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Forderungsmanagement optimieren

Insbesondere Firmen, die einen hohen Warenumschlag besitzen oder Dienstleister, beispielsweise aus den Bereichen Versandhandel, Bankenwesen oder Telekommunikation, mit einer Vielzahl an Kunden, sind auf ein optimiertes Forderungsmanagement angewiesen. Viele dieser Firmen nehmen die Hilfe von Inkassounternehmen in Anspruch, welche den Firmen in ihrer Rolle des Gläubigers helfen, Geld, welches ihnen vom jeweiligen Schuldner zusteht, einzufordern. Hierfür schließen die Firmen mit den Inkasso-Dienstleistern einen Inkassovertrag ab – ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit Dienstleistungscharakter.

Pixabay.com � geralt (CC0 1.0)

Zusammenarbeit mit Inkassounternehmen ermöglicht Ausgliederung eines Aufgabenbereichs

einer solchen Bonitätsprüfung zählt, erfahren Interessierte auch hier. Weiterhin werden ständig Fristen kontrolliert und evaluiert Arbeiten, die ein hohes Maß an Zeit und damit auch an Kosten für Unternehmen bedeuten, würde dieser Aufgabenbereich komplett im Unternehmen liegen. Zudem werden Firmen stets hinsichtlich des Forderungsmanagements beraten und können so vom Fachwissen der Dienstleister profitieren. Schließlich erhalten Unternehmen von den Inkassofirmen in regelmäßigen Abständen Evaluierungen, die statistisch aufbereitet, Auskunft über Erfolge und abzuschließenden Fälle liefern.

Tipps für ein optimiertes Forderungsmanagement

Ist die Anzahl an Schuldnern nicht so hoch oder ist ein Inkassounternehmen von einem Unternehmen nicht finanzierbar, sollte sich ein Unternehmen beim hauseigenen Forderungsmanagement an bestimmte Abläufe halten. Gerade für kleine Unternehmen kann der Verzug von Zahlungen mehrerer Kunden bereits das Aus bedeuten. Es ist demnach ratsam, vor Vertragsabschluss folgende Aspekte zu beachten.

  • 1. Regel: Bei Neukunden ist es immer ratsam, auf eine Zahlung gegen Vorkasse zu bestehen oder zu mindestens auf eine Anzahlung. Allerdings ist dies nicht in allen Wirtschaftsbereichen möglich.
  • 2. Regel: Wichtig vor einem Vertragsabschluss mit einem Neukunden ist die Prüfung des Vertragspartners. Vordergründig sollte untersucht werden, ob es sich um eine natürliche Person oder ein Unternehmen handelt. Die Prüfung der Bonität steht bei den Recherchen im Fokus, worüber die SCHUFA nach Bezahlung beispielsweise Auskunft gibt.
  • 3. Regel: Die Buchhaltung sollte einwandfrei funktionieren, das heißt vor dem Vertragsabschluss ist die Vollständigkeit der Kontaktdaten des Vertragspartners zu prüfen, Rechnungen und Fristen sollten stets pünktlich und zügig an den Kunden versandt werden. Das schafft Seriosität gegenüber dem Schuldner und gegebenenfalls gegenüber einem Richter.
  • 4. Regel: Ein Eigentumsvorbehalt ist eine mögliche Reaktion auf wiederholtes Nichtzahlen. Wichtig ist dann auch, einen Mahnbescheid zu beantragen, wobei dieser auf weiterführende Konsequenzen bei Nichtzahlung aufmerksam machen sollte, zum Beispiel auf das Einschalten eines Anwalts.
  • 5. Regel: Sollte kein Ergebnis auch nach persönlichen Gesprächen erzielt werden können, ist ein Gericht einzuschalten.

Grundsätzlich ist vor dem Eintreten der fünften Regel erfolgversprechender sowie wahrscheinlich auch kostengünstiger, ein Inkassounternehmen einzuschalten, welches durch seine Erfahrungen und Kenntnisse als Mittler hartnäckig eine Lösung sucht. Allerdings ist darauf zu achten, einen seriösen Anbieter zu finden. Der BDIU gibt wichtige Kriterien vor, anhand derer die Wahl des richtigen Inkassounternehmens leichter fällt.

Bonitätsauskünfte: Vorgehensweise der SCHUFA

Bonitätsauskünfte geben Aufschluss über die Kreditwürdigkeit einer natürlichen Person oder eines Unternehmens also die Wahrscheinlichkeit, die aufgenommenen Schulden auch wieder zurück zahlen zu können. Die SCHUFA, „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“, ist ein Dienstleistungsunternehmen, welches Vertragspartnern wie Banken oder Telekommunikationsfirmen Auskünfte über die Bonität einer Person und auch von Unternehmen bietet. Diese Auskunft enthält wesentliche Informationen, damit ein Unternehmen besser beurteilen kann, überhaupt mit einem potentiellen Vertragspartner einen Vertrag abzuschließen. Dabei setzt die SCHUFA laut eigenen Angaben großen Wert auf die Privatsphäre und gibt nur jene Informationen heraus, die zur Beurteilung wichtig sind. Dabei verwendet der Dienstleister auch das „Scoring“-Verfahren an. Scoring kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie rechnen, punkten. Es handelt sich um ein systematisches Verfahren zur Berechnung von Wahrscheinlichkeiten, die zukünftige Ergebnisse betreffen. Genutzt werden für die Prognoseberechnung statistische Verfahren. In Bezug auf die Bonität bedeutet dies, dass anhand von vorliegenden Informationen aus der Vergangenheit einer Person eine Prognose erstellt wird, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Schulden auch zurückgezahlt werden können. Das Verfahren der SCHUFA ist allerdings auch umstritten. Kritisiert wird unter anderem, dass die Beurteilung durch den Dienstleister nicht ausreichend transparent ist. Die Kriterien, auf die sich die Beurteilung stützt, wirkten oftmals zu willkürlich. Trotz Kritik ist die Bedeutung der SCHUFA in Deutschland äußerst groß. An Privatpersonen sind allein ca. Dreiviertel der Deutschen erfasst.

Insgesamt dient ein optimiertes Forderungsmanagement prophylaktisch gegen lange Zahlungsverzüge. Wichtig ist, regelmäßig und hartnäckig den Schuldner an die Zahlungen zu erinnern. Die Hilfe durch Profis, also Inkassounternehmen, eignet sich insbesondere bei einer Vielzahl an Kunden oder Warenströmen, die riesige Datenbanken verursachen. Wichtig vor jedem Vertragsabschluss mit Neukunden, ist die Prüfung der Bonität sowie die Art des Vertragspartners.

 

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