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Die Gefahren der ständigen Erreichbarkeit

Überarbeitung durch mangelnde Erholung ist ein großes Thema in unserer heutigen Gesellschaft. Die immer weiter fortschreitende Technisierung ermöglicht es, ständig erreichbar zu sein und beschränkt bei vielen Menschen die Freizeit auf das absolute Minimum. Warum ist es aber sogar im Interesse des Arbeitgebers, wenn der Angestellte auch Wichtiges nach Feierabend nicht mehr bearbeitet?

Flickr.com � hiroo yamagata (CC BY-SA 2.0)

Das Konzept BYOD, Abkürzung für „Bring Your Own Device“, ist bei vielen Arbeitgebern Alltag. Dieser Ausdruck bezieht sich darauf, dass Arbeitnehmer ihre eigenen Smartphones und Tablets beispielsweise mit Emailkonten der Arbeit verknüpfen und so die Grenze zwischen Privat- und Arbeitsleben verschwimmt. Auf den ersten Blick scheint dies praktisch, auf den zweiten jedoch offenbaren sich negative Konsequenzen.

Für unseren Körper sind regelmäßige Erholungsphasen immens wichtig. Während gerade in stressigen Phasen der Körper durch die Ausschüttung von Hormonen Kraftreserven mobilisiert, muss er diese natürlich auch wieder aufbauen können. Wenn diese Erholungsphasen durch den ständigen Blick auf das Display des Smartphones nicht mehr stattfinden können, drohen ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen – im Extremfall der berüchtigte Burn-Out. Leider wird dieses Konzept aber von vielen Unternehmen implizit gefördert, beispielweise durch Firmenhandys oder ähnliches, welche natürlich auch für private Zwecke genutzt werden.

Eine repräsentative Studie des Forsa-Instituts (nachzulesen auf heise.de) zeigt deutlich, dass sich auch die innere Haltung der Arbeitnehmer deutlich gewandelt hat: Auch nach Feierabend noch an die Arbeit zu denken und ständig präsent zu sein empfinden viele als normal. Die negativen Konsequenzen dieser „flexiblen Arbeitszeiten“, wie sie gerne genannt werden, sind dabei aber vielen nicht bewusst. Auch zeigt die Studie, dass vor allem Männer Gefahr laufen, der Arbeit einen zentralen Platz in ihrem Leben zu gewähren. Was können Arbeitgeber und Arbeitnehmer also tun, um diesen Stress nach Feierabend zu minimieren und die dringend benötigte Erholung zu ermöglichen?

Maßnahmen gegen Überarbeitung

Viele Unternehmen haben diese Gefahr schon erkannt und entsprechende Vorkehrungen getroffen. So werden die Mailserver verschiedener Firmen nach Feierabend heruntergefahren; auch ist die Reduzierung von Sammelmails eine probate Maßnahme um die Mailflut zu reduzieren. Natürlich ist aber auch der Arbeitnehmer gefordert: So ist es zum Beispiel wichtig, sich selbst Zeiten zu setzen in denen man keinesfalls erreichbar ist. Einige Handys bieten auch die Möglichkeit, das Abrufen bestimmter Mailadressen zeitweise zu verhindern. Eine etwas „radikale“ Methode ist es natürlich, das Smartphone nach Feierabend in den Flugmodus zu versetzen oder ganz abzuschalten – dies ist aber nur bei reinen Firmenhandys eine Möglichkeit.

Auch wenn man hier wohl im ersten Moment den Eindruck erhält, der Firma damit zu schaden, weil wichtige Mails oder Anfragen nicht umgehend beantwortet werden, ist es doch immens wichtig nach Feierabend abzuschalten. Auf lange Sicht bedeutet dies für den Arbeitgeber einen großen Vorteil, wenn alle Angestellten ausgeruht und voll konzentriert auf der Arbeit erscheinen und nicht übernächtigt und erschöpft dem Tagesgeschäft nachgehen.

 

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