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Rückläufiges Investmentvolumen 2017 in Hamburg

Der Hamburger Investmentmarkt erzielte 2017 ein Transaktionsvolumen von 3,56 Milliarden Euro und verzeichnet damit einen Rückgang um knapp 25 Prozent gegenüber 2016. Dies ergibt der Investmentmarkt-Report 2018, den BNP Paribas Real Estate Anfang Februar veröffentlichen wird.

WolfBlur / Pixabay.com

Der Hamburger Investmentmarkt erzielte 2017 ein Transaktionsvolumen von 3,56 Milliarden Euro und verzeichnet damit einen Rückgang um knapp 25 Prozent gegenüber 2016. Dies ergibt der Investmentmarkt-Report 2018, den BNP Paribas Real Estate Anfang Februar veröffentlichen wird.

Vorab vermeldet der Immobiliendienstleister BNP Paribas Real Estate, dass der Hamburger Investmentmarkt 2017 nicht an die hohe Dynamik der Vorjahre habe anknüpfen können. „Grundsätzlich besteht in der Hansestadt eine sehr hohe Nachfrage, die sich jedoch 2017 nicht wie an den meisten anderen großen Standorten in noch einmal gestiegenen Investitionsvolumina widerspiegelt“, sagt Heiko Fischer, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Hamburger Niederlassungsleiter. In fast allen Segmenten mangele es an entsprechendem Angebot, sodass auch insgesamt „spürbar weniger Objekte verkauft wurden als in den vergangenen Jahren“.

Nichtsdestotrotz wechselten laut Mitteilung fünf Objekte im dreistelligen Millionenbereich den Eigentümer, wozu unter anderem die Alsterarkaden, das Kaufmannshaus und die Kaisergalerie zählen. Anteilig eingerechnete Verkäufe aus Portfoliotransaktionen legten entgegen der Gesamtentwicklung zu und erzielten 38 Prozent.

Objekte über 100 Millionen Euro legten absolut zu

Die Größenklassenverteilung zeige insgesamt ein recht ausgeglichenes Bild, so der Immobiliendienstleister. Mit 29 Prozent und mehr als einer Milliarde Euro wurde am meisten in Objekte über 100 Millionen Euro investiert. Dies sei damit „das einzige Segment, das auch absolut gegenüber dem Vorjahr zulegen kann“. Knapp 27 Prozent entfielen darüber hinaus auf Deals zwischen 50 und 100 Millionen Euro, sodass mehr als die Hälfte des Ergebnisses mit Großtransaktionen getätigt wurde.

In die übrigen Klassen sei wesentlich weniger Geld geflossen als zuvor. Verkäufe zwischen 25 und 50 Millionen Euro steuerten rund 23 Prozent bei, knapp 14 Prozent generierten Objekte zwischen 10 und 25 Millionen Euro. Auf fast 8 Prozent kamen Transaktionen bis 10 Millionen Euro. Das durchschnittliche Volumen pro Deal sei auf 28 Millionen Euro gestiegen und liege damit auf dem höchsten Niveau der letzten zehn Jahre.

Bei den Investoren sicherten sich Immobilienunternehmen insbesondere durch den Portfolioverkauf von RFR Holding an Signa Prime Selection mit den in Hamburg liegenden Alsterarkaden und dem Kaufmannhaus den ersten Platz. Mit knapp 17 Prozent schoben sie sich vor die 2016 deutlich führenden Spezialfonds, die aktuell gut 16 Prozent zum Ergebnis beitrugen.

Weniger Volumen von Privatanlegern, mehr von ausländischen Anlegern

Dicht beieinander lagen laut dem Investmentmarkt-Report Pensionskassen sowie Investment/Asset Manager, die auf knapp 13 Prozent bzw. gut 12 Prozent kamen. Projektentwickler folgten mit fast 8 Prozent auf dem fünften Platz. Ein auffällig niedriges Volumen entfalle auf Privatinvestoren, die lediglich für knapp 3 Prozent verantwortlich zeichneten und damit weit unter ihrem langjährigen Durchschnitt bleiben. Der Anteil ausländischer Anleger sei auf knapp 46 Prozent gestiegen.

Nachdem die Innenstadt 2016 ihre gewohnte Führung an die Nebenlagen abtreten musste, lag sie 2017 wieder auf dem ersten Platz. Das absolute Ergebnis falle zwar etwas niedriger aus, anteilig setze sie sich mit gut 41 Prozent aber deutlich an die Spitze, heißt es.

Die schon seit einiger Zeit zu beobachtende Entwicklung steigender Kaufpreise hat sich dem Investmentmarkt-Report zufolge weiter fortgesetzt.

 

Redaktion / BNP Paribas Real Estate

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