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Frauen an die Spitze – ein Weg mit Hindernissen

Die Arbeitswelt der Zukunft soll weiblich sein. Wer das 6. Frauen-Wirtschaftsforum Düsseldorf besucht hat, glaubt das sofort. Schulterschluss statt Stutenbissigkeit.

Anna Schwartze

Weibliche Generationen mit Führungsanspruch drängen auf den Arbeitsmarkt und in die Führungsetagen. Wenn da nur nicht das leidige Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wäre. Ein Problem, das sich in der männlichen Arbeitswelt in dieser Form bis heute nicht stellt.

Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, plädierte in ihrem Grußwort beim 6. Frauen-Wirtschaftsforum Düsseldorf, zu dem die IHK und das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann eingeladen hatten, vor rund 100 Teilnehmerinnen für eine lebensphasenorientierte Personalpolitik.

Das hört sich gut an, meint aber am Ende des Tages, dass Frauen sich nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Pflege von Familienangehörigen zuständig fühlen sollen. Für eine bessere Gender-Zukunft ist dann aber ab August 2019 eine Girls & Boys-Academy geplant und gerne würde die Ministerin einen Architektinnenpreis in der Männerdomäne installieren.

Karriere funktioniert, wenn man sich wie Vera Calasan, CEO/Vorstandsvorsitzende der Excellence AG – German Engineering, gegen Kinder entscheidet. Schon im Sandkasten wusste sie, dass sie Chef sein und das Sagen haben wolle. Das hat dann auch geklappt und für die Teilnehmer des Forums hatte sie die Botschaft: „Frauen kämpft für euch.“

Derart angefeuert ging es weiter mit einem Seminar von Tijen Onaran, Gründerin Gobal Digital Women und startup affairs. Mit 20 kandidierte sie für die FDP und machte schon früh die Erfahrung, wie frau sichtbar wird. Heute engagiert sie sich für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche. Personal Branding ist das Zauberwort, um über Social Media-Kanäle den Turbogang für die eigene Karriere einzulegen.

Das geht aber auch (noch) analog. Die Teilnehmerinnen des Forums nutzten die Gelegenheit, sich an den Partnerständen zu informieren und Ideen und Informationen auszutauschen. Darunter waren die Werkstatt Wirtschaftliche Zukunftssicherung für Frauen, BPW Germany – Club Düsseldorf e.V., die Businessfrauen Ratingen e. V., das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann und viele weitere Business-Frauennetzwerke.

Fazit: Solange Frauen mit Schwangerschaft und Kinderaufzucht ein Karriereknick droht, sind Frauen-Wirtschaftsforen notwendig und ein Schulterschluss.

 

Susan Tuchel

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