne: Folge 1 – Wie ausgeglichen ist dein Fitnesskonto?

Die Fitnesskolumne von Stephen Markus

In der Planke

In meiner Fitnesskolumne gebe ich monatlich drei Tipps, die mit geringem Aufwand sofort umgesetzt werden können. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Einfach ausprobieren und mit mir am Ball bleiben. In Folge 1 geht es um dein Fitnesskonto.

Zahlen, Tabellen und Bilanzen entscheiden über den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Hierfür sind viele Mitarbeiter und Führungskräfte bereit, Überstunden zu leisten. In Agenturen werden bis spätabends Präsentationen für den nächsten Tag vorbereitet. Managerinnen und Manager sitzen stundenlang in digitalen Meetings und Sitzungen oder steigen ins Flugzeug, um in den Meetings bei ihren Kunden wieder zu sitzen. Die meisten sind mit dem Auto zur Arbeit gefahren, haben in der Tiefgarage geparkt, den Aufzug genommen, um sich an ihren Arbeitsplatz zu setzen. Sitzen ist das neue Rauchen.

Doch möglicherweise werden wir in einem Jahrzehnt Filme mit Büroszenen, in denen Menschen vor ihren PCs hocken, ähnlich merkwürdig finden wie verqualmte Büros aus der Raucherära.

Die Soll-Seite

Die Gleichung ist einfach: Je mehr Sitz-Überstunden auf der Habenseite im Unternehmen eingezahlt werden, umso mehr wird die Soll-Seite des Fitnesskontos belastet. Gerade im mittleren und oberen Management beobachte ich in meiner Praxis ein Zeitmanagement, bei dem Phasen der Entspannung und des Trainings nicht in den Tagesablauf eingeplant werden.

Das Fitnesskonto funktioniert wie ein Bankkonto. Solange der Dispo nicht überzogen wird, läuft das business as usual. Bis sich Rücken-, Knie-, Schulter-, Nacken- oder Kopfschmerzen einstellen. Diese sind die Folge von Fehlhaltungen, die wir ganz automatisch beim Sitzen einnehmen. Der Kopf ruht nicht mittig auf der Wirbelsäule, sondern wird schildkrötenartig nach vorne Richtung PC geschoben. Das Gewicht ruht nicht auf den Sitzbeinhöckern im Gesäß und wird nicht mit auf die Füße verteilt. Die Schultern gehen mit den Armen nach vorne, der Rücken rundet sich, die Brustmuskulatur verkürzt sich, ebenso die Muskulatur der Beinrückseiten. Der Körper speichert diese Haltung ab und variiert diese nur, wenn er neue Impulse bekommt.

Jeder kennt die Tipps, zwischendurch öfter einmal aufzustehen und sich zu bewegen, aber im Arbeitsalltag werden kleinere Gymnastik- und Entspannungseinheiten eher selten praktiziert. Es sei denn, die Gesundheit der Mitarbeiter gehört mit zur Unternehmensphilosophie. Unternehmen, die Sportangebote integrieren, punkten beim Mitarbeiterrecruiting vor allem bei den jüngeren Generationen, sagt meine Erfahrung als Firmen-Coach.

Zum New Work gehört die Work-Life-Balance. Dieser Ansatz ist richtig und gut. Ein verbindendes Element dieser Work-Life-Balance ist Gesundheit und körperliche Fitness. Denn es gibt keinen Ausgleich zum Beruf, wenn die Freizeit von schmerzhaften muskulären Dysbalancen überschattet wird.

3 Tipps für das Fitnesskonto:

  • Morgens direkt nach dem Aufstehen zwei Gläser lauwarmes Wasser trinken. Warmes Wasser auf nüchternen Magen sendet einen Verdauungsimpuls an das Magen-Darm-System und bringt den Stoffwechsel auf Trab.
  • Eine Minute durch die Nase atmen. Auch im Alltag immer darauf achten, den Mund geschlossen zu halten. Wenn du doch durch den Mund atmest, dann schließe den Mund und halte für drei bis zehn Sekunden die Luft an. Langsam anfangen und steigern.
  • Eine Minute in die Planke (siehe Foto) gehen. Dazu in die Bauchlage auf die Matte und mit den Ellenbogen abstützen. Der Körper sollte möglichst eine gerade Linie bilden, den Po nicht zu tief fallen lassen.

 

Stephen Markus

Stephen Markus ist seit mehr als 10 Jahren Personal Trainier (PT) und Lehrer für Fitness, Yoga und Ernährung. Der Fitnessexperte entwickelte mit „Muskelyoga“ ein eigenes Trainingskonzept. Er praktiziert seit 2020 in seinem Düsseldorfer Fitnessstudio und bietet außerdem Kurse für und in Unternehmen an. Mit individuellen Trainingseinheiten, die auf der Kombination von Krafttraining und Yoga beruhen, gleicht der Personal Trainer muskuläre Dysbalancen aus. Verspannungen werden gelöst, die Muskulatur trainiert, der Geist geschärft. Seine Fitnesskolumne erscheint monatlich auf business-on.de.

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