Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

Hamburg – Videospiel-Boom an der Elbe

Michel, Elbphilharmonie, Fischmarkt, Sankt Pauli: Mit Deutschlands wichtigster Hansestadt am Ufer der Elbe assoziiert man diese Schlagworte am ehesten. Dass Hamburg sich mittlerweile zum wichtigsten deutschen Standort für Games-Entwickler gemausert hat, ist zwar nicht neu, geht aber in der Berichterstattung rund um Elbvertiefung und Millionengräber oft unter. Fakt ist: Der Markt für Videospiele ist längst ein Milliardenmarkt – und Hamburg spielt ganz vorn mit.

Michel, Elbphilharmonie, Fischmarkt, Sankt Pauli: Mit Deutschlands wichtigster Hansestadt am Ufer der Elbe assoziiert man diese Schlagworte am ehesten. Dass Hamburg sich mittlerweile zum wichtigsten deutschen Standort für Games-Entwickler gemausert hat, ist zwar nicht neu, geht aber in der Berichterstattung rund um Elbvertiefung und Millionengräber oft unter. Fakt ist: Der Markt für Videospiele ist längst ein Milliardenmarkt – und Hamburg spielt ganz vorn mit.

Bildrechte: Flickr

GDC Online 2011_Tuesday_Show Environment Official GDC CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Volle Kraft voraus

Woran liegt es, dass es viele Unternehmen aus der Games-Branche nach Hamburg zieht? Verantwortlich sind die hervorragenden Rahmenbedingungen für Startups insbesondere im digitalen Sektor – es ist kein Zufall, dass die Metropole an der Elbe Berlin als Stadt mit den meisten Unternehmensgründungen pro Jahr inzwischen abgelöst hat.

Zudem ist die Branche in Hamburg bestens untereinander vernetzt und organisiert: Die 2003 gegründete Initiative gamecity:Hamburg hat sich die Förderung der ortsansässigen Spieleentwickler auf die Fahne geschrieben und unterstützt entsprechende Startups mit Rat und Tat in Form von Workshops sowie mit Tipps zu Businessplänen, Finanzierung und ähnlichem. Zudem richtet man die Hamburg Games Conference aus; bei der letzten Ausgabe im April dieses Jahres stand das Thema Storytelling in den Bereichen VR und eSports im Vordergrund.

Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt ein Blick auf die größten Spieleentwickler Deutschlands: Die drei größten Studios sind allesamt in Hamburg angesiedelt. Über 4000 Arbeitnehmer sind derzeit bei Hamburger Unternehmen aus der Videospielbranche angestellt, viele schnell wachsende und erfolgreiche Startups verlegen ihren Standort in die Hansestadt.

Im Fahrwasser des Erfolgs

Interessant ist, dass der Großteil der Hamburger Entwicklerstudios auf ein ähnliches Geschäftsmodell setzt. Wie sieht dieses aus? Während Großprojekte wie Grand Theft Auto 5 oder Destiny einen immensen Personalaufwand erfordern und mit mehreren hundert Millionen Euro Produktionskosten zu Buche schlagen, kommen die deutschen Studios mit wesentlich überschaubareren Budgets aus. Der Grund: Sie konzentrieren sich auf die Entwicklung kleinerer Browser- und Handyspiele, die Nutzer auf Plattformen wie browsergames.de spielen oder dort herunterladen können. Diese sind weniger aufwendig zu programmieren als ihre „großen Brüder“ aus dem Konsolen- oder High-End-PC-Sektor, aber deswegen nicht weniger rentabel.

Den Spielen liegt das Free2Play-Modell zugrunde. Das heißt, dass Spieler diese Games kostenlos herunterladen und spielen können, allerdings meist in eingeschränktem Umfang. Findet jemand an einem Spiel Gefallen, kann er oder sie Geld für Spielerweiterungen bezahlen – dies können zum Beispiel neue Levels, Charaktere, Ausrüstungsgegenstände, virtuelles Geld oder Booster für schnelleres Aufleveln sein. Man spricht dabei von Mikrotransaktionen, da die fälligen Beträge für einzelne Inhalte meist sehr gering sind.

Für die Entwickler rechnet sich dieses Konzept. Manche Spieler investieren hunderte Euro in Mikrotransaktionen für ein einziges Spiel – wesentlich mehr als die rund 70 Euro, die ein herkömmliches PC- oder Konsolenspiel im Laden kostet. Auf diese Weise setzte die in Hamburg ansässige deutsche Spieleschmiede InnoGames 2016 ganze 130 Millionen Euro um. Das Wachstum von 25% gegenüber dem Vorjahr ist ein Zeichen dafür, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein dürfte.

Dennoch ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Die Goodgame-Studios, Entwickler beliebter Free2Play-Titel wie Empire: Four Kingdoms entließen Anfang 2017 im Rahmen einer Umstrukturierung 200 Mitarbeiter, von einstmals 1200 Mitarbeitern sind damit nur noch 350 übrig. Dennoch: Hamburg hat sich als Go-to-Standort für Videospielentwickler in Deutschland positioniert und etabliert. Daran werden auch derartige Rückschläge so schnell nichts ändern.

 

Anzeige

Startups

Die digitale Plattform für Führungskräfteentwicklung gyde hat ihre erste Finanzierungsrunde mit einem Funding von 1,1 Millionen Euro abgeschlossen. Das Start-up wurde 2020 von den...

Startups

Das Lifestyle Food-Unternehmen FITTASTE befindet sich weiter auf Expansionskurs: bereits für die nahe Zukunft erwartet die Geschäftsführung Rekordumsätze.

IT IT

HR-Themen

Homeoffice, Remote Work und hybride Arbeitsmodelle sind die neue Normalität. Mitarbeiter beklagen jedoch viele ungelöste Probleme im Arbeitsalltag. Apogee, Europas größer Multi-Brand-Anbieter von Managed-Workplace-Services,...

Alexander Konovalov Alexander Konovalov

Unternehmen

Das chinesische E-Commerce-Portal Alibaba und Amazon liefern sich seit Jahren einen Wettstreit in der Frage, wer der größte Internetshop weltweit ist. Große Einigkeit gibt...

HR-Themen

Gute, qualifizierte Mitarbeiter gehören zum größten Kapital eines jeden Unternehmens. Entsprechend wichtig ist es für ein Unternehmen, gut ausgebildete Fachkräfte langfristig zu binden –...

Life & Balance

Der Weingenuss steht und fällt mit der richtigen Temperatur, besonders, wenn es um die Lagerung geht. Weinliebhaber setzen deshalb auf einen speziellen Weinkühlschrank, in...

Threema als sichere Alternative zu Whatsapp & Co.?

Threema Messenger

Viele Menschen nutzen die Kurznachrichtendienste Whatsapp oder Telegram zur Kommunikation. Allerdings gibt es inzwischen sichere und bessere Alternativen wie den Schweizer Messenger Threema auf dem Markt.

ZIM Förderung

ZIM Förderung

ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Weitere Beiträge

Startups

ALDI Nord und ALDI SÜD setzen auf dem Weg zu weniger Verpackungen auf die Zusammenarbeit mit Startups. Zusammen mit dem Accelerator Programm TechFounders fördern...

HR-Themen

Der Fachkräftemangel in vielen Branchen macht sich vor allem in den urbanen Ballungsgebieten besonders bemerkbar. Hamburg gehört dabei zu den schwierigsten Standorten, um neue...

News

Crowdfunding-Kampagnen werden von Liebhabern für Liebhaber gemacht. Egal, ob es dabei um Musik, Filme oder Computerspiele geht, halten die Unterstützer den Machern die Treue....

Finanzierung

Auch Selbstständige möchten als Privatperson hin und wieder einen Kredit aufnehmen oder eine Finanzierung beginnen. Zumal sich auch bei ihnen ein finanzieller Engpass einschleichen...

News

Der Tech-Personalservice Zenjob aus Berlin bietet eine schnelle Lösung bei Personalschwankungen mit studentischem Personal. Interview mit Fritz Trott, einer der Gründer.

Aktuell

Der Standort Schweiz präsentiert sich als smarter Technologieführer

Aktuell

Die „Swiss-Startup-Tour Digital Health“ tourt vom 20.-25. Mai durch Deutschland – Gespräche und Begegnungen in Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Rostock und Berlin

News

Die Frage nach der Zukunft von Übersetzern und Dolmetschern wird immer wieder gestellt. Und nicht selten lautet dabei die Antwort, dass es die Berufe...

Anzeige