Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

57 Prozent weniger Gäste in Düsseldorf

Im ersten Halbjahr haben rund 642.000 Gäste Düsseldorf besucht. Was sich erst einmal gar nicht so schlecht anhört, bedeutet aber einen Rückgang um 57 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

NGG / NGG

Auch die Zahl der Übernachtungen in der Landeshauptstadt sank um 56 Prozent auf etwa 1,1 Millionen. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG auf Grundlage von Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW mit. Ganz Nordrhein-Westfalen verzeichnete danach rund 5,4 Millionen Gästeankünfte (ein Minus von 54 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen ging landesweit um 47 Prozent auf rund 13,5 Millionen zurück. „Die Pandemie hat zu einer beispiellosen Krise im heimischen Gastgewerbe geführt. Erst mussten Hotels, Pensionen, Kneipen und Restaurants über viele Wochen ganz schließen. Und nach dem Lockdown läuft der Betrieb unter Auflagen nur langsam wieder an“, sagt Zayde Torun, Geschäftsführerin der NGG-Region Düsseldorf-Wuppertal.

Unter der Situation leiden aber nicht nur die Unternehmen. „Die Folgen sind auch für Köche, Kellner und Hotelangestellte dramatisch. Als Kurzarbeiter mussten sie deutliche Lohneinbußen in Kauf nehmen – in einer Branche, die ohnehin nur geringe Löhne zahlt“, so Torun. Nach dieser „Durststrecke“ blickten viele Beschäftigte nun mit Sorge auf die Herbst- und Wintersaison. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt das Hotel- und Gaststättengewerbe in Düsseldorf rund 24.600 Menschen (NRW: rund 332.000).

Allerdings habe die Kurzarbeit bislang einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern können. Dank staatlicher Hilfen sei eine Pleitewelle im Gastgewerbe ausgeblieben. „Die Gewerkschaften haben sich in Berlin seit Beginn der Pandemie für das Kurzarbeitergeld starkgemacht und auch durchgesetzt, dass es bis Ende nächsten Jahres verlängert wird. So kommen Beschäftigte und Betriebe besser durch diese schwere Zeit“, sagt Torun. Entscheidend sei zudem, dass die Leistung nach sieben Monaten auf 80 Prozent des Nettoverdienstes (für Eltern 87 Prozent) ansteige. „Am Ende steht fest: Jeder Kurzarbeiter ist ein möglicher Arbeitsloser weniger.“

NGG: Kurzarbeit für Qualifizierungsoffensive nutzen

Die Gewerkschaft NGG appelliert nun an die Unternehmen, die Kurzarbeit für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu nutzen. „Wer wegen Corona nicht arbeiten kann, sollte die Möglichkeit einer beruflichen Weiterbildung bekommen. Das ist ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel, der in Hotels und Restaurants unabhängig von der Pandemie eklatant ist. Und Beschäftigte können einen Schritt auf der Karriereleiter machen – etwa von der Küchenhilfe zur Köchin, vom Restaurantfachmann zum Hotelfachmann“, unterstreicht Torun. Zudem müssten Beschäftigte auch im Gastgewerbe für die Digitalisierung fit gemacht werden. Hier berge die Krise eine große Chance.

Nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts waren im August bundesweit 377.000 Beschäftigte des Hotel- und Gaststättengewerbes in Kurzarbeit – das ist gut jeder dritte Arbeitnehmer (34 Prozent). Dabei sind die vielen Minijobber der Branche nicht mitgerechnet. Sie haben keinen Anspruch auf das Lohnausfallgeld. In der gesamten Wirtschaft lag der Anteil der Kurzarbeitenden zuletzt bei 14 Prozent. Während des Lockdowns zwischen Anfang März und Ende April wurde laut Arbeitsagentur für neun von zehn sozialversicherungspflichtige Beschäftige im Gastgewerbe Kurzarbeit beantragt.

 

Anzeige

Aktuell

Für Kurzzeitvermietungen sind seit dem 1. Juli weitere verpflichtende Regelungen in Kraft getreten. Darauf weist das Amt für Wohnungswesen Düsseldorf hin. Danach muss jede...

Aktuell

Die Stimmung in der nordrhein-westfälischen Wirtschaft hat sich im Juni merklich eingetrübt. Während die Unternehmen die aktuelle Lage nur leicht schlechter einschätzten, revidierten sie...

Aktuell

Mit einem „Düsseldorfer Abend“ feierte die Stadt den Anpfiff für die Euro 2024. An der Seite von Turnierdirektor Philipp Lahm und der EURO-Botschafterin Celia...

Aktuell

Die zweite Halbzeit der fünfwöchigen Ausstellung „DIE GROSSE Kunstausstellung NRW“ im Kunstpalast und im NRW-Forum hat begonnen. „Wir möchten im 120-jährigen Jubiläumsjahr den Besucherinnen...

Aktuell

Die rund 400 Menschen, die in Düsseldorf im Garten- und Landschaftsbau arbeiten, bekommen ab sofort mehr Geld. Zum Juli steigen die Einkommen um 2,8...

Aktuell

Der nordrhein-westfälische Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe erreichte im Mai 2022 nach vorläufigen Ergebnissen einen Indexwert von 97,2 Punkten und war damit um 6,9 Prozent niedriger...

Weitere Beiträge

Aktuell

Zu Beginn der Hauptreisezeit fehlt in vielen Düsseldorfer Hotels und Pensionen das nötige Personal. „Rezeptionistinnen, Köche, Barkeeper, Service- und Reinigungskräfte werden händeringend gesucht. Ohne...

Aktuell

Viele Hotels und Gaststätten in Düsseldorf sind derzeit dringend auf neues Personal angewiesen – und könnten dabei auch Geflüchteten aus der Ukraine eine Job-Perspektive...

Aktuell

Die rund 18.800 Menschen, die in Düsseldorf in der Gastronomie und Hotellerie arbeiten, bekommen ab sofort deutlich mehr Geld. Zum Mai steigen ihre Löhne...

Aktuell

Zu wenige Kontrollen beim Arbeitsschutz: Von der richtigen Schutzkleidung in der Lebensmittelherstellung bis hin zur Arbeitszeiterfassung in der Gastronomie – die Aufsichtsbehörden sollen Unternehmen...

Aktuell

Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Minijobs in Düsseldorf deutlich zurückgegangen. Mitte vergangenen Jahres gab es in der Stadt rund 73.600 Stellen auf...

Aktuell

Der Karnevalsumzug in Düsseldorf findet am Rosenmontag nicht statt und nur in bestimmten Brauchtumszonen ist ein eingeschränktes karnevalistisches Treiben erlaubt. „Die Corona-Pandemie beschäftigt damit...

Aktuell

In Düsseldorf sind aktuell 7.787 Menschen auf Sozialleistungen angewiesen – obwohl sie eine Arbeit haben. Damit ist jeder fast fünfte erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher in der Stadt...

Aktuell

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Anzeige