Connect with us

Hi, what are you looking for?

Recht & Steuern

Achtung Onlinehändler: Button im Shop wird bald Pflicht

Als Onlinehändler sollten Sie möglichst bald die Button-Lösung auf Ihrer Webseite umsetzen. Ansonsten müssen Sie mit einschneidenden Konsequenzen wie teuren Abmahnungen rechnen.

Als Onlinehändler sollten Sie möglichst bald die Button-Lösung auf Ihrer Webseite umsetzen. Ansonsten müssen Sie mit einschneidenden Konsequenzen wie teuren Abmahnungen rechnen.

Als Onlinehändler sollten Sie möglichst bald die Button-Lösung auf Ihrer Webseite umsetzen. Ansonsten müssen Sie mit einschneidenden Konsequenzen wie teuren Abmahnungen rechnen.

Nachdem immer mehr Verbraucher durch einige unseriöse Anbieter mittels einer sogenannten Abofalle abgezockt worden sind, war der Gesetzgeber tätig geworden.

Aufgrund eines Gesetzesentwurfes des Bundesjustizministeriums sieht das vom Bundestag am 02.03.2012 beschlossene „Gesetz zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im Internet“ (BT-Drs. 17/7745) nicht nur für Dienstleister, sondern auch für Onlinehändler umfassende Informationspflichten vor.

Verbrauchern soll dabei vor der Abgabe einer Bestellung deutlich vor Augen geführt werden, dass das jeweilige Angebot kostenpflichtig ist. Denn dies wird von den Abofallen-Betreibern durch geschickte Gestaltung der Webseite bewusst verschleiert. Dies soll dadurch verhindern werden, dass die Verbraucher durch Betätigung einer bestimmten Schaltfläche zu einer Zahlung verpflichten. Dies setzt voraus, dass dieser sogenannte Button durch eine verständliche Beschriftung klipp und klar darauf hinweist, dass der Kunde bei der Betätigung zahlen muss.

Darüber hinaus müssen Verbraucher auch vor Abgabe der Bestellung insbesondere über die Gesamtkosten, sowie Mindestlaufzeiten und Lieferzeiten aufgeklärt werden. Hierzu reicht dann der bislang ausriechende Hinweis „Bestellung absenden“ nicht mehr aus. Vielmehr sollten Sie schreiben „zahlungspflichtig bestellen“.

Dieses vom Bundestag beschlossene Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten. Zunächst einmal musste abgewartet werden, ob der Bundesrat dagegen Einspruch erhebt. Hiermit braucht nicht mehr gerechnet zu werden. Denn der Bundesrat hat am 30.03.2012 beschlossen, dass er von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch macht. Jetzt braucht es nur noch vom Bundespräsidenten unterschrieben und im Bundesgesetzblatt verkündigt werden. Nach unserer Einschätzung wird der Bundespräsident das Gesetz in Kürze abzeichnen. Als Onlinehändler müssen Sie sich darauf einstellen, dass es möglicherweise schon zum 01.07.2012 in Kraft tritt.

 

Christian Solmecke

Anzeige

Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

Anzeige

Weitere Beiträge

Aktuell

Es kann alles gelingen! Das Wichtigste ist, den ersten Schritt zu tun – und dann dabei zu bleiben. Ulrich G. Strunz. entwickelte ein hocheffektives...

Aktuell

Technologie, Nachhaltigkeit, Minimalismus und Nostalgie – diese Themen beschäftigen Markenmacher derzeit besonders.

Aktuell

Im E-Commerce wird es immer einfacher, ein gut gefülltes Portfolio anbieten zu können, ohne dabei selbst hohe Kosten zu haben. Der E-Commerce-Markt wächst unaufhörlich:...

Recht & Steuern

Das Gesetz sieht es vor, dass Urlaub grundsätzlich zusammenhängend zu gewähren ist. Der Mitarbeiter hat wenigstens einen Anspruch auf zwölf aufeinanderfolgende Werktage (so er...

Aktuell

Beim Kauf von Unterhaltselektronik entfallen bis zu 12 Euro Gebühren pro Gerät, die Händler und Importeure ihren Kunden gegenüber auspreisen müssen. Über diese pauschale...

Aktuell

Hamburg setzt sich im Bundesrat für ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetikprodukten ein.

Aktuell

Grundlegende Reform verabschiedet: das so genannte "Sozialpartnermodell" ermöglicht neue Varianten der Betriebsrente. Das gemeinsame Angebot von fünf genossenschaftlich geprägten Versicherern wurde nun vom Bundeskartellamt...

Aktuell

Die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs und der elektronischen Akte ist jetzt auch beim Schiffsregister möglich. Auf Initiative Hamburgs hat der Bundesrat am 2. Juni...

Anzeige