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Neue Aus- und Weiterbildungsangebote im neuen Schuljahr

Um den Fachkräftebedarf in Hamburg zu sichern, investiert die Stadt zum vierten Mal in Folge jährlich rund 100 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der berufsbildenden Schulen.

Um den Fachkräftebedarf in Hamburg zu sichern, investiert die Stadt zum vierten Mal in Folge jährlich rund 100 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der berufsbildenden Schulen.

Im neuen Schuljahr rechnet die Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg mit rund 50.700 neuen Schülerinnen und Schülern an den 32 staatlichen berufsbildenden Schulen der Hansestadt. Das sind rund 870 Auszubildende mehr als 2017. Damit steige der Anteil der Neuzugänge an allen Berufsschülern von 75,9 Prozent im Vorjahr auf 76,8 Prozent, heißt es in einer Mitteilung. Gleichzeitig sinke der Anteil der noch Schulpflichtigen, die keinen Ausbildungsplatz haben und sich in der Ausbildungsvorbereitung befinden, von 9,8 Prozent im Vorjahr auf 8,8 Prozent. Diese für 2018/19 genannten vorläufigen Zahlen gelten vorbehaltlich der Auswertung der Schuljahresstatistik 2018.

Um die berufliche Aus- und Weiterbildung attraktiv zu gestalten und damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, investiert die Stadt Hamburg nach eigenen Angaben im vierten Jahr in Folge rund 100 Millionen Euro in die Erneuerung der berufsbildenden Schulen.

Ausbildung im E-Commerce und für die Werkfeuerwehr

Auch neue Ausbildungsangebote wurden geschaffen: Im August ging der Ausbildungsberuf „Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce“ in Hamburg an der Beruflichen Schule City Süd (BS 32) mit 65 Auszubildenden an den Start. Die Azubis kommen aus dem Einzelhandel, dem Großhandel, aus der Dienstleistung – zum Beispiel Portalbetreiber bzw. -nutzer, Logistik- und Mobilitätsdienstleister, Finanzdienstleister sowie Dienstleister der Tourismuswirtschaft.

Neu ist auch der dreijährige duale Ausbildungsberuf „Werkfeuerwehrleute. Die ersten rund 40 auszubildenden Werkfeuerwehrleute starten in diesem Jahr an der Beruflichen Schule Gesundheit Luftfahrt Technik (BS 10) in Hamburg-Mitte.

Erzieher-Schulen verzeichnen steigendes Interesse

Aufgrund des rasanten Ausbaus von Kindertagesbetreuung und Ganztagsschulen fehlen in Deutschland Erzieherinnen, Erzieher und Sozialpädagogische Assistenzen, so die Schulbehörde. Sie habe deshalb den Ausbildungszugang zur „Sozialpädagogischen Assistenz (SPA)“ und zum Erzieherberuf verbessert und die Ausbildung attraktiver gemacht. Diese Maßnahmen hätten zu steigenden Anmeldezahlen geführt: Waren es im Schuljahr 2017/18 rund 4.720 Auszubildende sind es in diesem Jahr rund 5.160 Auszubildende – gut 440 mehr als im Vorjahr.

Senator Ties Rabe: „Wir freuen uns über diesen Zuwachs. Kitas und Schulen brauchen dringend mehr sozialpädagogische Fachkräfte. Deshalb haben wir die Zugangsvoraussetzungen für Abiturienten erleichtert, Leistungsstärkere können die Ausbildung verkürzen. Erstmals können auch Schülerinnen und Schüler mit erweitertem Hauptschulabschluss eine Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistenz beginnen, wenn sie ein halbes Jahr länger lernen. Zudem haben wir dafür gesorgt, dass alle Auszubildenden über eine berufsbegleitende Ausbildung oder das Meister-Bafög finanziell deutlich besser gestellt wurden als früher.“

Facharbeiterinnen und Facharbeiter mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in einem technischen Beruf der Elektro-, Metall- oder Informationstechnik können ab Februar 2019 ein dreijähriges berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot wahrnehmen. Es zielt auf die Digitalisierung in industriellen Produktionsprozessen ab.

 

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