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Starke Zunahme von Forex Trading während der Corona-Krise

Die Coronavirus-Pandemie hat die Weltwirtschaft ins Wanken gebracht. Mehr als sechs Monate, nachdem Covid-19 in unser Leben getreten ist, haben die internationalen Märkte immer noch mit erheblicher Unsicherheit zu kämpfen. Millionen von Menschen haben ihre Arbeit und Einkommen verloren, und die Zukunft bleibt auf der ganzen Welt ungewiss.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Weltwirtschaft ins Wanken gebracht. Mehr als sechs Monate, nachdem Covid-19 in unser Leben getreten ist, haben die internationalen Märkte immer noch mit erheblicher Unsicherheit zu kämpfen. Millionen von Menschen haben ihre Arbeit und Einkommen verloren, und die Zukunft bleibt auf der ganzen Welt ungewiss.

In diesem Zusammenhang erscheint der gegenwärtige Boom im Devisenhandel noch bemerkenswerter. Forex Trading nahm während Covid-19 um bis zu 300 Prozent zu. In den letzten Monaten gab es ein massives Wachstum über eine Vielzahl von Handelsplattformen zu verzeichnen.

Devisenmarkt trotzt der Wirtschaftskrise

Trotz der globalen Pandemie hat der Devisenmarkt seine Position als einer der größten und liquidesten Handelsmärkte beibehalten. Wobei in den letzten Monaten erhebliche Zuflüsse zu verzeichnen waren, insbesondere aus afrikanischen Ländern und Japan.

Gleichzeitig führten die durch das Coronavirus ausgelösten Befürchtungen dazu, dass Trader auf der ganzen Welt lokale Währungen in stärkere Währungen umwandelten, insbesondere in den US-Dollar, was zu einem Anstieg des Devisenhandels führte.

Die jüngsten Marktdaten zeigen ein monatliches Wachstum von 25 bis 50 Prozent bei Devisenkonten weltweit, wobei zwischen März und Juni 2020 über 200.000 neue Konten eingerichtet wurden. Auch die Handelsvolumina stiegen in diesem Zeitraum stark an und erhöhten sich um etwa 300 Prozent.

Die Wachstumsraten waren in den Entwicklungsländern ausgeprägter, wobei die Konten von Händlern aus Afrika, Osteuropa und Südostasien den Großteil der neuen Händlerkonten ausmachten. Die Handelsmärkte sind dagegen sehr unterschiedlich, da einige Trader sich ausschließlich auf sichere Rohstoffe und Währungen konzentrieren, während andere versuchen, gute Gelegenheiten zu nutzen, wie zum Beispiel die schwankende Nachfrage nach Rohöl.

Der steile Anstieg der Handelsaktivitäten und der Kontenzahlen ist eine große Herausforderung für die Forex-Broker. Die gestiegenen Liquiditätsanforderungen bedeuten, dass kleinere Forex-Broker möglicherweise keine sichere Wahl für Trader sind. Mit zunehmenden Handelsvolumina und der Besorgnis über die nötige Kapitaldeckung bewegen sich die Trader deshalb zu großen und zuverlässigen Brokern.

Vorübergehende Spitze oder langfristiger Trend?

Die Umstände, die zu diesem Anstieg geführt haben, sind beispiellos. Die Menge der verfügbaren Daten und Informationen über das Coronavirus ist immer noch gering und langfristige Prognosen können nichts weiter als fundierte Vermutungen sein. Da jedoch in den kommenden Monaten und Jahren mit weiteren „Wellen“ von Ausbrüchen der Corona-Pandemie gerechnet wird, können wir davon ausgehen, dass viele der zugrunde liegenden Ursachen bestehen bleiben oder wieder akut werden, sobald die Fallzahlen der Infektionen zunehmen.

Vorübergehende Lockdowns bedeuten, dass die Unsicherheit auf den Märkten bestehen bleibt und damit die Marktvolatilität hochhält. Die soziale Distanzierung und Zunahme der Arbeit im Homeoffice wird dazu führen, dass sich die Trader weiterhin auf die Devisenmärkte konzentrieren werden. Außerdem suchen die Menschen im Schatten einer anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise aktiv nach neuen Einkommenskanälen. Der Devisenhandel wird seit vielen Jahren hauptsächlich online abgewickelt, was ihn zu einer idealen Möglichkeit für neue Trader auf der Suche nach profitablen Wegen macht.

Mit Forex Trading Einkommensverluste ausgleichen?

Ein umfangreiches Wachstum wie dieses ist für die Forex-Industrie eher ungewöhnlich. In den letzten zehn Jahren stieg das durchschnittliche tägliche Volumen im Devisenhandel um nicht mehr als 40 Prozent an. Natürlich ist diese extreme Veränderung eine direkte Folge des diesjährigen ungewöhnlichen Finanz- und Wirtschaftsklimas. Eine Reihe von Faktoren spielen dabei eine Rolle:

  • Hohe Marktvolatilität
  • Großes Gewinnpotenzial
  • Suche nach neuen Einkommensquellen
  • Mehr Zeit für Trading im Homeoffice

Damit unerfahrene Trader aufgrund ihres mangelnden Wissens und der Möglichkeit, Geld zu verlieren, nicht mit einer schlechte Handelserfahrung starten, bieten seriöse Forex-Broker neuen Benutzern ein kostenloses Demokonto an. Sie stellen Händlern virtuelles Kapital zur Verfügung, damit sie üben und ein besseres Verständnis der Plattform erhalten können, bevor sie sich in den Live-Handel stürzen. Für Anfänger, die ein reales Konto eröffnen möchten, aber nicht zu viel riskieren wollen, werden auch Cent-Konten angeboten.

Was ist Forex Trading?

Der Devisenmarkt umfasst den Kauf und Verkauf von Waren, Währungen und Rohstoffen, der auf sogenannten OTC-(over the counter)-Online-Plattformen stattfindet. Sie sind dezentralisiert, so dass es niemanden gibt, der dort physisch arbeitet.

Diese Brokerage-Plattformen für den Devisenhandel sind 24 Stunden am Tag und 5 Tage in der Woche aktiv. Die Devisenmärkte werden von speziellen Aufsichtsbehörden streng reguliert. Es handelt sich um hoch liquide Märkte, auf denen Händler investieren und spekulieren. Sie zeichnen sich durch hohe Handelsvolumen und eine Volatilität aus, die von niedrig bis sehr hoch reicht.

 

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Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

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